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Geschrieben von skessa am 05.01.2009 um 11:04:

  konstanter v/a

Mein Isländer läuft erst nach ca. einer 1/2 Stunde reiten konstant v/a. Kann ich dies irgendwie beschleunigen?
Zur "Vorgeschichte": Ich habe im September angefangen mit meinem Pony vermehrt "gymnastisch" zu arbeiten, da mein Pony wenig Rückenmuskulatur hat und ich mir bewusst geworden bin, dass ich so nicht mehr lange Spaß an ihr haben werde. "Gymnastisch" arbeiten bedeutet, dass ich Übergänge, Rückwärtsrichten, Schulterherein reite und dies alles im Gelände, da ich keinen Platz und keine Halle hab. Ich versuche während der ganzen Zeit, dass sie v/a läuft, aber da macht sie es nur kurz, unter Treiben und Paraden geben. Nach ca. 1/2 Stunde, muss ich dann nur noch die Hand "stehen lassen" und sie geht ohne Treiben konstant v/a.
Gibt es irgendwelche Übungen die ich noch zusätzlich machen könnte, damit sie schneller konstant v/a geht?
Ich denke, sie braucht die 1/2 Stunde um locker und "warm" zu werden, aber vielleicht gibt es irgendwelche Übungen wodurch sie schneller "warm" und locker wird.....

Danke



Geschrieben von Naggur am 05.01.2009 um 12:33:

 

Gerade Pferde mit schlechter und/oder fester Rückenmuskulatur brauchen m.E. eine gewisse Aufwärmphase um v/a laufen zu können und können dies normalerweise auch noch nicht lange halten - die ungewohnte Dehnung der Rückmuskulatur durch tiefen, leichtgewölbten Hals und gut untertretende, aktive Hinterhand ist erstmal anstrengend.

Ein untrainierter Freizeitsportler muß sich ja auch die Muskulatur lockern bevor er sich an einen Spagat wagt - ein trainierter Turner macht das evtl. schon in der Aufwärmphase.

Hast Du mal kontrollieren lassen, ob dein Pferd tatsächlich korrekt v/a läuft? Ich frage, da ich mir das nur schwer ohne treibende Hilfen zur Aktivierung der Hinterhand vorstellen kann.

Ich würde mir vor dem v/a etwas Zeit lassen. Warmreiten am langen Zügel, 'spielerisch' lockern (Biegungen, falls das Gelände es zulässt oder Schlangenlinien auf dem Weg), Schulterherein reiten und dann zunächst kurz v/a (diese Zeit im Laufe des Trainings weiter ausdehnen).



Geschrieben von FraukeF am 05.01.2009 um 16:10:

 

Wie auch Naggur schon sagte, braucht es anfangs einfach mehr Zeit, weil dein Pferd sich erst eingwöhnen muss. Anfangs ist das korrekte v/a mit aufgewölbtem Rücken für dein Pferd sehr anstrengend und es wird daher besonders in "kaltem" Zustand ausweichen in die gewohnte schlechtere Haltung und wird auch das korrekte v/a nur kurzfristig beibehalten können bis sich die entsprechende Muskulatur aufgebaut hat.

Daher würde ich auch mal genau prüfen, ob dein Pferd tatsächlich durchgängig korrekt v/a geht oder nur brav den Kopf senkt und der Rücken garnicht mitschwingt.

Ansonsten finde ich deinen Ansatz und die Übungen in Ordnung und mache selber genau das Gleiche, da ich auch nur (fast nur) das Gelände zum Üben habe. Am geschicktesten ist es immer genau dann mit der Arbeit aufzuhören, wenn das Pferd richtig gut geht und es dann zu loben. Dann ist es umso schneller bereit, dies Erfolgserlebnis zu wiederholen. smile



Geschrieben von skessa am 06.01.2009 um 11:06:

 

Ich merke einen Unterschied, wenn sie richtig v/a läuft oder wenn sie den Kopf einfach nur hängen lässt.



Geschrieben von Naggur am 06.01.2009 um 16:36:

 

Hi Skessa - wenn Du es 'im Hintern' hast, wann das v/a korrekt ist - super.

Nachdem unsere Familie zu Offenstall-Selbstversorgern wurde, hatten wir auch einige Jahre keine Möglichkeit zur Pferdegymnastik abseits von Wald und Flur. Ich finde, das man prinzipiell nicht unbedingt einen Reitplatz braucht, um ein Pferd zu gymnastizieren und die von Dir beschriebenen Übungen finde ich auch gut und richtig.

Aber - v/a im Gelände zu 'beschleunigen' halte ich aus folgenden Gründen für schwierig.

1) Die meisten Pferde sind im Gelände doch etwas unkonzentrierter als auf dem Reitplatz insbesondere in den ersten Minuten - schließlich gibt es i.d.R. viele spannende Dinge anzuschauen.

2) Zum v/a braucht es Anlehnung. Die erreitet man sich m.E. am zügigsten auf größeren Biegungen. Im Gelände bist Du aber von den Wegeverhältnissen abhängig.

Leichter wird es, wenn du durch Longenarbeit (sollte ich auch mal wieder machen, sagt mein schlechtes Gewissen) etwas für die benötigte Muskulatur tun kannst - aber auch hierfür brauchst Du ja etwas 'Platzähnliches'.

Mein Wallach tendierte (und tendiert) leicht zum Steiftier. Sehr gut tut Ihm Schulterherein an der Hand - das verbessert Form und Beweglichkeit deutlich. Ich finde das auch deshalb praktisch, weil man es auch mal schnell zwischendurch machen kann, auch bei wenig Zeit oder knüppelhart gefrorenem Gelände.

Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg bei den Bemühungen um ein langes, gesundes Reitpferdeleben.

Naggur



Geschrieben von skessa am 06.01.2009 um 19:52:

 

Hab nix, wo ich longieren könnte unglücklich Es gibt noch nicht mal eine Wiese oder im Herbst ein Feld, wo ich was machen könnte.

Seit ich mit dem Muskelaufbau angefangen hab, lauf ich die ersten 5 - 20 Minuten ( je nachdem, was es für ein Weg ist) sowieso zu Fuß und mach dann hierbei schon bißchen Rückwärtsrichten, Schulterherein und Übergänge.



Geschrieben von sabrina am 06.01.2009 um 19:59:

 

Sach mal. Wo steht den sein Pferd? Du muß doch eine Wiese haben. Wo dein Hotti drauf steht?



Geschrieben von FraukeF am 06.01.2009 um 20:02:

 

Find ich super wie du die Sache angehst smile . Gehe auch oft erstmal zu Fuß, damit gerade bei dem saukalten Wetter jetzt der Rücken nicht direkt belastet wird, das mag Sky nämlich überhaupt nicht, da macht er einen Buckel.

Platz zum longieren haben wir auch nicht unglücklich . Paddock zu verwinkelt, Wiesen zu starke Hanglage (was wiederum gut für die Muckis ist Augenzwinkern )



Geschrieben von skessa am 06.01.2009 um 20:30:

 

@ sabrina:
Mein Pferd hat am Stall ein Stück, wo Sand liegt und dann kommt ein riesiger langer Trampelpfad, der auf und ab geht. Die Weiden sind alles Hangweiden, kann man also auch nix drauf machen.....



Geschrieben von sabrina am 06.01.2009 um 21:10:

 

Ach Mensch. Das ist ja mal blöd.

Stört dich das nicht? Immer nur in den Wald zu gehn?



Geschrieben von Naggur am 06.01.2009 um 21:29:

 

Schließe mich FraukeF an - ich finde auch Du machst das richtig. Hangweiden sind super für die Grundkondition und den Muskelaufbau.
Um lange Freude an einem Freizeitpferd zu haben finde ich die geschilderten Bedingungen eher gut als schlecht.



Geschrieben von Oska am 06.01.2009 um 22:15:

 

Ich schließe mich der Meinungen an. Bei meinem Pferd sehe ich es, es dauert einfach seine Zeit bis genug Muskeln aufgebaut sind, um länger v/a zu gehen. Und du hast doch Zeit, lieber langsam und ohne Schäden, dann hat man auch länger etwas von seinem Pferd!
Mach weiter so und hab Geduld mit deinem Pferd, das wird schon.
LG, Julia



Geschrieben von skessa am 07.01.2009 um 11:55:

 

@ Sabrina:
Es stört mich nicht wirklich. Früher hatte ich eine RB an einem Pferd, da gab es Halle/ Platz und ich bin nur ausgeritten. Wenn es regnet, wär ne Halle halt praktisch, aber sonst stört es mich nicht.

Ich finde, man kann auch viele Sachen im Gelände machen, die man auch auf nem Platz machen könnte. Es geht nicht alles, aber doch einiges Ja

Kann man sagen, wie lang so ein Muskelaufbau dauert? Hab gehört, dass es bei älten Pferden länger dauert als bei jungen und mein Pony ist ja schon 22....


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