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Geschrieben von Vanessa84 am 16.12.2009 um 08:55:

  Wasserversorgung bei Minusgraden

Hallo!

Kleiner Tipp für Offenstaller:

jetzt im Winter ist das mit der Wasserversorgung so ne Sache...
Damit es nicht zufriert gibt es bestimmt einige Tricks.

Hier einer davon:

Eine Zinkwanne auf Steine stellen, mit Wasser füllen und unten drunter ein paar angezündete Grabkerzen. Fertig!

Vielleicht habt ihr auch noch ein paar Ideen???

LG Vanessa



Geschrieben von chipmuck am 16.12.2009 um 12:29:

  RE: Wasserversorgung bei Minusgraden

ja, das klappt gut mit den kerzen!
man kann die ganze wanne auch noch mit einem gehäuse aus hoz+ styropor
verkleiden- + kleine klappe zum kerzen anzünden! und natürlich oben die öffnung zum trinken-


wir haben schon seit jahren auf der winterweide eine LISTER weidepumpe
in einem THERMOTOP ( zb. von HOFMEISTER) auf einem hohen betonring vom baumarkt,
lücken ausschäumen und in den hohlraum im betonring kommt dann eine
gasflasche mit brenneraufsatz.
bei uns im norden mit eher nicht so vielen frostperioden kommt man
mit einer flasche über den winter!
im allgemeinen muß sie auch erst bei ca. -5° in betrieb genommen werden.

die fohlen lernen das bedienen ab ca 7-8 monaten, man muß halt auch öfter kontrollieren
oder mal mit schieben helfen....

tschüss!



Geschrieben von Smokey am 16.12.2009 um 13:49:

 

Hi,
leider ein leidiges Thema. Wir tränken allerdings (noch) aus Kunststoffkübel, da geht das leider nicht m.d. Kerzen unglücklich . Wir sind auf der Suche nach ner alten Badewanne aber bis wir die dann letztlich haben werden... zudem es doch auch gefährtlich ist mit Kerzen oder? Wir nehmen unser Wasser aus dem Bach, da haben wir letztes Jahr auch schon so unserer Schur gehabt als der zugefroren war geschockt .

Bin immer noch am überlegen wie wir das verbessern könnten, also wenn noch jemand Ideen hat, immer her damit.



Geschrieben von isparo am 16.12.2009 um 14:33:

 

Die Variante mit den Kerzen klappt bei mir auch nicht, weil ich Kunststoffkübel habe und die sind innerhalb vom Stall (daß das Wasser nicht so schnell friert).
Ich schleppe auch noch jeden Tag zweimal 2 - 25 Liter-Kanister warmes Wasser. Warm muß sein, damit das Eis, welches noch im Kübel ist, auftaut. Auf der Alb ist es halt nen Kittel kälter!
Bin auch über neue Tips dankbar. Augen rollen



Geschrieben von Vanessa84 am 16.12.2009 um 16:06:

 

Deshalb ja auch Zinkwannen, muss ja keine Badewanne sein.
Die gibts ja auch in klein. Vielleicht mal auf nem Trödel oder so gucken... oder hier
http://cgi.ebay.de/Alte-Zinkwanne-von-Sulo-Zinkbehaelter-oval-80-Liter_W0QQitemZ190355933550QQcmdZViewItemQQptZGarten_Parkeinrichtung?hash=item2c5219096e

LG



Geschrieben von MosaFina am 16.12.2009 um 17:15:

 

Zitat:
Original von isparo
Ich schleppe auch noch jeden Tag zweimal 2 - 25 Liter-Kanister warmes Wasser. Warm muß sein, damit das Eis, welches noch im Kübel ist, auftaut. Auf der Alb ist es halt nen Kittel kälter!
Bin auch über neue Tips dankbar. Augen rollen

Wir haben es letztes Jahr auch so gemacht und ich denke, dass wir das dieses Jahr auch wieder machen. Bei uns hat einfach jeder wenn er kam warmes Wasser mitgebracht. Die Pferde schlagen sich bei uns die Badewanne aber auch selbst frei, wenn es noch nicht zu sehr gefrohren ist.



Geschrieben von Smokey am 16.12.2009 um 18:20:

 

Letzten Winter hab ich sämtl. Thermoskannen mit kochendem Wasser mit zur Koppel geschleppt! Momentan ist es noch nicht so gefroren... aber der Winter kommt ja wohl auch erst noch, schätze ich. Diese Zinkwannen sind zu klein. Wir haben 6 Pferde u. da sind schon unsere Kunststoffkübel im Grund zu klein, daher der Gedanke eine alte Badewanne zu nehmen oder ne ausrangierte Gitterbox oben aufschneiden u. die Blase oben aufschneiden, so hätte man ne Menge Wasser aber da is auch nix mit wärmen mit offener Flamme unglücklich



Geschrieben von Velvakandi am 16.12.2009 um 22:17:

 

Warmes Wasser friert schneller wieder ein als kaltes Wasser. Ist wirklich so, die physikalische Erklärung hab ich allerdings veralzheimert cool Hatte glaub ich irgendwann mit den gelösten Salzen zu tun...



Geschrieben von isparo am 16.12.2009 um 22:22:

 

Ich hab glaub gelesen, daß es mit der Verdunstung zu tun hat.
Ich brauche trotzdem heiß, damit das gefrorene auftaut! sonst hab ich immer unten gefroren und oben drauf das frische kalte, das ja auch einfriert.



Geschrieben von Arravani am 17.12.2009 um 10:45:

 

Styrophur ist auch eine gute Lösung.

Großer Kübel:

innen mit Luftpolsterfolie auskleiden. Dann Boden und Wände mit Styrophur auskleiden. Kleineren Kübel reinsetzen. Mit Wasser befüllen.
Dann friert das Wasser lange nicht so schnell zu.

Pferde tränken, wenn man vor Ort ist mit:

Tee-Gemisch:

Kräuter-Teebeutel, oder auf Pfefferminze, mit kochendem Wasser aufgiessen, ziehen lassen und mit kaltem Wasser auffüllen. Die Pferde trinken das gerne und so decken sie schon mal ca. 10 Liter ihres Tagesbedarfes mit gut temperierter Flüssigkeit.



Geschrieben von Vanessa84 am 17.12.2009 um 11:07:

 

Super, sind ja schon einige Ideen geschrieben worden! Applaus Top OK

Da mein Futzi da nur 2-3 mal dran nippt (Tee) bekommt er ihn übers Futter!

Denn Futter würde er niemals stehen lassen! Augenzwinkern
Er bekommt momentan Fenchel-Anis-Kümmel Tee, gut für Magen und Därme und auch für die Atemwege. Sobald seine kleinen Hüsterchen weg sind gibts Brennnessel (für Fell) und Hagebutte (viel Vitamin C, für Fell und Hufe).



Geschrieben von Raio am 18.12.2009 um 11:05:

 

Hallo, wir nutzen einen alten Waschkessel von Bauknecht, der eine Feuerstelle im unteren Teil hat. Früher wurde so das Wasser in dem emaillierten Kessel zum Kochen gebracht. Wir stellen einfach Grablichte (Ölbrenner) in die Feuerstelle. Das hat sogar letzten Winter bis unter -20° funktioniert. In den Kessel gehen rund 100 l Wasser und die Ölbrenner halten ca. 4 Tage. Die Pferde können nicht an die Kerzen kommen, weil die Feuerstelle eine richtige Ofentür hat und das ganze Konstrukt besteht aus 2 runden Betonringen, an denen man sich auch nicht verletzen kann. Ist auch bleischwer, so dass die Pferde es nicht verschieben können. Im Sommer füllt sich der Kessel über die Wasserleitung und ein Schwimmerventil, im Winter bei abgestellter Wasserleitung füllt der SB ihn mit dem Wasserwagen. Funktioniert sehr gut.

Gruß Beate



Geschrieben von Smartie am 18.12.2009 um 11:22:

 

Hallo,

unser Heizungsbauer hat das Wasser für seine Tiere (hauptsächlich Geflügel immer mit heißen Ziegelsteinen "warm" gehalten.

Wer also mit Feststoffbrenner oder Kaminofen heizt, kann die Steine rein (Backfach oder so) oder rauf legen und dann sollten so ca. 4 Stück in nem großen Behälter rund 50-100l längerfristg frostfrei halten können.

Ich schreib wieder wenn ich es ausprobiert habe fröhlich

LG Smartie



Geschrieben von Vanessa84 am 06.01.2010 um 11:29:

 

Laut dem Buch "Was der Stallmeister noch wusste" soll auch ein schwimmendes Stück Holz im Wasser helfen, dass die Oberfläche nicht zufriert.
Angeblich würden die Pferde es sonst auch bewegen und somit das Eis immer wieder aufbrechen....

Werde es mal versuchen.



Geschrieben von fjoerdis am 06.01.2010 um 12:50:

 

Das mit dem Stück Holz machen wir auch. Funktioniert, aber bedingt. Sind die Temperaturen zu niedrig, friert auch das mit fest.



Geschrieben von Velvakandi am 06.01.2010 um 18:10:

 

Wenn die Wasserbottiche durchfrieren, wie bei uns derzeit nachts der Fall, dann kann man sich das Holz ruhig sparen, bringt gar nichts. Das hilft nur bei wenigen Graden unter 0 und wenn es nur so ein bißchen kalt ist, braucht man sowas eigentlich auch nicht. Zumindest unsere Pferde sind clever genug das Eis dann einfach kaputt zu machen.



Geschrieben von Felischa am 16.01.2010 um 01:42:

 

Das leidige Thema unglücklich

bei 5 Pferden hohen Heuverbrauch durch die Kälte, steigt der Wasserverbrauch auch enorm.

Habe 3 Badewannen und 2 Regenfässer

1 Wanne ist komplett dicht Teufel
1 steht draussen und wird von den Pasos immer schön zerkleinert
1 steht im Offenstall und friert nur bei -10 ein
die beiden Fässer halten erstaunlich lange

Ich habe eine Handpumpe mit Entlüftung daher friert die nie ein, Wasser anpumpen dann eine Mortorpumpe anschalten und schon läuft 7 Grad warmes Wasser aus dem Boden, da taut auch das Eis wieder auf großes Grinsen

Für die nächste Saison werde ich die Wannen nun mit Syrodor und Holz verkleiden und mit den Gasbrennern versuchen, allerdings nicht im Stall fröhlich

Schaun wir mal....

Übrigens alles was schwimmt Holz, Bälle, Styropor wird entweder "zerspielt" oder friert trotzdem ein.
Ein Batteriebetriebens Boot hielt bis -8 Grad frei, aber das Fohlen traute sich 3 Tage nicht an die Wanne Augen rollen und die Eimerschlepperei wurde dann auch lästig.

Wer Strom hat, kann auch diese Fischteichpumpen nutzen, die Blubberblasen halten das Wasser lange frei, aber die Kabel bitte Nagersicher verbauen.
Mein Hengst hat mit vorliebe das Luftkabel zerkaut Teufel

Ansonsten der Frühling naht...ganz sicher.....



Geschrieben von Gikki am 22.01.2010 um 12:52:

 

Ich muss nur immer genug Pferde auf dem Paddock haben, dann bleibt auch bei -15 Grad ein Trinkloch frei Augenzwinkern Also oben in der Badewanne ist alles gefroren, bis auf ein Loch, durch das sie trinken. Das Wasser drunter friert nur an den Rändern. Ich brauche nur genug nachzufüllen. Sehr praktisch Augenzwinkern



Geschrieben von sylvie am 28.01.2010 um 20:38:

 

Wir fahren morgens und abends heißes Wasser in Kanistern zur Koppel.
Unsere 5 1000liter Fässer sind zwar alle voll mit Wasser, aber natürlich jetzt zu riesen Eiswürfeln mutiert.

Mit dem heißen Wasser klappt das super.
Morgens und abends drei Kanister rein und die Pferde haben kein Problem mit dem Wasser.
Wenn dann bildet sich nur eine dünne Eisschicht die sie leicht kaputt gemacht bekommen und die sich dann bei der nächsten Fuhre Wasser mit auflöst großes Grinsen



Geschrieben von Baron am 29.01.2010 um 08:05:

 

Wie Rajo schon schreibt: Wenn man ein Metallgefäß zum Tränken hat kann man unter dieses ein Gestell basteln wo man dann eine Grabkerze (24h-Brenner) drunter stellt um das Wasser auf über 0 Grad zu halten. Dafür muss der Bottich natürlich an einer Stelle sein wo kein Stroh/Heu drumherum ist. Evtl baut man zusätzlich eine Kiste um das Ganze.


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