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Geschrieben von Skjona am 13.01.2009 um 15:34:
Heucobs
Was sind die vor- und Nachteile von heucobs gegenüber normalem Heu? Und warum werden sie häufig Pferden gefüttert, die zu dünn sind?
Geschrieben von Fjödur am 15.01.2009 um 18:48:
also bei uns im stall bekommt die pferdeoma die ein totales klappergestell ist heucobs.
da sie nicht mehr viel gras fressendarf ist das ein relativ guter erstz dazu.
(in heucobs sind glaub mehr kallorien drinnen.)
bei unserer omi schlägt es aber nicht mehr an
in diesen brei lassen sich bestens mikroorganismen und anderes zeug unter mischen und werden dadurch vom pferd besser aufgenommen.
ein nächster vorteil ist das du dieses zeug viel schneller vefüttern kannst wie heu an dem die pferde normal sonst ewigkeiten rumkauen.
bei dürren pferden erzielst du deshalb mit heucobs zusätzlich zum raufutter ein besseren aufpäppelwert.
vorallem für die zahnlosen pferdies sind heucobs ja eine echte erlösung
nachteile: habe mal jdn. erwischt wie er seinem pferd nicht ganz aufgeweichte heucobs geben wollte
sowas nennt man dann im schlimmsten falle fahrlässige tötung
Geschrieben von fjoerdis am 20.01.2009 um 17:38:
| Zitat: |
Original von Fjödur
nachteile: habe mal jdn. erwischt wie er seinem pferd nicht ganz aufgeweichte heucobs geben wollte
sowas nennt man dann im schlimmsten falle fahrlässige tötung |
Das ist nicht ganz richtig. Ein gesundes Pferd ohne irgendwelche Probleme kann die Heucobs auch unaufgeweicht fressen. Es muß sie halt gut kauen und gut einspeicheln und ausreichend Wasser zur Verfügung haben. Was nicht unaufgeweicht gefüttert werden darf sind Rübenschnitzel. Das könnte wirklich übel enden.
Geschrieben von Velvakandi am 20.01.2009 um 17:50:
Es gibt genug gesunde Pferde die von Heucobs Schlundverstopfungen hatten. DAS Risiko wärs mir echt nicht wert. Das Einweichen macht nicht viel Arbeit, mit warmem Wasser sind die Dinger in 5min verfütterbar, mit kalten dauerts etwa 30min. Ich kenne niemanden der diese Zeit nicht sowieso am Stall verbringt, man kann sie vor dem Reiten einweichen und hinterher füttern oder der SB setzt sie einfach vor dem Misten an und verteilt sie hinter etc. pp. Im Winter lassen wir sie sogar oft über Nacht eingeweicht, wenn es zwischen 0 und 10° sind.
Uneingeweichte Heucobs zu verfüttern geht vielleicht 5 Jahre gut und dann plötzlich ist doch mal was. Den Vorwurf wöllte ich mir nicht machen wollen, die nicht einzuweichen ist doch reine Faulheit
Geschrieben von Safir am 20.01.2009 um 17:56:
Ich denke viele glauben, dass man Heucobs nicht uneingeweicht füttern darf.
Es ist ein kleiner Irrtum, wobei ich es nur bei gesunden Pferden machen würde. Bei kranken oder welchen mit anderen Problemen würde ich es trotzdem nicht riskieren.
Mein Pferd bekommt die Heucobs trotzdem immer aufgeweicht und dann ist es noch trotz Aufweichzeit schön warm, sodass mein Pferd es liebt, vorallem im Winter
Unsere Pferdeoma ( von Fjödur schon gesagt) bekommt die Heucobs hauptsächlich daher, weil sie Probleme mit den Zähnen hat. Ihr wurden schon zwei Zähne gezogen.
Heucobs sind, finde ich einfach, viel schneller verfüttert und man kann auch noch Sachen fürs Pferd druntermischen, wie z.b. Öl, Kräuter usw.
Heucobs sind allerdings kein ganzer Heuersatz und sonst gibt es viel zu lange Futterpausen.
Immer trotzdem Heu füttern.
Wenn man Heucobs + Heu füttert, also die Menge des Heus nicht verändert, so wie bei meinem, nimmt das Pferd eigentlich sehr gut zu. So war es jetzt bei mir, da meiner zu dünn war. Er bekam einen halben Joghurtbecher (diese 500g glaub ich) voll, dass dann aufgeweicht und ein bisschen Hafer und MiFu rein. So hat er jetzt in 3 Wcohen schön zugenommen
Sorry für meinen Roman
Geschrieben von fjoerdis am 20.01.2009 um 18:05:
Ich fütter sie meinem Rentner eingeweicht weil er altersbedingte Zahnprobleme hat und mit Heu und Silo nicht mehr so gut klarkommt. Meine Stute bekommt ab und an mal ein Händchen voll (unaufgeweicht)in den Trog weil sie die gerne mag. Ich kenne allerdings einige die sie generell unaufgeweicht füttern, schon mehrere Jahre lang ohne Probleme. Ich selber kenne keinen Fall der Schlundverstopfung durch Heucobs und wollte das auch nur so weitergeben daß sie nicht zwingend eingeweicht werden müssen. Wer sich unsicher ist sollte es natürlich besser einweichen, und für die Fütterung von größeren Mengen ist mir auch eh der Sinn nicht klar warum Heucobs und nicht einfach Heu oder Silo wenn die Pferde das fressen können.
Geschrieben von Safir am 20.01.2009 um 18:15:
Ja ich hab sie meinem auch scho einmal unaufgeweicht gegeben, bloß da mochte er sie nicht so gerne
Ich gebe es meinem Pferd nur weil er zunhemen soll, jetzt gehe ich aber schon etwas mit der Ration runter. Er hat schon bald Zielgewicht erreicht
Ich bin eher für die normale Heufütterung als für Heucobs.
Geschrieben von Velvakandi am 20.01.2009 um 21:13:
| Zitat: |
| Ich kenne allerdings einige die sie generell unaufgeweicht füttern, schon mehrere Jahre lang ohne Probleme. |
Sag ich ja, das kann jahrelang gut gehen und irgendwann sind die Umstände halt nicht so optimal, es steht nicht genug Wasser zur Verfügung oder das Pferd wird älter, kaut nicht mehr so gut etc. pp. Und schon hats eine Schlundverstopfung. Warum man das Risiko wissentlich eingeht ist mir schleierhaft. Was ist denn besser daran die Teile trocken zu verfüttern?
Ich füttere Heucobs als Ergänzung zum Heu, zwecks dick werden bzw. Gewicht halten. Trotz Heu ad lib hat mein Wallach damit Probleme.
Geschrieben von Safir am 20.01.2009 um 21:20:
Ja, ich will das Risiko auch nicht eingehen, aber ich denke jeder ist für sein Pferd verantwortlich ein Stück weit.
Mein Pferd wird weiterhin Heucobs, nur aufgeweicht, bekommen um sein Gewicht zu halten.
Geschrieben von fjoerdis am 21.01.2009 um 11:05:
Mein Senior wird sie auch weiterhin nur eingeweicht bekommen. Mein Stütchen auch weiter gelegentlich max. 1 Händchen voll uneingeweicht ohne einen relevanten Aspekt dahinter, einfach nur mal zum knabbern weil sie es mag. Als komplette Mahlzeit zur Fütterungsunterstützung würde ich sie auch immer einweichen aber ich glaube nicht daß ein paar Mal im Monat ein paar trockene Heucobs schaden könnten.
Geschrieben von Joya am 21.01.2009 um 11:36:
Ich füttere Grascobs, da mein Stütchen eine relativ schlechte Fresserin ist zur Gewichtszunahme bzw. mittlerweile -erhaltung.
Was ist genau der Unterschied zwischen Heu- und Grascobs? Bzw. wann sollte man was füttern? Ich weiß schon, dass Heucobs aus Heu gepresst und Grascobs aus Gras gepresst sind und somit Eiweißgehalt in Grascobs größer sein dürfte. Kann man dann sagen dass Grascobs eher "gaga" machen, Hufrehe fördern, aber auch für Gewichtszunahme besser geeignet sind? Ich hab die Grascobs eigentlich nur gekauft, weil Heucobs aus waren, bin aber sehr zufrieden und werd wohl dabei bleiben.
Geschrieben von Velvakandi am 21.01.2009 um 13:31:
Zumindest in unserem Werk gibts da keinen Unterschied.
Es gibt drei verschiedene Sorten Heu-Cobs die dort hergestellt werden: Wiesengrascobs, Kleegrascobs, Luzernecobs. Außerdem produzieren sie auch Rüschnis und Apfeltrestercobs.
Wenn man hingeht und Heucobs verlangt, wird man gefragt welche Sorte man will. Die haben so wie ich sie aufgeschrieben habe einen steigenden Eiweißgehalt.
Ich kann mir auch nicht vorstellen wie man aus Gras Cobs pressen sollte ohne die zu trocknen. Ohne Luftabschluß gammeln sie und mit Luftabschluß silieren sie, beides nix was ich je von Gras-/Heucobs gehört habe.
Man muß das Gras genauso trocknen, entweder vor oder nach dem Pressen (ich schätze mal vorher, aber ich habe noch keine Werksführung mitgemacht um das genauer zu wissen *lol*). Und getrocknetes Gras ist per Definition dann Heu.
Von daher ist das wohl eher ein reiner Unterschied in den Begriffen die verwendet werden.
Hats funktioniert mit den Cobs bei Champana? Das freut mich
Geschrieben von Joya am 22.01.2009 um 13:42:
Hmm, ja, haste natürlich recht. War meine Frage bzgl. des Unterschiedes also gar nicht so doof

Also im Fachgeschäft meiner Wahl (Werk gibts hier leider keins

) werden Heucobs und Grascobs verkauft wobei die Grascobs im Schnitt glaub ich sogar nen Ticken billiger sind. Muss ich glatt mal fragen, was denn bei beiden der Unterschied ist.
Jaa, hat super funktioniert mit Champana, Pianola kriegt auch ein bisschen und steht auch super da
Geschrieben von Magicfairy73 am 25.02.2009 um 21:46:
Ich fütter meinem Isi die Blattreichen (dunklen, glänzenden) als leckerli, denn die kaut er ja auch, genau wie die Heu/Wiesencobs. Hatte mit der entsprechenden Firma eine Stunde telefoniert und immer wieder von Schlundverstopfung gesprochen, doch da hatte man mich beruhigen können, denn dann könnten die Leckerchen ja auch zu einer Schlundverstopfung führen und es ist eine geniale Lösung als Belohnung, wenn Pferde keine Leckerlis haben dürfen. Die dunklen Heucobs lösen sich selbst in heißem Wasser kaum auf und die sortiere ich dann eben aus.
Rübenschnitzel fütter ich meinem niemals, da geh ich lieber mal über Mais und Öl! Oder natürlich Luzerne. Aber die Sachen fütter ich meinem nur im absoluten Notfall... (Sorry, Öl bekommt er jeden Tag)
Geschrieben von sabrina am 26.02.2009 um 13:17:
Hat jemand mal *Maiscobs* ausprobiert?
Machen die Heucobs eigendlich auch dick?
Lg
Geschrieben von Safir am 26.02.2009 um 13:22:
Ich habe sie bei meinem in Kombination mit Öl meinem gefüttert, als er zunehmen sollte. Hat auch supi geklappt.
Solang du sie in der richtigen Menge gibst, wird dein Pferd nicht zu nehmen. Viele geben sie auch als Kraftfutter ersatz oder einfach so.
Maiscobs habe ich noch nicht ausprobiert und auch erst 1x was davon gehört...
Geschrieben von Velvakandi am 26.02.2009 um 13:24:
Heucobs machen in sofern dick, dass sie im Grunde wie Heu (= Rauhfutter) sind, nur schneller gefressen werden können. Außerdem rechnet man vom Bedarf her laut Hersteller wohl etwa 1,5kg Heu zu 1kg Heucobs, bei reiner Heucobsfütterung (was bei euch ja nicht der Fall ist, denn ihr habt ja Heu und sie kann es auch fressen) würde mich das wegen der Karenzzeiten allerdings stören.
Ich habe für Velvakandi gerade Heucobs gegen Luzernecobs getauscht, die frißt er wesentlich lieber (die Heucobs kommen ihm zum Winterende immer schon zu den Ohren raus und dann frißt er sie nicht mehr, im Sommer ist es dann wieder kein Problem mehr) und die enthalten mehr Energie/Eiweiß, machen also in der Theorie dicker. Mal sehen wie die Praxis aussieht, der Versucht läuft erst seit 10 Tagen
Geschrieben von rivera am 26.02.2009 um 20:35:
wir haben schon maiscobs gefüttert, müssen nicht eingeweicht werden und waren von den werten her für das alte pony passend.
Geschrieben von Fjödur am 28.02.2009 um 09:02:
ich denke maiscobs sind auch von der konsistenz her dichter gepackt wie heukobs und somit nicht so (quellig)
mir fiel grad das wort nicht ein
Geschrieben von rivera am 01.03.2009 um 19:22:
die maiscobs haben eine gröbere struktur, sind m.e. weniger komprimiert und quellen wohl aus den beiden gründen nicht so.
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