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Geschrieben von Smokey am 12.10.2010 um 15:57:
Pferd hält nicht an, wenn wir i.d Gruppe reiten
Hallo Leute,
hier bei uns herrscht traumhaftes Herbstwetter u. am Wochenende haben wir zu 5. (alles Pferde aus der Herde) einen wunderschönen Ritt in die Weinberge zum Kastanienfest bei der Villa Ludwigshöhe gemacht. Soweit waren die Pferde supergut drauf, obwohl es bergauf auf dem Hinweg doch anstrengend für die Hotte war!
Auf dem Heimritt, liesen wir es dann durchaus auch mal etwas schneller laufen. Um auf den Punkt zu kommen, sobald wir in den Galopp gehen u. andere vorne raus "schießen" hab ich keine Chance meinen Dicken anzuhalten

. Ich ahb alles versucht, ich kann mich i.d. Sattel setzen wie ich will u. dann eben auch die Zügel annehmen wie ich will, er hält dann erst an wenn die anderen anhalten bzw. stehen. Und ER rennt dann fast hinten auf

. Das macht mich nicht nur rasend, sondern es ist auch ein gefahrenpunkt dem ich mich ungern aussetze! Er hat anzuhalten wenn ich das will, aber was kann ich noch tun um ihn zum langsam machen od. anhalten zu bringen ?!?!? Abwenden auf nen Zirkel lässt er sich dann natürlich auch nicht , hab ich schon versucht!
Kennt das jemand von euch? Habt ihr Tips od. Tricks für mich? Finde das nicht sonderlich witzig aber weis nicht was ich noch machen kann?!?! Auf dem Platz od. wenn wir nur zu 2. sind geht das noch aber sobald wir mehrere sind, lässt er sich nicht bremsen...
Geschrieben von Smokey am 12.10.2010 um 16:58:
Hey, cool, Danke

, das hört sich echt easy an! Muss ich mir mehrmals durchlesen zum "verinnerlichen" nicht dass ich dann auf Hotte sitz u. erstmal überlegen muss.. "wie war das nochmal...."

. Aber probieren werde ich das!!!
Bin sehr gespannt u. sobald ich das probiert habe, erzähl ich ob das wirklich geklappt hat. Aber hat denn jemand mit der Methode schon sein Ziel erreicht, hier ausm Forum mein ich? Würd mich einfach interessieren
Geschrieben von sigga am 12.10.2010 um 19:19:
Ich hab das mal mit meiner (auch wenn ich da nicht auf gute oder schlecht Seite geachtet hab und es am Reitplatz und nicht im Gelände war) in gewisser Weise ausprobiert. Auch wenn es wahrscheinlich nicht ganz fair war, weil sie wohl vor Schmerzen davongelaufen ist und nicht einfach durchgegangen ist, hat es doch gut funktioniert, sie auf eine Seite ganz eng zu biegen.
Vor längerer Zeit mal hab ich bei einem Ausritt mal ein durchgehendes Pferd durch einkreiseln zum Stehen gebracht, wobei ich da auch auf Anraten das Pferd auf eine Seite ganz eng gemacht hab.
Und wenn ich gerade an meine Reitstunde von gestern erinnere (ausnahmsweise mal auf einem Schuli, der früher so ein typisches Abteilungspferd war und immer noch gewisse Macken hat, auch wenn er Unterricht wo er jetzt ist, absolut ohne Abteilungsreiten stattfindet), dann kann ich das auch bestätigen. Er biegt sich selber nämlich immer in eine Richtung und wollte mit mir beim Galoppieren aus dem Viereck raus (Tor war nicht zu). Als ich in die ihm nicht so liebe Seite eng gemacht hab, ist er brav stehen geblieben.
Scheint also durchaus eine brauchbare Methode zu sein um eine Notbremse zu haben...
Geschrieben von Sanni am 12.10.2010 um 19:50:
Ja, das durfte ich vor ein paar Jahren mal unfreiwillig testen, als neben Pferdi und mir plötzlich ein im Boden versteckter Wassersprenger losging
Durch einen tollen Zufall (gibt es ja manchmal) hatte mir nur ein paar Tage vorher das jemand auf einem Reitplatz ebenfalls unfreiwillig vorgemacht und mir den Trick auf Nachfrage verraten.
In den beiden Fällen hat es immerhin funktioniert, bei dem Kringel reiten habe ich schon mal den Abflug gemacht, weil der Kringel plötzlich schneller und enger war, als geplant...
Geschrieben von Smokey am 12.10.2010 um 19:55:
Haha, oh da wäre ich auch schnell unten bei engem u. zu schneller Volte.. wobei ich bei meinem das Problem ja habe dass er sich nicht abwenden od. gar auf ne Volte reiten lässt, wenn er am durchgehen oder zu schnell ist. Daher bin ich jetzt gespannt ob DAS funzt.
Aber scheint wohl so zu sein wenn ich hier lese
Geschrieben von rivera am 12.10.2010 um 20:15:
tip: in einer gruppe vorerst nicht galoppieren, wäre mir zu gefährlich für tests, ob eine neue methode funktioniert.
Geschrieben von Mariönsche am 13.10.2010 um 10:58:
Hai!
In der Oktober-Ausgabe von Pegasus ist ein Artikel über dieses Thema. Vielleicht hilft Dir das ja!
Grüßle,
Önsche
Geschrieben von Smokey am 13.10.2010 um 12:34:
Hi,
klar, ich versuch das erst evtl. heut Nachmittag zu 2. u. auch erstmal zum abbremsen
Hm, Artikel wäre sicher interessant aber in unserem Kaff gibts leider KEINEN Zeitschriftenladen der mir Pferdezeitschriften anbietet, auch nicht die Cavallo

. Da müsst ich wohl explizit im Pferdeladen reinschaun?! Aber danke für den Tip, vielleicht find ich irgendwo ein Exemplar...
Geschrieben von Felischa am 13.10.2010 um 13:32:
Tips und Tricks....das sind doch nur Notlösungen für den NOTfall, aber keine Dauerlösung.
Glaube mir die Methode kann, muss aber nicht funktionieren, in meinem Fall führte sie zu einem schweren Unfall, da das Pferd zu Fall kam und beide über die Strasse schlitterten.
Mein Hanno und meine RB
Bei deinem geschilderten Fall ist es ehr ein Ausbildungsdefizit und ich würde vom Anfang anfangen, erst alleine üben, dann zu 2t dann mit mehreren im ruhigen Themo, oder mich von solchen Reitern fern halten.
Wir hatten hier auch so eine Caotentruppe, keiner hatte sein Pferd so wirlich unter Kontrolle, fanden es aber nicht schlimm, bis der eine mit Hubschrauber abgeholt wurde und beinahe ein "Krüppel" geblieben wäre.
Heute kann er unter Schmerzen wieder laufen, aber reiten,..nie wieder...
Deiner hat einen ausgeprägten Herdentrieb, den kann man nicht so einfach "ausschalten" irgendwann hat er auch da genug Muskeln und dir fehlt die Kraft.
Galopp in der Gruppe erfordert schon ein gewisses mass an Kontrolle und Ausbildung, alles andere ist tödlicher Leichtsinn und Lotto auf Kosten anderer.
Geschrieben von Sanni am 13.10.2010 um 13:53:
Hallo, Felischa!
Da gebe ich Dir natürlich grundsätzlich Recht. Aber jedes Pferd ist nur ein Pferd und kann aus welcher Situation heraus auch immer mal durchgehen. Dabei ist bei echter Panik dann auch die gute Erziehung vergessen. Pferde bleiben unberechenbar und das würde ich niemals vergessen.
Und leider ist meistens die nächste Straße nicht weit weg.
Ich finde, man muss hier ganz klar trennen zwischen der Reitausbildung, in der man natürlich auch das Reiten in der Gruppe vorsichtig nach eigenem Ausbildungsstand und dem des Pferdes aufbauen muss.
Dennoch würde ich auf meine eigenen Reitkünste oder die Ausbildung meines Pferdes nie so weit vertrauen, dass ich nicht noch Plan B in der Tasche habe.
Und mal ehrlich: Eine Vollbremsung mit dem Auto ist auch keine Garantie, dass es nicht doch kracht. Aber ich habe trotzdem ein Sicherheitstraining absolviert, in dem das mal geübt wurde.
Geschrieben von rivera am 13.10.2010 um 15:20:
kleiner unterschied: beim auto funktioniert die bremse in der regel.
ich glaube nicht, dass der beschriebene tip funktioniert, vor allem nicht, wenn das pferd schon in vollem lauf ist, auf solche handlungen des reiters wartet (spätestens beim zweiten mal) und/oder der reiter ängstlich wird.
schritt für schritt im gelände üben, mit verantwortlichen reitern, die informiert sind über das problem, rücksicht nehmen und ihre pferde auf jeden fall kontrollieren können, ist der richtige weg.
grundsätzlich nicht mit leuten ausreiten, auf die man sich nicht verlassen kann oder, die heizen.
Geschrieben von Sanni am 13.10.2010 um 15:32:
Kannst Du denn zu 100% sicher sein, dass
- wenn man mit zuverlässigen Leuten unterwegs ist
- das eigene Pferd gut ausgebildet ist
- man selbst gut reiten kann
das Pferd niemals duchgeht? Wenn ja, sag mir bitte, wo ich so ein Wunderpferd kaufen kann.
Es geht darum, für echte Notfälle vorbereitet zu sein, nicht um das normale Anhalten aus einem Galopp im Gelände.
Und es geht darum, einen Notfall vielleicht auch mal zu üben. Sich nur daruf zu verlassen, dass man selbst ein toller Reiter ist und das Pferd ja super ausgebildet ist, halte ich für fahrlässig. Wenn man der Argumentation folgt, braucht man ja auch keinen Helm.
In meinem Beisein hat der Tip übrigens schon zweimal funktioniert, das habe ich bereits beschrieben.
Und noch etwas: Alle haben funktionierende Bremsen an ihren Autos. Aber im Sicherheitstraining war nicht einer dabei, der sie ohne das Training richtig benutzt hat....
Geschrieben von Mariönsche am 13.10.2010 um 15:55:
Hallöööö!
Also der Artikel in der Pegasus beschreibt, wie man langsam anfängt und gehört eher zur Ausbildung als dass er als Notfallplan anzusehen wäre. Im Großen und Ganzen wird da beschrieben, wie man mal von den anderen wegreitet, sich dann mal überholen lässt etc. und das alles erst im Schritt, dann langsamem Trab bis hin zum Galopp. Es wird kontinuierlich gesteigert. Es ist bestimmt nix Neues, denn sogar ich als Wald-und Wiesenreiter bin von selbst auf diese Methode gekommen. Wenn Pferd immer hinter den anderen her will, muss man eben üben, dass er auch mal zurück bleiben muss. Bei meinem klappt das mittlerweile schon ganz gut. Hin und wieder versuchen unsere noch ein Wettrennen zu veranstalten, lassen sich nun aber davon abhalten, was ja am Anfang nicht möglich war. Trotzdem. Durchgehen konnte ich das bei meinem nicht nennen. Eher Lauffreude und so ein kleines Wettrennen mit seinem Kumpel war zu verlockend...
Die oben beschriebene Methode ist allerdings nur im äußersten Notfall anzuwenden, wenn es wirklich nicht mehr anders geht, wie ich finde. Ich habe sie noch nicht eingesetzt oder einsetzen müssen. Ich hoffe, dass bleibt auch so.
Wünsche viel Erfolg! Das wird schon! Manchmal erscheinen einem Probleme riesig, bis man merkt, das es dann doch nicht so schwierig ist.
Mir geht´s ständig so.
Liebe Grüße,
Önsche
Geschrieben von Smokey am 13.10.2010 um 16:09:
Hm,
nunja, nicht jedes Pferd hat eine supertolle Ausbildung

. Was mein Pferd betrifft, schätze ich mal dass er nie wirklich eine hatte.... kurz eingeritten, verkauft, fertig. Dazu kommt (so vermute ich mal nach dem was ich bisher weis) dass er nur von Leuten geritten wurde die wohl auch keine sonderlich gute Ausbildung besaßen...

. Ich will auch nicht von mir behaupten dass ich ne super Ausbildung hätte (schön wärs) aber außer normalen Reitunterricht als Kind und immer mal wieder priv.Stunden seit ich mein Hotte besitze aber mehr auch nicht.
Normal lässt er sich ja gut händeln auch in unserer gewohnten Gruppe!!! Aber manchmal haben sie den Wurm drin, da spielt wohl auch das Wetter mit, die Tatsache dass ich ihn nicht ausreichend auslasten kann sicher auch und dann machts natürlich irre Spaß wenn alle zusammen ne Runde drehen u. es dann auch noch zügig voran geht. Ich denke er war einfach hochgespult, denn es war mir auch nicht mögl. ihn im normalen Schritt zu halten, er hatte ständig den 2.Gang drin

.
Ich werde oben beschri. Methode mal zum Abstandhalten ausprobieren u. zum langsam machen, dann seh ich ja wie er drauf reagiert.
Hier krieg ich oftmals nur gesagt ich soll ein schärferes Gebiss rein machen, aber davon halte ich eben nix.
Geschrieben von Sanni am 13.10.2010 um 16:18:
| Zitat: |
Original von Smokey
Hier krieg ich oftmals nur gesagt ich soll ein schärferes Gebiss rein machen, aber davon halte ich eben nix. |
Richtig so!

Mit immer schärferen Gebissen erreichst Du auf Dauer nur das Gegenteil.
Geschrieben von Smartie am 13.10.2010 um 16:35:
Nur mal so nebenbei,
ich hab das Glück, dass meine Kleine super gut auf "Whoa" konditioniert wurde.
Man sagt "Whoa" und Pferd steht

, klappt auch bei "BACK" super
Meine beiden Alten hören auch gut auf Stimme, nur eben auf ihre bekannten deutschen Signalwörter, "Haaaaaalt", "Laaaaaaangsam", "Steeeeh".
Inzwischen können sie aber auch schon englisch verstehen, bzw. "BT" deutsch, weil wir ja schon ein paar mal zu viert unterwegs waren

, und damit sich drei Pferde nicht ineinander verheddern beim führen, muss man schon mal zwischendurch anhalten... "WHOA-Haaaalt"
Das kann auch nie schaden, wenn Pferd auch etwas aufs Wort hört, bei schlecht kontrollierbarem Galopp vielleicht auch auf "Teeeraab", weil es das z. B. vom Longieren kennt ...
Ob´s was beim echten Durchgehen hilft, hab ich nie ausprobieren müssen, kann ich daher nicht sagen

Aber das ist ja auch vom Individuum und der Situation abhängig, oder?
LG Smartie
Geschrieben von rivera am 13.10.2010 um 19:57:
| Zitat: |
Original von Sanni
Kannst Du denn zu 100% sicher sein, dass
- wenn man mit zuverlässigen Leuten unterwegs ist
- das eigene Pferd gut ausgebildet ist
- man selbst gut reiten kann
das Pferd niemals duchgeht? Wenn ja, sag mir bitte, wo ich so ein Wunderpferd kaufen kann.
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keiner kann garantieren, dass ihm ein pferd niemals durchgeht. darum ging es hier ja auch nicht. mein rat bezog sich auf smokeys situation konkret. sie hat schon ein problem mit dem anhalten in der gruppe und sollte nicht in solchen gruppen ausreiten, weil es ja ein notfallrezept gibt. das ist meine meinung.
ich finde es generell bedenklich, mit leuten auszureiten, die unzuverlässig sind. dazu zählt für mich zb auch gangartenwechsel ohne absprache etc. gerade wenn man merkt, dass das eigene pferd noch nicht gut genug ausgebildet ist, kann man das aber absolut nicht gebrauchen.
davon abgesehen gibt es immer mal tage, an denen das eigene pferd jeck ist, wetterbedingt zb oder durch eine neue gruppe angestachelt. es sind halt lebenwesen mit eigener meinung und gefühlen.
dein vergleich mit dem helm hinkt, den kann man ja auch gebrauchen, wenn die äste mal tief hängen oder das pferd stolpert und stürzt.
der unterschied mit dem auto bleibt, dass dieses anhalten wird. vielleicht nicht so schnell wie nach dem sicherheitstraining aber es wird. das pferd nicht unbedingt.
Geschrieben von Sanni am 13.10.2010 um 21:46:
Dann würde es Smokey vermutlich helfen, wenn Du ihr konkrete Ratschläge geben könntest, wie sie diese Situation denn dann verbessern kann, ohne sie jemals unter realistischen Bedingungen zu üben.
Geschrieben von Smokey am 14.10.2010 um 09:12:
Moin,
so, also waren gestern draußen aber Hotte war mal wieder etwas am "spinnen" u. das fing schon wenige Meter nach der Koppel an. Ist ja nicht so dass er keinen Traktor kennt aber da stand so ein doofes Ding plötzlich ganz frech auf'm Acker und Smokey dachte dann mal er MUSS da KEINESFALLS dran vorbei

. Da ich nicht alleine war u. meine Begleiterin noch nicht lange reitet, wollte ich die Situation nicht eskalieren lassen u. stieg eben ab u. dem ganzen den Wind aus dem Segel zu nehmen

. Wir haben das Anhalten wie oben beschr. aber noch nicht probiert.... sind nur gemütl. dann unterwegs gewesen.
Meine RL hält davon nix,hat damit schlechte Erfahrungen gemacht.. sie meint das Beste ist eben üben, üben u. üben... naja, so viele R.std. kann ich gar nich nehmen wie ich dazu wohl bräuchte "hüstel" ist auch immer ne Sache des Kleingeldes

und der freien Zeit. Jetzt kommt der Winter,die Tage werden wieder kurz u. oftmals kann man den Platz od. Roundpen wochenlang nicht nutzen

. Zumal aufm Platz die Situtation ne ganz andre ist. Ich müsste im Gelände üben können, haha.
Was das zuverlässige ANHALTEN angeht, ich beneide die, die Pferde haben die das so tun, gerade die Westerngerittenen.... ich will das STEH mal gezielter üben
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