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--- Sollten Gangpferde beschlagen sein? (http://www.dasgangpferdeforum.de/thread.php?threadid=4758)
Geschrieben von Smokey am 08.02.2012 um 21:21:
Sollten Gangpferde beschlagen sein?
Sorry wenn ich das etwas dämlich frage, aber irgendwie kommt bei div. Gesprächen immer wieder Meinungen zu Tage dass Gangpferde beschlagen sein müssten/sollten. Ist da was dran? Was wäre der Grund?
Hier reiten doch viele barhuf oder etwa nicht? Auch Gangpferde?! Rückt mal bitte mit euren Erfahrungen/ Meinungen raus. Danke!
Geschrieben von walkaloosa am 08.02.2012 um 21:28:
Bei Gangpferden ist das nicht anders als bei allen anderen Rassen...
Manche schwören auf Eisen, andere auf Hufschuhe und wieder andere auf Barhuf. Kommt ja auch immer auf die Hufe des Pferdes an, die Bodenbeschaffenheit, wie häufig man reitet etc. etc.
Auf jeden Fall wüßte ich nicht warum ein Gangpferd zwingend beschlagen sein muss. Einige unserer Foxtrotter laufen ausschlißelich Barhuf bzw mit Hufschuhen und das klappt einwandfrei...
Geschrieben von Smokey am 08.02.2012 um 21:32:
naja, es heißt ja oft, die Gänge werden besser... immer wieder seh ich hier ja auch Isis mit Gewichten a.d Hufen u. frag mich eben "für was?!" Muss das sein?
Eisen? Bewirken sie wirklich was im Bezug auf den Gang od. dienen sie wirklich nur dem Huf als "Schutz"?
Geschrieben von Smartie am 08.02.2012 um 21:35:
Ich denke ich werde BT eher nie beschlagen lassen, weil sie irre harte Hufe hat und auch auf groben Schotter bisher überhaupt nicht (NIE) fühlig war. Und die Gänge muss ich auch nicht "verbessern"/ verschieben
Unsere Scheckstute (war immer US-typisch

schwerer beschlagen) ist eher fühlig(er), so dass sie entweder Hufschuhe zumindest für vorne bekommt, oder einen Beschlag bekommt, wenn sie deutlich mehr geritten wird ...
Da beides Gangpferde der glechen Rasse sind, siehst du wie "pauschal" so eine Frage zu beantworten ist ...
Geschrieben von rivera am 08.02.2012 um 22:02:
natürlich kann man mit eisen am huf etwas am gang ändern, vor allem, wenn man unterschiedlich beschlägt. genauso mit glocken zb.
ob man das möchte, ist eine andere frage.
und nicht jeder, der beschlägt, möchte damit etwas am gang ändern. ich schätze, dass es häufiger aus schutz-gründen geschieht, andere nehmen dann hufschuhe...
es kommt immer darauf an: veranlagung vom pferd, haltung vom pferd, bodenverhältnisse, reitbeanspruchung, einstellung des reiters.....
ich persönlich bin kein freund davon, mit gewicht etwas am gang zu ändern....
Geschrieben von Sanni am 09.02.2012 um 08:31:
Ich auch nicht. Ein Beschlag kommt für mich dann in Frage, wenn es mal aus irgendwelchen Gründen wirklich notwendig werden sollte. Fühligkeit zählt zunächst einmal auch nicht dazu.
Chief ist aktuell auf grobem Schotter auch fühlig, aber das müsste sich mit mehr Training auf unterschiedlichen Böden ja geben.
Also, dass Gangpferde oft mit schweren Eisen (oder schlimmerem) beschlagen werden, hat nur den Grund, sie zu mehr Beinaktion zu bringen oder z.B. auch Schrittfolgen in die gewünschte Richtung zu manipulieren. Vielleicht kommt das Bild, dass Gangpferde beschlagen sein müssen, daher.
Geschrieben von Gosa am 09.02.2012 um 12:37:
Mein Wallach geht über steinige Wege sehr fühlig. Deshalb wird er in den
Monaten, in denen er am meisten geritten wird, auch beschlagen. Nur vorne.
Das reicht.
Meine Stute geht über alles völlig problemlos. Warum also beschlagen?
Auf Isländerhöfen sieht man meist, daß die Ponys auf allen vieren beschlagen
sind. Alle! Ich kann das nicht nachvollziehen.
Meine Schwester läßt ihre Isländerin 4x pro Jahr auf allen 4en beschlagen.
So war das, bevor sie ihr gehörte und sie behält das so bei.
Mit dem Geld könnte sie ihre Autoversicherung zahlen und sich noch was
dazu leisten.
Wenn es nicht anders geht, dann hilft es halt nix.
Wobei es im Fall meiner Schwester so ist, daß sie nicht weiß, ob die Stute
barfuß laufen könnte.
Ich bin gegen Beschlag, wenn der nicht sein muß!
Außerdem hört man immer wieder, daß die Gänge durcheinander geraten,
wenn die Eisen abkommen. Gibt ja manchmal Probleme durch den Beschlag,
wo man dann am Besten mal ne Zeit ohne Eisen reiten muß, damit sich der
Huf wieder erholen kann.
Dann ist die Fühligkeit noch viiiel schlimmer. Zumindest ist es bei meinem
Wallach so.
Das regeneriert sich nach einiger Zeit.
Wenn bei ihm im Herbst die Eisen runterkommen, muß ich eben aufpassen,
wo ich reite. Weiche Wege wählen oder auf steinigen Wegen den Rand auf-
suchen (das macht er ja selber

). Glatte harte Flächen wie Teerstraßen
machen ihm nichts aus.
Geschrieben von Smokey am 09.02.2012 um 14:32:
Naja, ich persönlich halte von Beschlag eigentl. nix, nachdem ich mein Hufseminar gemacht hatte u. dort mal vor Augen sah, WAS ein EISEN mit dem HUF eigentlich anstellt

. Seit dem graust mich der Gedanke an Eisen! Aber mal von der Willkür der Menschen abgesehen (das muss eben jeder für sich entscheiden) gäbe es ja auch noch den Kunststoffbeschlag.
Ich will am Gang meines Pferdes NIX ändern, also nicht aufs perfekte ausfeilen. Er soll soweit sauber laufen mehr brauch ich als reine (!) Freizeitreiterin auch nicht.
Hat mich nur mal interessiert...
Aber trotzdem Thema Beschlag, hat wer Erfahrung mit Kunststoffbeschlägen? Sind die von den Eigenschaften dann "besser" für den Huf als Eisen? Ich will ja nicht wirklich beschlagen aber ich frag mich halt, bis wohin kann man Fühligkeit verantworten? Ich hab ja auch gesagt bekommen, wenn man mehr Schotterwege oder eben steinige Wege geht, wird das besser. Gott sei Dank gibts bei uns kaum welche aber darum kann ich das in sofern auch nicht üben. Wenn ich drum herum gehen kann - ok. Ich zwinge meinen Dicken nicht drüber... außer es geht eben mal nciht anders.
Aber der gefrorene Boden jetzt ist halt ein Problem u. ich frag mich halt ständig ob ich ihm da helfen kann . Würde da ein Kunststoffbeschlag (zweitweise z.b.über Winter) helfen? Ist das für das Pferd nicht auch doof diese Umstellung, mal mit mal ohne?! Und könnte man z.b. auch nur hinten beschlagen? Aber dann steht das Pferd doch nicht gerade - wisst ihr wie ich meine?
Sind alles Gedanken die mir halt im Kopf rumspucken, weil ich nicht weis ob ich das fühlig sein so hinnehmen soll/kann (es ist ja wie gesagt so extrem nur jetzt bei Frostboden) oder so lassen auch wenn er über die Koppel stackst? Reiten muss ich ihn ja i.d Zeit nicht der Frost dauert ja nicht ewig.
Geschrieben von gegy am 09.02.2012 um 16:10:
Hallo meine Isländer laufen ohne Eisen.
Von vielen belächelt..... aber meinen Pferden geht es damit gut.
Wir gehen 4x die Woche 2-3 Std. ausreiten und es ist alles in Ordnung.
Unsere Wege sind asphaltiert, geschottert und auch ein Wiesenboden... (der ist aber eher selten) steht uns zur Auswahl.
Hör einfach auf dein Pferd das sagt schon ob es ok ist.
LG gegy
Geschrieben von Gosa am 09.02.2012 um 16:22:
| Zitat: |
gäbe es ja auch noch den Kunststoffbeschlag.
|
Oh, ja, die gibt es auch noch!
Was für das Pferd besser ist, kann ich nicht sagen. Aber...
...ich hatte meinen Wallach mit Kunststoffbeschlag beschlagen. Da er nur
die Vorderhufe mit Eisen (seis Eisen oder Kunststoff) versehen bekommt, kam
er ganz schön komisch daher mit den dicken Klötzen
| Zitat: |
Hallo meine Isländer laufen ohne Eisen.
Von vielen belächelt..... aber meinen Pferden geht es damit gut.
Wir gehen 4x die Woche 2-3 Std. ausreiten und es ist alles in Ordnung.
Unsere Wege sind asphaltiert, geschottert und auch ein Wiesenboden... (der ist aber eher selten) steht uns zur Auswahl.
Hör einfach auf dein Pferd das sagt schon ob es ok ist.
|
dito!
Das mit dem Belächeln kenne ich auch. Da kommen dann so Sprüche wie:
"Ihr schleicht aber daher"
Geschrieben von Funny_Girl am 09.02.2012 um 16:47:
| Zitat: |
Original von Smokey
Naja, ich persönlich halte von Beschlag eigentl. nix, nachdem ich mein Hufseminar gemacht hatte u. dort mal vor Augen sah, WAS ein EISEN mit dem HUF eigentlich anstellt
. Seit dem graust mich der Gedanke an Eisen! Aber mal von der Willkür der Menschen abgesehen (das muss eben jeder für sich entscheiden) gäbe es ja auch noch den Kunststoffbeschlag.
. |
Naja, es kommt auch immer auf den Schmied an! Es gibt leider viele Schmiede, die den Huf dem Eisen anpassen und nicht umgekehrt.
Ein guter Schmied nimmt sich Zeit, lässt sich das Pferd vorführen (in Schritt und Trab bzw Walk/Tölt o. ä.), begutachtet eingehend die Stellung des Pferdes und bearbeitet dann erst den Huf.
Ich habe Gott sei Dank das Glück, solch einen Schmied zu haben - er stellt mir meine Pferde, die im Winter (Oktober - März/April) barhuf gehen und im Sommer (April - September) vorne beschlagen werden immer gut.
Ich kenne viele Pferde, bei denen die Schenkel an den Trachten total eng geschmiedet werden, dementsprechend sehen die Hufe aus.
Bei uns werden die Schenkel weit gelassen, das Eisen eben entsprechend dem Huf und der Form angepasst.
Natürlich gehen die Hottis in der Übergangsphase, nachdem die Eisen abgenommen werden, etwas fühlig, aber das ist Erfahrungsgemäß eh die Jahreszeit, wo auf Grund von Dreckwetter wenig geritten wird.
Im Sommer geht bei uns vorne ohne Hufschutz gar nix, weil wir nur Schotterwege haben.
Geschrieben von rivera am 09.02.2012 um 17:14:
| Zitat: |
Original von Gosa
Auf Isländerhöfen sieht man meist, daß die Ponys auf allen vieren beschlagen
sind. Alle! Ich kann das nicht nachvollziehen.
|
alle ponys zu beschlagen kann ich auch nicht nachvollziehen, es ist ja eher unwahrscheinlich, dass die das alle aus schutz brauchen. obwohl viele isis, die ich kenne, eher sparsames hufwachstum haben. wenn dann der boden für viel verschleiss sorgt...
aber der grund, rundum zu beschlagen statt nur vorne, kann auch sein, dass man eben nicht den gang beeinflussen will. meine eine stute brauchte vorne aus abriebgründen eisen. nur mit vorne eisen hat sie sich aber diagonal verschoben, das wurde auch über die beschlagperiode nicht besser, so dass sie danach vier eisen bekam.

ich möchte nämlich keine taktveränderung durch beschlag/bearbeitung.
Geschrieben von Peppylena am 09.02.2012 um 18:03:
RE: Sollten Gangpferde beschlagen sein?
hallo
schön ist es doch wenn Sie so laufen ...eben Barhuf!!!
LG
Tanja
Geschrieben von rivera am 09.02.2012 um 22:10:
klar, das ist das beste!
Geschrieben von margalie am 10.02.2012 um 00:08:
hallo... Unter "Ausbildung" ist auf der 2. Seite eine Box von mir:
Mein Pferde lässt sich barfuss schlechter versammeln - Reiterfehler?
Wäre toll wenn die Barfuss-Reiter da mal was rein schreiben würden

.
Tja, ist echt schwierig mit dem Barfuss Reiten für mich. Meine Hufpflegerin ist richtig gut, von den 38 Pferden bei uns am Hof sind fast 30 barfuss unterwegs. Mit den 3 Gängern ist das irgendwie leichter, verstehen kann ich das nicht... Die reiten fröhlich in den 3 Grundgangarten und gut ist.
Meine 3 Isis laufen mittlerweile (1 Jahr Barfuss) über unsere Schotterwege, keiner stolpert wie zur Eisen Zeit. Aber alle haben weniger Aktion als zur Eisen Zeit und mir fehlt einfach das schönere Hochweit-Gefühl

.
Eigentlich will ich keine Eisen mehr, weil ich Barfuss gesünder finde, aber gerade Bara (mein Avatarbild) hat trotz Unterricht und Dressurlektionen für die Hinterhand die Vorderbeine beim Tölten so flach das es sich nicht so schön anfühlt.
Ich mag einfach dieses Töltgefühl mit Hinterhand untergetreten und Aktion vorne mit leichter Anlehnung...
Kommt das IRGENDWANN??? Oder seid ihr alle einfach mit weniger zufrieden??
Habe Hufschuhe und Gewichtsringe und garnix alles getestet, wahlweise an 2 oder 4 Beinen.
Ich möchte jetzt nicht gesteinigt werden hier!!!
Bin ambitionierter Freizeitreiter und gehe gelegentlich mal ein Turnier (1-2 pro Jahr).
Also bitte her mit Tips und Erfahrungen.....
Geschrieben von Gosa am 10.02.2012 um 10:12:
Meine hat auch eine flache Aktion. Mein Isländermix hat eine bessere Aktion,
als meine Isländerin

.
Ich muß sagen, als Freizeitreiter ist mir das schnuppe. Ich kaufte meine Ponys
von vorne herein für´s Freizeitreiten. Wald- und Wiesenponys eben. Ich
wollte coole Ponys, mit denen man Wanderritte und Spaßausritte machen
kann.
Die Gewichte für die Beine sind aber auch nicht grade gut für die Beine,
Gelenke etc.
Ich verzichte auf jeglichen Schnickschnack.
Geschrieben von Raio am 10.02.2012 um 10:19:
@Gosa
| Zitat: |
| Meine Schwester läßt ihre Isländerin 4x pro Jahr auf allen 4en beschlagen. |
Beschlag nur alle 3 Monate ?! Entweder wachsen die Hufe dieses Pferdes so langsam, dass man nach 12 Wochen noch keine total untergeschobenen Hufe hat und das würde mir bzg. Gesundheit des Tieres zu denken geben oder das Pferdchen läuft erst mit extrem langen Hufen, die dann alle 3 Monate radikal wieder gekürzt werden. Solche radikalen Stellungsänderungen bekommen dem Bewegungsapparat nicht gut.
Gruß Beate
Geschrieben von Gosa am 10.02.2012 um 10:23:
| Zitat: |
Original von Raio
@Gosa
| Zitat: |
| Meine Schwester läßt ihre Isländerin 4x pro Jahr auf allen 4en beschlagen. |
Beschlag nur alle 3 Monate ?! Entweder wachsen die Hufe dieses Pferdes so langsam, dass man nach 12 Wochen noch keine total untergeschobenen Hufe hat und das würde mir bzg. Gesundheit des Tieres zu denken geben oder das Pferdchen läuft erst mit extrem langen Hufen, die dann alle 3 Monate radikal wieder gekürzt werden. Solche radikalen Stellungsänderungen bekommen dem Bewegungsapparat nicht gut.
Gruß Beate |
Ich werd´ mal genauer bei ihr nachfragen. Aber soweit ich weiß, stimmt das,
was ich oben geschrieben hab.
Ich werde berichten, wenn ich mit ihr gesprochen hab.
Bei ihr bekomme ich das nicht so genau mit, da sie 2h von uns wegwohnt,
während ich mit unserer anderen Schwester die Pferde und Ponys zusammen-
stehen hab.
Geschrieben von Ártal93 am 10.02.2012 um 13:12:
Also ich denke dass kann man individuell Entscheiden. Kommt drauf an was man von seinem Pferd erwartet natürlich auf Tunieren Barhuf weiß doch jeder das dass nicht funktionieren kann.
Also ich war 1 Monat Barhuf hab es ausprobiert und es war schrecklich -.-
Ich finde mit Eisen kann man sein Pferd da unterstützen wo es seine Defizite hat.
Ich hab jetz im Winter rund um Gripp vorne Stifte und hinten hab ich das ganze Jahr über Stollen. Mein Pony läuft total sicher damit im Gelände auf egal welchem Weg und im Winter geht ohne dass alles nichts!.
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