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Geschrieben von Frimi am 03.10.2009 um 00:19:
Verschnallung des kolumbianischen Bosals
Hallo,
ich habe eine Frage zur Verschnallung des kolumbianischen Bosals.
Und zwar soll ja das Bosal 2-3 Finger unter dem Jochbein liegen, aber durch das Gewicht der Barbada scheint automatisch ein Druck auf dem Bosal bzw. Nasenrücken zu sein, auch wenn keines der zwei Zügelpaare angenommen ist. Außerdem „klopft“ die Barbada bei schnellerer Bewegung an das Kinn, aber wenn die Barbada enger geschnallt wird passen keine zwei Finger mehr zwischen.
Würde mich freuen wenn mir jemand sagen könnte wie man das KB nun richtig verschnallt!
Geschrieben von Felischa am 03.10.2009 um 10:50:
Ich reite ja nun schon einige Jahre mit dem Bosal, aber bis jetzt hat es keinem meiner Pferde gestört das da Bewegung drin ist .
Wenn es zu eng verschnallt wird, hat man Dauerdruck auf der Nase und das Pferd kann nicht mehr kauen !!!
Stört es Dich oder Dein Pferd ?
Geschrieben von FraukeF am 03.10.2009 um 12:00:
Wir hatten bisher auch keine Probleme damit und ich reite auch seit Jahren mit KB.
Ev helfen dicke Flechtzügel, die ja durch ihr Eigengewicht etwas Zug und Stabilität bringen.
Geschrieben von Frimi am 03.10.2009 um 17:25:
Nein, stören tut es weder mein Pferd noch mich. Ich wüsste nur gerne ob es bei euch auch so sitzt, dass durch die Barbarda ein gewisser Druck auf dem Nasenrücken ist und die Barbada etwas gegen das Kinn ,,klopft". So ein KB ist ja nicht grade leicht...
Habe das KB heute zum ersten Mal mit Gebiss benutzt und konnte das Gebiss auch nur drunter schnallen, da sonst durch die Breite der Barbada die Gebissringe abgestanden hätten. Ich habe aber mal gelesen, dass man normalerweise das Gebiss drüber schnallt oder nicht?
Geschrieben von sabrina am 04.10.2009 um 09:54:
Ich bin auch nur ein laie,
Ich hab mein damaliges KB wie ein Englisches Reithalfter verschnallt. So, das zwei finger am Bosal passten und zwei-drei finger an der Barbada.
Das blöde ist, wenns zu locker war, rutschte das ganze dingen und das konnte meine stute nicht ab. Und wenns zu fest war, hatte sie alles wund gehabt.
Mit Gebiss hatte ich das öfter dran gehabt und hatte das Gebiss da drüber verschnallt. Wie bei einer normalen Trensen.
Das KB unterm Gebiss.
Lg
Geschrieben von Frimi am 04.10.2009 um 13:02:
Wenn ich das Gebiss über das KB schnalle stehen die Ringe vom Olivenkopfgebiss deutlich ab. Hast du das Problem nicht?
Ich habe die Barbada schon in den weitesten Löchern damit ich drei Finger zwischen Barbada und Kinn bekomme, obwohl meine Isis keine großen Köpfe haben... Habe das KB vom Sternberghof, also ist es auch eine ganz normale Größe. Vielleicht hilft es den Bithänger etwas länger zu machen oder die Barbada etwas zu kneten, damit sie flexibler wird und nicht so breit ist.
Geschrieben von sabrina am 04.10.2009 um 13:13:
Hm, kommt drauf an, wie tief oder wie hoch du das Bosal geschnallt hast. Ich hatte so ca. vier finger zwischen Jochbein und Bosal.
Ich hatte das problem nicht gehabt. Das da was abgestanden hat. Ich habe auch kein Olivenkopf-Gebiss. Ich habe eine normale Wassertrense. Kann ja sein, wegen dem Oliven-gebiss. Das da irgendwas stört?
Hast du ein bild davon. Das man es mal sehen kann??
Geschrieben von Frimi am 04.10.2009 um 13:20:
Leider nicht. Denke aber mal, dass es nicht sooo schlimm ist wenn das Gebiss unter dem KB ist solange ich die Zügel im Gebiss und in den seitlichen Ringen des Bosals (nicht in den Ringen der Barbada) eingeschnallt habe und sich nichts verhakt? Eventuell wäre es echt mal ein Versuch die Barbada weich zu kneten...
Geschrieben von sabrina am 04.10.2009 um 15:31:
Mal eine andere frage, warum Gebiss und Bosal? Warum zwei mal seitlich einwirken???
Gebiss und Barbada wäre eigendlich logischer. Dann hast du auch das Problem nicht mehr. Wenn du schon auf KB reites. Dann lass das gebiss weg. Du kannst das Kb doch kombinieren, in dem du eine Kandare nimmst und Bosal. Das ist der gleich effekt.
Wenn, Reite mit Gebiss + Barbada oder Kandare + Bosal. Oder nur Bosal oder ganz auf das KB.
So würde ich das machen.
Lg
Geschrieben von Frimi am 04.10.2009 um 20:59:
Normalerweise würde ich das auch so machen, aber in diesem Fall handelt es sich um ein Jungpferd was sich manchmal noch nicht so gut lenken lässt bzw. an manchen Abzweigungen im Gelände erstmal über die Richtung diskutieren möchte

Damit man dann nicht so viel Druck auf das Maul ausübt dachte ich, dass es sinnvoll wäre es hauptsächlich über das Bosal zu lenken und nur wenig mit dem Trensenzügel.
Geschrieben von Felischa am 04.10.2009 um 21:11:
Das KB ist dazu gedacht Jungpferde einzureiten, dann kommt zu Gewöhnung die Kandare rein und später wenn das Pferd gut ausgebildet und an den Hilfen steht kommt das KB weg.
Eine Trense ist nicht in dem Ausbildungsweg vorgesehen.
Ich würd dann auch vorschlagen nur das KB zu nutzen, es sei denn Du möchtest keine Kandare und nutzt es nur für den Übergang zur Trense.
Aber das Problem "drunter oder drüber" ja das kenne ich nur zu gut
Ich glaub wir Europäer sind zu blöd dazu
Geschrieben von Frimi am 04.10.2009 um 21:14:
| Zitat: |
Original von Felischa
Eine Trense ist nicht in dem Ausbildungsweg vorgesehen.
Ich würd dann auch vorschlagen nur das KB zu nutzen, es sei denn Du möchtest keine Kandare und nutzt es nur für den Übergang zur Trense.
Aber das Problem "drunter oder drüber" ja das kenne ich nur zu gut
Ich glaub wir Europäer sind zu blöd dazu
|
Genau, mein Isländer wird nur auf Trense umgestellt und wird eh nie mit einer Kandare geritten werden.
Danke, dachte schon ich wäre alleine zu blöd
Geschrieben von Velvakandi am 04.10.2009 um 21:52:
Der Frage wie hoch, wie tief, wie weit, wie eng sollte eigentlich ja die Frage "Was will ich erreichen" voranstehen
Schnallt man das KB tief und eng, hat man zum Beispiel eine stärker beizäumende Wirkung und das Pferd kommt mit der Nase weiter rein. Hab ich ein Pferd was sich einrollt, dann würd ich eher eine hohe Verschnallung mit weiter Barbada wählen. Gibt das Pferd schon sehr fein nach, würd ich die Barbada weniger eng verschnallen als bei einem Pferd was dazu tendiert sich auf dem Zügel auszuruhen. Und das ganze wird natürlich noch getoppt von den verschiedenen Arten und Formen/Schärfen der Bosale und Barbadas. Das System ist recht ausgeklügelt aber auch recht umfangreich und für jemanden der sich noch nicht reingefitzt und alles durchdacht hat sicher auch sehr unübersichtlich. Geht mir auch oft so und ich reite schon viele Jahre mit KB. Trotzdem muß man sich immer wieder neu reindenken und schauen, was kann funktionieren und ist es wert probiert zu werden und was wäre in der Situation totaler Blödsinn.
Wenn das KB noch so steif und neu ist dass es vom Kopf absteht, dann würd ich mir das mal mit heim nehmen und bei einem gemütlichen Fernsehabend mal ein Stündchen durchkneten *g Am besten mit etwas Lederfett.
Ich hab auch öfter mal ein einfaches Gebiß mit KB kombiniert, entweder zur Umstellung oder teilweise auch als Dauerlösung. Die Ringe stehen nicht ab wenn alles gut zueinander paßt.
Und auch die meisten Kolumbianer bombardieren das Pferd nach der Bosalphase nicht direkt mit einer Kandare. Die Benutzen in der Regel erstmal eine Jetera und/oder ein Gummigebiß ohne Anzüge um das Prinzip "Gebiß" klarzustellen.
Geschrieben von Felischa am 11.10.2009 um 02:00:
| Zitat: |
Original von Velvakandi
Und auch die meisten Kolumbianer bombardieren das Pferd nach der Bosalphase nicht direkt mit einer Kandare. Die Benutzen in der Regel erstmal eine Jetera und/oder ein Gummigebiß ohne Anzüge um das Prinzip "Gebiß" klarzustellen. |
na ja ich bin ehr von den Peruanern ausgegangen, da habe ich jedenfalls noch kein normales Gebiss gesehen, aber die Zeiten und Ausrüstungsgegenstände ändern sich ja überall.
Aber auch ich bin noch lehrnfähig und freue mich über jede Information.
Geschrieben von Velvakandi am 11.10.2009 um 21:43:
Reiten die Peruaner traditionel ihre Pferde nicht eher mit dem peruanischen Bozal an? Ich weiß es nicht, dachte das nur. Ich kenne das kolumbianische Bosal am Peruanerkopf nur von den Leuten die von Richard trainiert werden. Und ich persönlich find das kolumbianische auch vielfältiger und besser geeignet als das peruanische, aber ich bin mit letzterem noch nie selbst geritten. Es macht nur halt immer so einen steifen Eindruck und man hat nur die seitlichen Zügel relativ weit oben auf der Nase.
Ob in Peru auch mit Jetera geritten wird? Das wär wohl mal eine Frage für Daja...
Geschrieben von Gateada am 12.10.2009 um 10:17:
Die Peruaner in Peru schon. Die Deutschen Peruaner-Reiter benutzen soweit ich Ihnen begegnet bin schon sehr häufig das kolumb. Bozal, ich habe das auch vor weil wie ich finde die Einwirkung differenzierter ist, es einfacher zu bekommen und auch günstiger ist und ein peruanisches Bozal einfach perfekt passen muss da es doch recht fest und tief verschnallt wird.
Ich finde es einfach sympathischer.
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