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Geschrieben von Encanto am 17.08.2012 um 13:58:
Selenmangel
Das Pony einer Bekannte stand eines Morgens stock-steif auf der Koppel. Es wurde eine Blutuntersuchung gemacht und es kam Selenmangel heraus. Nun wird das Pony seit Wochen behandelt ohne das sich etwas ändert. Da ich bisher Gott sei Dank noch nie mit so etwas zu tun hatte kenne ich mich leider überhaupt nicht damit aus.
Hatte jemand damit schon mal Probleme und was habt Ihr gemacht? Ist das so bei Selenmangel, daß die Pferde dann so stock-steif sind?
Ich hatte ihr geraten mal auf Borreliose untersuchen zu lassen, aber bisher vertraut sie ihrem TA und der meinte das wäre bei diesem Mangel normal.
Geschrieben von Aulakiria am 18.08.2012 um 12:19:
Hallo.
Ich habe Ende Juni bei Camino ein großes Blutbild machen lassen. Bei ihm kam auch ein extremer Selenmangel raus (24 von 100-200 ug/l). Laut TA sollte ich ihm Selen zufüttern, habe aber im Internet recherchiert und habe mich entschieden nichts zu zu füttern. Camino ist nicht steif oder zeigt sonst irgendwelche Auffälligkeiten. Ich glaube nicht dass die Steifheit vom Selenmangel kommt. Als es noch keine Blutbilder gab, hatten wohl viele Pferde hier in Deutschland Selenmangel (unsere Böden sind Selenarm, das hat sich ja nicht geändert in den letzten 100 Jahren) und sind damit trotz harter Arbeit sehr alt geworden.
LG
Geschrieben von rivera am 19.08.2012 um 10:32:
stocksteif klingt für mich erstmal nach kreuzverschlag...
Geschrieben von Encanto am 20.08.2012 um 13:19:
Ich kann mir das auch nicht vorstellen, daß es wirklich vom Selenmangel kommt.
Ich habe jetzt die unterschiedlichsten Sachen gelesen. Bei den einen wurde wie bei Dir Aulakiria nichts bemerkt und bei anderen sind die Pferde sogar gestolpert und gestürzt, wurden sogar fast ohnmächtig. Keine Ahnung ob man all´ diese Symptome wirklich darauf schieben kann.
Ich denke Selen zufüttern ist wohl auch nicht so einfach, da müßte man ja vor allem wissen wieviel, denn zuviel ist wohl auch nicht gut.
Meine Bekannte füttert nun normales Mineralfutter zu, mal sehen ob´s besser wird.
Vielleicht könnte man auch irgendwas natürliches zufüttern was Selen enthält.
Geschrieben von Raio am 22.08.2012 um 07:23:
Für mich hört sich das auch nicht unbedingt nach Selenmangel an, aber der kann natürlich noch dazu vorhanden sein.
@Aulakiria
Deiner Meinung kann ich mich nicht anschließen, weil erstens unterschiedliche Pferdetypen unterschiedlichen Bedarf an Mineralien haben und wir Pferderassen hier halten, die hier nie heimisch waren und zweitens, weil früher auch nicht alle Pferde gut mit den Haltungsbedingungen zurecht gekommen sind. Es hat nur keinen interessiert bzw. man hatte keine Tests dafür.
Gruß Beate
Geschrieben von Encanto am 22.08.2012 um 10:51:
In unserer Gegend haben wir auch selenarme Böden. Weiß jemand wieviel Selen ein Mineralfutter haben sollte in dem Fall? Habe mich, wie schon gesagt, bisher nicht damit befaßt würde mich nun aber doch mal interessieren. Unsere Pferde bekommen das Sember Cube von St. Hippolyt. Ob da nun genügend Selen drin ist, keine Ahnung.
Geschrieben von Aulakiria am 22.08.2012 um 12:05:
@Raio
Da gebe ich Dir natürlich vollkommen recht. Ich habe geschrieben, dass ich mich entschieden habe kein Selen zu zufüttern - aus dem von mir genannten Grund, da Camino keine Auffälligkeiten zeigt. Jeder muss das für sich selbst entscheiden, keine Frage. Mineralfutter bekommt mein Kleiner natürlich. Ich habe im Internet halt mehrfach gelesen, dass man mit einer Zufütterung von Selen sehr sehr vorsichtig sein muss.
Uff, wieder viel zu viel Text
Ich wollte nur sagen, dass ich nicht glaube, dass diese Steifigkeit vom Selenmangel kommt.
LG
Sara
Geschrieben von Fuselchen am 04.09.2012 um 16:28:
also meine stute hatte auch mal selenmangel. das wurde festgestellt, als sie etwas lahmte auf einem bein, nur noch in der hütte stand (ihre kleine herde pasos hatte sie grad für immer verlassen :-( und es war sommer), dicke beine bekam, depressiv war und öfter stolperte. wir hatten ihr schon immer gut mineralien (reformin-da ist viel selen drin) gegeben und trotzdem. also gab ich ihr vorsichtig eine kur mit selen und e, aber es besserte sich nicht innerhalb von 2 wochen. dann kam unser sonnenschein, der fosi, und sie wurde wieder die alte und rannte mit ihm über die koppeln. :-)
ein blutbild 2 jahre später ergab einen normalen selenwert bei gleicher mineraliengabe.
eine bekannte tä'in gibt jährlich prophylaktisch ne selenkur (flüssig) ihren pferden, da wir auch selenarme böden haben.
nachbars hafi wurde in diesem jahr nach trennung von seinem kumpel spindeldürr. alle machten sich sorgen um ihn. wurmkuren halfen nicht, da wurde selenmangel festgestellt. er bekam vom ta selen und zufälligerweise wurde auch sein kumpel vor einem monat zurückgebracht. und der alte hafi wird seitdem langsam immer dicker. :-)
ansonsten sollte wirklich mal der ck-wert geprüft werden, der sagt viel aus über kreuzverschlag. steht das pony denn krumm? unsre stute hatte auch schon bei der vorbesitzerin nen kreuzverschlag, is nicht zu spaßen mit.
Geschrieben von rivera am 04.09.2012 um 19:19:
ich glaube nicht so recht an zu wenig selen in der fütterung. es ist ja schwierig, ein gutes mineral zu finden, wo nicht zuviel selen gegeben wird, wenn die anderen komponenten ausreichend sein müssen.... und dann hat man noch kein mg aus dem grundfutter gerechnet, also auch bei selenarmen böden eher die gefahr der überversorgung.
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