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Geschrieben von Encanto am 11.01.2017 um 18:06:

  Leinkuchenpellets oder Leinkuchenmehl?

Hallo,

hatte bisher hin und wieder die ganz normalen Leinkuchenpellets vom Futterhändler gefüttert! Nun habe ich gelesen, daß man auch Leinmehl direkt von der Ölmühle füttern kann. Hat Jemand Erfahrungen damit? Ich denke mal, daß man das Mehl wahrscheinlich als Brei anrühren muß oder kann man es durch den minimalen Ölgehalt direkt unter´s Futter mischen?

VG
Martina



Geschrieben von Wisy am 12.01.2017 um 08:56:

 

Leinmehl quillt ziemlich auf, dass würde ich nicht trocken verfüttern.

Das Leinmehl hat einen geringen Ölgehalt, aber gerade das Öl mit den Omega 3 und 6 Säuren ist das, weshalb man (neben der Schleimfähigkeit) Leinsamen füttert.

Also ich würde lieber den Leinkuchen aus einer Kaltpressung (wichtig!) mit einem relativ hohen Restölgehalt verfüttern. Das Leinmehl ist als Ballaststoff geeignet, mehr aber auch nicht.



Geschrieben von Encanto am 12.01.2017 um 19:10:

 

Ich hatte gelesen, daß Leinkuchenpellets/-mehl recht gut bei Kotwasser und Durchfall helfen soll. Deshalb wollte ich es mal ausprobieren. Das Leinmehl ist allerdings wesentlich günstiger als die Pellets deshalb meine Überlegung.



Geschrieben von Wisy am 12.01.2017 um 20:30:

 

Mag sein, wenn das Mehl unbeschadet im Darm ankommt, wie gesagt, es quillt sehr auf, was heißt, dass es Wasser aufsaugt. Damit bekämpfst du aber die Ursache vom Kotwasser nicht, sondern maskierst nur die Symptome, genau wie bei den ganzen Mineralmehlen (Bentonit und wie die alle heißen).

Trinkt dein Pferd zu wenig, kann der Schleim im Darm sich sogar verklumpen und zur Verstopfung führen.

Es ist nicht ausreichend untersucht, ob die Erhitzung reicht, um giftige Stoffe (Vorstufen der Blausäure) zu zerstören.

Leinextraktionsschrot (Leinmehl) ist Viehfutter für Tiere mit Blättermagen und Gärkammern, für Pferde würde ich das nicht nehmen, zumal das fast immer aus Heißpressung stammt, wo es hinterher mit Benzinähnlichen Stoffen entfettet wird. Was DANN übrig bleibt, ist das Leinmehl...

Die Futtermittelindustrie findet immer sehr blumige Worte, um solchen Abfall aus der Lebensmittelindustrie gewinnbringeng in Futtermitteln unterzubringen.

Ich selbst verwende nur kalt gepresstest Leinöl in kleinen Flaschen.



Geschrieben von judy am 12.01.2017 um 21:05:

 

Ich füttere die Leinpellets von Makana, die sind aus der Kaltpresseung. Bin mit der Qualität sehr zufrieden und finde die 10kg Säcke auch sehr günstig, auch die in Bioqualität ist kaum teurer.



Geschrieben von Funny_Girl am 12.01.2017 um 22:53:

 

Ich füttere, ebenso wie Judy, die Leinkuchenpellets von Makana und bin sehr zufrieden.
Unsere alte Stute hatte vor ca 2 Jahren plötzlich Probleme mit harten Äpfeln, sie stöhnte beim Äpfeln und tat sich sichtlich schwer damit. Sie hatte Bauchschmerzen und nach Absprache mit dem Vet begann ich mit dem Leinkuchen, weil die Schleimstoffe die Verdauung in Schwung bringen.
Seit Funny diese Pellets bekommt (50 g täglich), flutschen die Äpfel wieder super, die Konsistenz ist optimal, sie stöhnt nicht mehr beim Äpfeln, keine Bauchschmerzen mehr....

Ich füttere die Pellets nun auch Büffel, weil der ja phasenweise Durchfall/Kotwasser-Probleme hat. Unabhängig von diesen Phasen hatte Büffel immer sehr weiche Äpfel, seit er auch die Pellets kriegt, hat sich die Konsistenz auch zum Positiven gebessert.



Geschrieben von Encanto am 13.01.2017 um 19:09:

 

Funny_Girl, das hört sich ja schonmal gut an, ich denke ich probiere es dann auch mal mit diesen Pellets.


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