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Geschrieben von Intiwasi am 30.03.2008 um 19:39:
Rasse Paso Higüeyano
Ich bin grade durch Zufall auf die Rasse Paso Higüeyano aus der Dominikanischen Republik im Netz gestoßen. Auf Deutsch konnte ich keine Rassenbeschreibung finden aber ich übersetzte mal grob aus dem Spanischen wer mehr über diese unbekannten Tölter weiss darf gerne berichten!
1504 began Juan Ponce de León mit dem Bau seines casa-fortaleza in der Gegend von San Rafael de Yuma in der Domenikanischen Republik welche 1506 von Nicolás de Ovandoin in eine Villa umgebaut und mit dem Namen Salvaleón de Higüey benannt wurde(welche noch immer existiert und heute ein Museum beherbergt). Hier ist der Geburtsort des Caballo Paso Higueyano. Juan Ponce de León kaufte einige Pferde mit Spanischer Abstammung die in späteren Jahren mit dem Paso Fino, Englischem Vollblut und vermutlich auch dem Quater horse gekreuzt wurden. Der Higüeyano wird auf einen komfortablen Sitzt hingezüchtet und dient seinem Besitzern überwiegend bei der Arbeit mit Rindern. Das Besondere an der Rasse ist das sie die Hinterbeine kaum anheben sonder vielmehr flach am Boden nach vorne schieben.
Und hier ein Video:
http://de.youtube.com/watch?v=KHkvSoUQqwA
http://de.youtube.com/watch?v=CQXXmCmn8jw
Geschrieben von Joya am 30.03.2008 um 19:43:
Sehr hübsches Pferdchen, kann seinen Fino-Anteil kaum verleugnen. Auch wenn ich mich frage, was der Reiter da oben drauf treibt
Geschrieben von mypony am 30.03.2008 um 19:53:
@ joya
DAS hab ich mich auch gefragt
Geschrieben von Intiwasi am 30.03.2008 um 20:17:
Hier noch Fotos:
Geschrieben von MANU am 30.03.2008 um 20:28:
Klingt interessant.
Irgendwie laufen bei mir die beiden Videos nicht.

Leider sieht man auf den anderen, die man in der rechten Spalte findet, so gut wie nichts.
Geschrieben von Intiwasi am 30.03.2008 um 20:41:
Ich glaube Youtube hat grade ein Problem, bei mir dauert heute das Laden extrem lange, habe ienfach ne Weile auf Pasue gestellt und es dann probiert.
Geschrieben von rivera am 30.03.2008 um 21:05:
viertes foto ist ein cremello - tröstet ja wieder, dass auch andere rassen mit doppelt creme zu kämpfen haben.
videos kann ich eh nicht gucken, klingt aber wie eine weitere der bequemen südamerikanischen gebrauchspferderassen.
Geschrieben von Velvakandi am 30.03.2008 um 21:19:
Wieso kämpfen?
Zumindest bei den Finos sind die keinesfalls "verboten", gibt ja auch keinen Grund, aber das Gespräch hatten wir ja schonmal...
Geschrieben von Intiwasi am 30.03.2008 um 21:28:
Cremelos sind in Peru auch zugelassen und grade für die Farbzucht ist die Farbe doch genial.
Geschrieben von rivera am 30.03.2008 um 21:31:
ja, velvakandi, hast recht.
sind bei mir wohl alte reflexe. ich habe meine empfindlichkeit gegenüber doppelt creme ja auch abgelegt, bestärkt auch von den schecken mit viel rosa haut, bei denen keiner nach zuchtausschluss schreit.
dennoch meide ich, wenn möglich ohne nachteil für die wichtigeren punkte, doppelt creme.
interessiert mich aber, ob bei dieser rasse, wie bei den mm, die doppel-cremes nicht eingetragen werden.
Geschrieben von Intiwasi am 24.04.2008 um 09:59:
So, nun gibt es auch endlich eine Webseite für die unbekannte Rasse:
http://www.pasohigueyano.do.kz/
Zur Zeit zwar noch im Aufbau aber Videos und Fotos kann man schon sehen!
Geschrieben von FraukeF am 24.04.2008 um 12:16:
Was für schöne Tiere
Geschrieben von Skjona am 25.04.2008 um 11:57:
Find ich auch! Ich bin jedes Mal überrascht, wie viele Gangpferderassen es gibt!
Geschrieben von ann89 am 28.04.2008 um 17:56:
Schauen echt net aus.
Wär echt interessant mehr darüber zu erfahren. Leider kann ich kein Spanisch.
lg
Geschrieben von Felischa am 16.08.2016 um 23:53:
na das ist ja mal interessant... bin doch nicht so ein Querdenker und Sinnlosvermischer...
Musste doch wirklich lachen da ich mir ernsthaft letztes Jahr QH und Painthengste angeguckt hatte...und nun muss ich feststellen das es diese "Rasse" schon gibt... zudem bin ich mich gerade am verlieben... die Peruanische Gangvariante mit Brio und ein QH Körperbau..
Wenn ich das öffentlich irgendwo erwähne ich glaube dann werde ich gesteinigt...mit Felsbrocken.
Die Pferde sind schon eine Augenweide...auch vom Gang her, jedoch der Umgang teils grob, wie man in Matcholändern leider öfter sieht....na ja... nicht aus dem Fenster fall... wir sind oft nicht besser.
https://www.youtube.com/watch?v=wrP86az_AnY fängt erst mit reinen Paso Finos an !
https://www.youtube.com/watch?v=seVrydEgnys
Tadaaaa... mit hoher Wahrscheinlichkeit ein doppelter Pearlgenträger ( Felischa ihre Gespensterfohlen hatte nur 1 Pearl x 1Creme) oder Champangne
http://www.pasohigueyano.com/website...C3%BCeyano.jpg
Ich glaube ich weiss wo mein nächster Urlaub hingeht *lach*... Familie schicke ich tauchen und ich und auch da wieder ein doppel Pearl (oder Campangne) gesichtet...
https://www.youtube.com/watch?v=3_AplViEvNU
Geschrieben von Zambezi am 17.08.2016 um 09:24:
Im Prinzip alles nichts Neues ... so oder so ähnlich wird das in vielen südamerikanischen Ländern betrieben. Die einheimischen mittelamerikanischen Kreolenpferde werden aufgrund der Aufzuchtbedingungen meistens nicht sehr groß (oft nur 130-140 cm Stockmaß) und sind sehr zierlich gebaut. Also macht man aus der Not eine Tugend und paart einheimische Stuten mit größeren Hengsten an und gibt dem Ganzen irgendeine frei erfundene Rassebezeichnung.
In Mexiko hat man einheimische Stuten mit QHs und PREs veredelt, daraus wurde dann der "Azteca", ein eher wenig töltveranlagtes Pferd, das sich sehr gut für die Rinderarbeit eignet.
In Costa Rica hat man PPs und PREs eingekreuzt, daraus wurde dann das "Caballo Iberoamericano" (quasi das Gegenstück zu unserem PIA, aber im Gegensatz zu diesem eher trabveranlagt).
In Puerto Rico kreuzt man gerne mal Standardbred ein, um schnelle Pferde für die dortigen Passrennen (Andadura) zu bekommen.
Wenn man von den Standardbreds mal absieht, sind die größeren "Veredler" meist trabende Pferde (QH, PRE, Vollblut ... was gerade vorhanden ist), deshalb hängt die Gangveranlagung in hohem Maße davon ab, wie viel Tölt bzw. Pass die einheimischen Stuten mitbringen. In der DomRep gibt es sehr viele gangveranlagte Pferde. Es gibt dort natürlich auch rein gezogene Paso Finos, die man für diese Kreuzungszucht eher nicht verwenden wird, aber auch die einheimischen Landpferdchen verfügen über viel Tölt und auch Pass. Man nimmt also eine kleine, einheimische passveranlagte Stute und paart sie mit einem größeren, trabenden Hengst an, um ein mittelgroßes, töltendes Pferd zu bekommen, dem man dann die Bezeichnung "Paso Higüeyano" gibt (nach der Region Higuey, in der - so vermute ich - diese Zuchtidee entstanden ist).
Genauso gut könnten wir in Europa aus allen möglichen Rassen einen "Europaso" züchten oder in Bayern einen "Paso de Bavaria", das wäre im Prinzip nichts anderes ... allerdings haben wir wohl nicht genügend passveranlagte Stuten
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