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Geschrieben von fiffi am 08.03.2009 um 09:34:
Was darf eine Reitbeteiligung kosten?
Hallo,
wir werden an unseren Tennesseewalkern (4 kann ich nicht alleine ausreichend trainieren und bewegen) eine Reitbeteiligung vergeben. Der Reiter kommt 2-3 mal die Woche und kann die Pferde dann quasi wie seine eigenen nutzen. (Gelände und Wanderritte). Neben den Pferden wird natürlich auch Sattel- und Zaumzeug und Nutzung von Roundpen und Reitplatz gestellt.
Ich bin nun etwas unsicher, was so eine Beteiligung an Offenstallpferden und ohne Reithalle in der Nähe (das schränkt die Nutzbarkeit in den Wintermonaten natürlich ein), kosten darf. Habt ihr Tipps?
Geschrieben von rivera am 08.03.2009 um 10:28:
das ist nicht allgemeingültig zu beantworten, angebot und nachfrage machen den preis.
üblich ist im meist, wenn man so nach anzeigen geht, die aufteilung der pensionskosten auf die sieben tage und eine entsprechende zahlung, so dass letzten endes die rb weniger zahlt, als das pferd tatsächlich kostet (ta, schmied, risiko,...)
mit der wintereinschränkung würde ich an deiner stelle versuchen, im sommer preis a und im winter reduzierten preis b zu nehmen.
Geschrieben von Geli am 08.03.2009 um 11:05:
Meine RB zahlt gar nichts. Dafür haben wir auch keine Häufigkeit beim Reiten festgelegt und das kommt uns allen zugute. Sie reitet recht gut und mir ist wichtig, daß beide Pferde bewegt werden wann immer es geht. So reiten wir eben manchmal 4-5 Mal in der Woche, zu anderen Zeiten dann auch mal gar nicht. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Lösung.
Geli
Geschrieben von Baron am 09.03.2009 um 08:37:
Ich musste die Erfahrung machen, das ein Reitbeteiligungspferd das man kostenlos zur Verfügung stellt eher abgesagt wird als eins wo man für bezahlen muss.
Preislich nimmt man die Monatlichen+Jährlichen Kosten und teilt sie auf die Reittage auf, dann kann man dem Mitreiter sagen das das Tier pro Tag X Euro kostet und dann muss man sich überlegen wieviel von diesem Geld man nehmen will.....
Unter 25-30 Euro pro Monat (2x wöchtentlich reiten) würde ich keine Reitbeteiligung vergeben, es sei denn die Person kenne ich schon lange und weiß das sie super zuverlässig ist.
Meine RB zahlt(e) das Geld immer auf ein Sparkonto, da konnte ich dann im Notfall (Tierarzt, Sattler, ...) zurückgreifen.
Geschrieben von Joya am 09.03.2009 um 11:29:
Ich will für einmal pro Woche Reiten 50, für 2-mal 80 Euro. Dafür hat meine RB die Möglichkeit, an Lehrgängen, Turnieren etc. teilzunehmen. Bei 80 EUR lass ich auch mit mir reden wegen der Häufigkeit. Pferde sind ein sehr teurer Spaß, von diesen Kosten muss ich etwas weitergeben. Sonst würde ich mir keine RB holen. Etwas anderes ist, wenn man jemanden hat, der wirklich super reiten kann und das Pferd gewissermaßen trainiert. Dann steht wirklich nicht das Geld im Vordergrund, sondern dass das Pferd trainiert wird. Dann hat man natürlich auch was davon.
Geschrieben von Nugget am 09.03.2009 um 12:25:
Ich habe auch die durchschnittlichen Kosten für die Haltung berechnet (ohne TA, Schmied....). Das sind in meinem Fall 9,50€ pro Tag. Die RB bezahlt also 40€ pro Monat für einmal pro Woche reiten. In einem Vertrag haben wir ihre und meine Rechte und Pflichte festgelegt (frühzeitiges absagen, mithilfe im Stall, Reitstunde, Springen, Turnier, Lehrgänge, ausreiten....). Wichtig fand ich auch auszuhandeln ob sie weiter bezahlt wenn das Pferd krankheitshalber über längere Zeit nicht geritten werden kann.
Ich hatte auch schon eine kostenlose RB. Das habe ich aber nur gemacht weil ich wusste dass sie zuverlässig und flexibel ist und erst noch gut reitet und regelmäßig in den Unterricht ging.
Geschrieben von fjoerdis am 09.03.2009 um 12:47:
Kostenlose RB würde ich auch nur machen wenn ich den/diejenige(n) gut kenne und weiß daß ich mich verlassen kann. Hab da leider auch schon schlechte Erfahrungen machen müssen. Was nix kostet ist auch nix und dementsprechend unzuverlässige RB gehabt. Ausnahmen natürlich ausgenommen, aber leider wenige.
Geschrieben von Styrmir am 09.03.2009 um 15:35:
Meine RB zahlt im Monat 80 Euro für 2x ..das ist prozentual anteilig gerechnet...also anteilig Stallmiete und Schmied....
Dafür hat sie aber auch die Möglichkeit, an Kursen und Turnieren teilzunehmen und sie könnte, wenn sie wollte, noch mehr reiten, aber will oder kann sie nicht...selbst schuld! ;-)
Meine RB muss aber auch sonst nichts machen...keinen Stalldienst, kein Aufheben beim Schmied, keinen Tierarztterim übernehmen.
Und sie hat die Annehmlichkeiten einer Ovalbahn, eines Dressurvierecks, eines Roundpens und eines wunderschönen Ausreitgelände.
Geschrieben von isigoing am 09.03.2009 um 17:33:
Ich find's extrem schwierig, hier Preise zu vergleichen, denn bei allen sind doch die Voraussetzungen sehr unterschiedlich. Es gibt ja unterschiedliche Typen von RBs. Zum Beispiel solche, bei denen es tatsächlich darum geht, die Kosten des Pferdes irgendwie zu reduzieren, also nimmt man eine RB, gesteht ihr soundsoviele Reittage zu und guckt, was man damit an Kosten gedeckt bekommt. Oder jemand hat sehr wenig Zeit, Stallarbeit bleibt liegen, Pferd wird nicht bewegt. Der nimmt sich eine RB, um wenigstens das Pferd mal bewegt zu bekommen. Vielleicht macht er zu Bedingungen, dass die RB 3x reitet, 1x Stalldienst macht und 2x im Monat Unterricht. Aber letztlich entlastet die RB den zeitlich knappen Besitzer, also würde ich den Preis niedriger ansetzen. Oder Leute mit Ekzemern, die die RB auch deshalb haben, um das Pferd an x Tagen geschmiert zu bekommen. Oder Leute, die sich RBs suchen, die das Pferd etwas mehr fördern und fordern können als sie selber... Hier in der Ecke ist der Markt an RB-Angeboten recht üppig. Wer jemanden sucht, der volljährig, erfahren und evtl. mit Auto unterwegs sein kann, der muss schon was bieten können. Man kann hier so ziemlich alle Rassen haben, turniertaugliche WBs in Top-Ställen und Zottel-Ponys hinterm Haus. Von daher muss man auch hier, wie Rivera schrieb, die Marktlage anschauen.
Geschrieben von Smokey am 26.03.2009 um 09:45:
Moin,
das allein ist aber nicht das Problem, man muss dann auch erstmal eine geeignete Person die zu dem Pferd u. den gegebenen Umständen passt, finden

.
Ich hatte über meine Reitlehrerin das Glück eine tolle u. zuverlässige RB zu bekommen aber leider ist sie nun weggezogen weil sie studieren möchte

. Jetzt bin ich zum einen natürlich enttäuscht u. weis nicht so recht, wollen wir wieder eine oder doch nicht? Was ist besser u. WIE find ich die richtige?
Da gibts halt viele zusammenhängende Sachen zu klären. Gerada auch bei der Versicherung. habe extra eine wo Fremdreiter / Reitbeteiligung mit abgedeckt ist, allerdings bezieht sich das nicht auf Schäden an dieser Person! Und da ist halt wieder die Frage WER kommt da für Schäden auf?!ICH hab keine Lust da dann zahlen zu müssen... für die entstehenden Sachschäden haftet die Versicherung aber wie ist es mit Schäden die am Pferd entstehen? Tierarztkosten , evtl. Klinikaufenthalt usw. ???
Ich hatte mit meiner RB 30.- im Monat vereinbart, u. sie konnte 2-3 mal die Woche kommen. Wir haben uns aber auch immer mal abgesprochen od. die Tage getauscht usw. war ein recht schönes Verhältnis, nur leider recht kurz
Geschrieben von fiffi am 26.03.2009 um 10:25:
Reitbeteiligung
Hi,
danke für eure vielen Antworten !
Bei uns hat sich das so angelassen, dass unserer jetzige Reitbeteiligung (männlich, in unserem Alter, Freizeit-Wanderreiter mit lediglich Geländeambitionen) selbst annonciert hatte, wer er ist und was er sucht. So sind wir zueinander gekommen, weil sich die Vorstellungen und jetzt auch die Praxis gut ergänzen. Er kann sooft reiten, wie er möchte und im Prinzip auch jedes unserer Pferde. Meist gehe ich mit raus, was den Vorteil hat, dass auch ich dann nicht alleine reiten muss und auch die Joungster mal mitnehmen kann. Wir haben die Kosten so errechnet, dass ich einen Preis angenommen habe, den ich für die Unterstellung eines Pferdes hier in der Nachbarschaft im Monat zahlen müsste. Dann Preis durch 30 Tage, mal angenommene 8-10 Reittage im Monat. Das Geld wird als Futterkostenzuschuss deklariert, erstmal zur Seite gelegt und dann auf die Silokosten verrechnet, die wir bar zahlen.
Bei meiner Tierhalterhaftpflicht habe ich den Fremdreiter- und Fremdhandler (Tierhüter) angemeldet. Eine Unfallversicherung für sich selbst, muss die RB abschließen und ansonsten erklären, auf eigenes Risiko mit den Pferden umzugehen.
Geschrieben von Baron am 26.03.2009 um 11:25:
@Smokey, da hast du bei der letzten RB ja höllisches Glück gehabt das nix passiert ist.
So eine Haftplicht würde ich schnellstens ändern. Diejenigen wo auch Schäden AN der Reitbeteiligung bezahlt werden sind nicht teurer als die anderen!
Denn auch wenn die RB irgendwas unterschreibt das sie für Unfälle selber haftet hat man doch die Krankenhauskosten am Hals, denn die Krankenversicherung (und schlimmstenfalls die Rentenversicherung!) holt sich ihre Unkosten vom Pferdehalter zurück.
Geschrieben von Smokey am 26.03.2009 um 11:42:
at little:
hm,kennst du dich da etwa aus? Ich hab ja schon drauf geachtet dass ich wenigstens Fremdreiter/Reitbeteiligung drin hab, aber wusste eben auch nicht, dass die Person an sich nicht versichert ist

. ERst als ich im nachhinein geforscht habe.... aber ich hab auch noch keine gefunden die die Person MITversichert, falls diese zu Schaden kommt!!!
Darum überleg ich ja wg. neuer RB, hätte schon gern eine aber mit dem Versicherungskram ist das schon so ne Sache
Geschrieben von Velvakandi am 26.03.2009 um 14:07:
| Zitat: |
| .... aber ich hab auch noch keine gefunden die die Person MITversichert, falls diese zu Schaden kommt!!! |
Ich hab Janitos über die Agentur Kaupp, da ist das dabei. Sowie jeder andere denkbare Sch... den man fahrlässig und weniger fahrlässig mit dem Pferd anstellen kann. Wenn dein Pferd unter 1,48m Stock hat gibts nen Ponytarif, den muß man extra anfragen, lohnt sich aber.
Geschrieben von fjoerdis am 26.03.2009 um 14:18:
Was ist denn das für ein Tarif und was kostet der?
Ich hab bei der Uelzener Haftpflicht, Reiterunfall aufs Pferd, OP-Kosten und Transportversicherung in einem Paket. Was genau die für eine RB noch mit beinhaltet müßte ich mal klären. Schäden an der Person sollten in jedem Fall mit der Haftpflicht sowie Reiterunfall abgedeckt sein.
Geschrieben von Baron am 26.03.2009 um 14:40:
Janitos (Tarif Best Select) über Kaupp hab ich auch, aber es gibt auch andere.
Einfach nachfragen ob sie Forderungen von Sozialversicherungsträgern begleichen und sich das natürlich schriftlich geben lassen ;-) Und dabei auch fragen wie es ist wenn der Fremdreiter regelmäßig bzw gegen Bezahlung auf dem Pferd sitzt.
Die Formulierung mit dem Fremdreitern können sich die Versicherungen auch sparen, denn es ist absolut egal WER mit dem Pferd im Falle des Schadens umgeht, das kaputte Auto (oder was auch immer) muss eh bezahl werden, es sei denn es kann Vorsatz nachgewiesen werden, aber wer macht das schon.
Geschrieben von Velvakandi am 26.03.2009 um 15:01:
Der Ponytarif bei Kaupp kostet um die 50€ im Jahr. Wie gesagt, der steht nicht direkt auf der Website und muß auch als Angebot speziell angefordert werden, ich hab gesehen dass die Janitos über eine andere Agentur diesen Ponytarif hat und einfach frech nachgefragt. Ich wollte gern bei der Kaupp bleiben, aber letzten Sommer haben die umgestellt und die DBV Winterthur, die vorher die Versicherung gemacht hat, war nicht mehr dabei. Die neue Alternative war etwa dreimal so teuer wie das was ich jetzt hab.
Geschrieben von fjoerdis am 26.03.2009 um 15:06:
Das ist echt günstig. Aber das ist sicher nur Haftpflicht oder ist da noch was anderes mit drin?
Geschrieben von Velvakandi am 26.03.2009 um 15:12:
Nein, nur Haftpflicht. Ich hab keine OP Versicherung oder irgendwas anderes zusätzlich, unfallversichert bin ich sowieso.
Geschrieben von fjoerdis am 26.03.2009 um 15:18:
Ich hab die Reiterunfallversicherung damals auch wg. RB abgeschlossen. Damit ist jeder der das Pferd reitet unfallversichert, incl. ich selber.
Reitet jemand ohne zu bezahlen das Pferd ist die Haftpflicht zuständig, aber zahlende RB sind nicht in die Haftpflicht eingeschlossen, dafür dann die Reiterunfall. Kann man aufs Pferd abschließen, damit sind alle Reiter dieses Pferdes mit eingeschlossen oder auch auf die Person, das macht Sinn wenn ein Reiter viele unterschiedliche Pferde reitet.
Kann man ja auch in die Kosten für die RB mit einrechnen, für die ist es dann auch eine zusätzliche Sicherheit wenn beim reiten mal was passiert.
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