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Geschrieben von Schuengal am 10.11.2011 um 09:20:

  MM aus Brasilien

Hallo,

mich interessiert brennend, ob jemand von euch sein MM direkt aus Brasilien gekauft hat?

Mich würde interessieren wie so etwas abläuft. Ich meine damit die Papiere, Auswahl des Pferdes, Transport, Kosten etc.



Geschrieben von rivera am 10.11.2011 um 14:30:

 

ich habe nur so im hinterkopf, dass ein 3er container bei 10.000 euro kostet.



Geschrieben von Smartie am 10.11.2011 um 14:53:

 

Unsere US Quarantäne und Import war bei ~5000$ und meine Import-Vermittlerin (Almut Cooper von ACE Westernhorses) meinte "Pferde Import von Südamerika sei , ihrer Meinung nach, deutlich! teurer ... "

Außerdem musst du noch 350€ für Tierarzt in Amsterdam oder Luxemburg, 95€ für einen Stutbucheintrag und ab nächstem Jahr(?)
19% Mehrwertsteuer auf Pferde-Einkaufspreis + Quarantäne + Flugkosten rechnen.



Geschrieben von Schuengal am 10.11.2011 um 15:05:

 

Und wie streßig ist das für die Pferde? Wie lange dauert alles mit Quarantäne?



Geschrieben von rivera am 10.11.2011 um 18:33:

 

südamerika ist schon für menschen-flüge deutlich teurer als usa.
die 10.000 sind reine flugkosten, quarantäne wird meist auf dem gestüt selbst geleistet, das ist bestimmt unterschiedlich mit den kosten.
inwieweit da vielleicht auch noch zoll dazukommt - keine ahnung.
stressig ist so ein flug auf jeden fall: start und landung sowieso, 20 + x stunden quasi im ständer im container mit vielleicht unbekannten pferden daneben, klima- und futterumstellung, fremde menschen,.....kulturschock???

die idee, so ein pferd aus südamerika günstiger als in deutschland zu bekommen, ist wohl nicht realistisch. falls deine fragen hierauf abzielten.



Geschrieben von Geli am 10.11.2011 um 18:37:

 

Wir haben unsere Stuten 1996 aus Brasilien importiert. Damals waren die Containerkosten etwas niedriger, insgesamt bewegte sich der Preis aber schon in dem Bereich, den Stuten auch hier in Deutschland gekostet haben. Die Stuten waren gedeckt und haben die Fohlen auch behalten, eine der drei Stuten hatte nicht aufgenommen.
Es war sicher Streß für die Pferde, vor allem die Präparation, da damals die Einreisebestimmungen sehr streng waren und die Pferde diverse medizinische Behandlungen über sich ergehen lassen mussten. Dazu kam die Quarantänezeit in Brasilien, was hier nicht so schlimm war, da sie in ihrer Gruppe zusammen stehen konnten (zu dritt), der lange Transport von Belo Horizonte nach Sao Paulo und dann der Flug.
Unsere Pferde kamen von Haras Cheyenne und wir hatten das große Glück, daß die Züchterin die Pferde wirklich sehr gut vorbereitet hat, u.a. hat sie sie daran gewöhnt, immer länger drin zu stehen, da sie ja auch gut zwei Tage im Container stehen mussten und das so nicht kannten. Sie hat die Pferde begleitet, hat das ursprüngliche Futter mitgebracht, und, und... Als sie in Amsterdam ankamen waren sie eigentlich recht fit, sicherlich müde. Das hat man vor allem dann gemerkt, als sie endlich bei uns in der Nordheide waren (wir haben sie mit einem Spediteur fahren lassen) Sie waren ruhig, aber als sie sich endlich wieder frei bewegen konnten, waren sie ganz schnell wieder fit. Klar lässt man ihnen anfangs ein wenig Zeit, aber da ja auch hier noch mal zwei Wochen Quarantäne dazu kamen, war das okay. Sie sind im Sommer gekommen, so daß es auch nicht zu kalt war, und das Highlight für sie war natürlich das Gras, da in Brasilien ja bereits Winter war und sie nur noch wenig zu knabbern hatten. Hier sollte man auch unbedingt aufpassen mit gleich auf die Weide uns so!! Insgesamt würde ich es durchaus wieder machen, unter den oben genannten Bedingungen.

Geli



Geschrieben von rivera am 13.11.2011 um 20:12:

 

aktualisierung der importkosten:
all incl. 6500 pro pferd von brasilien nach deutschland. geschockt


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