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Geschrieben von Morgaine am 18.02.2016 um 10:36:
BLUP
...irgendwie blicke ich da nicht durch.
Der BLUP ist ne Zuchtwertschätzung und wird ja oft bei Zuchtpferden als "Qualitätsmerkmal" gewertet....ist aber, soweit ich weiß, veränderbar, mit jeder Prüfung die ein Vorfahren des Pferdes oder das Pferd selbst macht.
Wenn ich das richtig verstanden habe.
Aber dann hätte ja theoretisch ein Superfohlen aus ungeprüften Eltern einen schlechten BLUP - und ein völlig missglücktens Fohlen aus toppgeprüften Eltern einen super BLUP ?!
M.
Geschrieben von Atli am 18.02.2016 um 10:39:
Ja, genauso könnte es kommen
Es geht um die Wahrscheinlichkeit der Vererbung.
Viele Grüße vom Felsenhof
Astrid
Geschrieben von Bleikala am 18.02.2016 um 14:50:
Der Harken an der Sache mit dem Blup ist dass viel zu wenig Zuchtpferde geprüft werden bzw. dass "nur" die FIZO bzw. Worldrankingturniere in die Blupberechnung zählen, während nationale Prüfungen nicht erfasst werden (klar ist auch schwierig wenn nach unterschiedlichen Systemen geprüft wird) somit ist aktuell der BLUP mehr ein Wert dafür wie viele der Vorfahren FIZO geprüft sind wie wirklich ein Wert an dem man die Zuchtqualität des Pferdes erkennen kann - bzw. umgekehrt muss es bei einem niedrigen Blup keinesfalls so sein dass das Pferd schlechter ist sonderen kann auch einfach so sein dass wenige Vorfahren FIZO gelaufen sind.
Gutes Beispiel dafür ist z.b. unsere Stute Hrafnsvala vom Guggenberg - 1990 in DE geboren, damals wurde in Deutschland nach IPO geprüft. Ihr Vater hat "haufenweise" sehr gute Zucht und Sportpferde gebracht (u.A. Ofeigur von der Wegwarte von Jolly oder Hugabudur vom Guggenberg (
http://www.stormhestar.de/german/assessment_view.asp?ID=171&HorseID=1389) ) Doch da alle diese Pferde (inklusive Svala selbst) nach IPO geprüft worden, sind diese Prüfungsnoten nicht in die Blupberechnung hineingenommen worden, daher beläuft sich Svalas Blup auf gerade mal 90 Punkte, was selbstverständlich nicht aussagekräftig für dieses Pferd ist.
Soll heißen, um den Blup "gut nutzen" zu können muss man "hinter die Kulissen" blicken und a) wissen aus welchen Noten er errechnet wird und b) nachsehen ob nicht geprüft, nicht nach dem richtigen System geprüft oder schlecht geprüft für die "niedrige Bewertung" ausschlaggebend gewesen ist.
Geschrieben von Hoan am 18.02.2016 um 21:29:
Insbesondere in Hinblick auf die Beurteilung der Eignung zum Freizeitpferd finde ich die ganze "Bluperei" ziemlich sinnlos. Das, was die Verwandtschaft eines Pferdes mit hohem Blup geleistet hat, hat wenig mit dem zu tun, was ich mir für meinen Freizeitpferd bzw. dessen Nachkommen wünsche.
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