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Geschrieben von Svipa am 07.12.2013 um 20:02:

  Ponys verweigern Heu

Seit einiger Zeit wurden unsere zwei Isis immer mäkeliger mit dem (sehr guten) Heu.
Wir haben gedacht,dass sie es einfach nicht mögen.
Nach Wechsel der Bezugsquelle wurde es nicht besser,das Heu wird inzwischen im ganzen Stall verteilt.
Gras,Möhren,Mineralfutter kein Problem.
Nachdem wir nun heute erneut anderes Heu besorgt haben und das Bild gleich bleibt,denken wir nun wirklich an ein gesundheitliches Problem,zumal vermehrt gegähnt wird.
Hat jemand vielleicht schon ein ähnliches Problem gehabt?



Geschrieben von Atli am 07.12.2013 um 22:03:

 

Ich hatte vor Jahren ein ähnliches Phänomen:
Heu sah gut aus, roch gut etc., wurde aber nur seeeeehr sparsam gefressen, auch auf Dauer.
Mein Lieferant konnte keine Änderung zu den Vorjahren finden, die Ponies schon Augen rollen Daraufhin habe ich dort kein Heu mehr gekauft und das Fressverhalten war wieder normal.
Mein Tipp war unsachgemäße Düngung (der Lieferant verneinte), aber obs das war, keine Ahnung verwirrt

Viele Grüße aus der Eifel
Astrid



Geschrieben von Sofie am 07.12.2013 um 22:07:

  RE: Ponys verweigern Heu

Hallo, also Ferndiagnosen sind natürlich immer schwer bis unmöglich. In diesem Falle ganz besonders, weil die Symptome recht unspezifisch sind. Was mir aber sofort bei dieser Beschreibung in den Sinn kam war das Pferd einer Bekannten, das auch ganz mäkelig frass (also irgendwie auch selektiv - Heu und Stroh auch eher verschmäht, und alles andere recht normal gefressen) und ebenfalls ständig gähnte. Dazu kam nach einer Weile eine vermehrte Kolikneigung und sie fing an sich beim Anziehen des Sattelgurtes mit dem Bein unter den Bauch zu treten. Nach einer ganzen Reihe an Untersuchungen kam heraus, dass sie ein Magengeschwür hatte. Allerdings wenn das bei Euch bei beiden zur gleichen Zeit aufgetreten ist, wohl eher unwahrscheinlich.
Drücke die Daumen, dass Du den Grund schnell herausfindest und dass es nichts Schlimmes ist.



Geschrieben von Waldpferd am 07.12.2013 um 23:29:

 

Mein Großer hatte auch Gähnen und Heu liegen lassen bei Gastritis - aber ursächlich bei 2 Ponys auf einmal? Eher dann als Folge, als aus Ursache...
Unsere TÄ gibt bei Gastritisverdacht gern das teure Gastroguard, und sagt immer wenn sie damit fressen, dann zwickt es im Magen.
Vielleicht war das erste Heu, oder auch evtl das zweite nicht in Ordnung, und dadurch zwickt es jetzt?
Könnt ihr Heucops versuchen?



Geschrieben von Funny_Girl am 08.12.2013 um 00:07:

 

Mit den Zähnen ist alles in Ordnung? Vlt tun sie sich mit dem Kauen schwer?
Ist reine Spekulation, weil es ungewöhnlich ist, dass gleich zwei Pferde gleichzeitig so mäkelig werden.

Schon mal versucht, ob sie das Heu nass fressen? Hast du die Möglichkeit, dir irgendwo leihweise etwas Heu- bzw Silage zu besorgen, um zu testen, ob sie die fressen würden?

Gab es irgendeine Art von Umstellung für die Hottis? Neues Pferd im Stall, Umbau, Baustelle nebendran oder sowas in der Art? Also dass sie auf Grund von Stress das Heu verweigern?



Geschrieben von scvet am 08.12.2013 um 08:12:

 

Wasserversorgung paßt?

Viele Grüße

Carola



Geschrieben von Vinja am 08.12.2013 um 08:19:

 

Hallo,

Zum Thema Gastritis beim Pferd :

http://www.iwest.de/tl_files/iWEST/Publikationen/p_39_gross.pdf

Quelle:Iwest;Dr.Meyer



Geschrieben von Mrs.Mogli am 08.12.2013 um 08:30:

 

Fremdes Heu wurde schon versucht, dann würde ich Heucobs anmischen (ohne was leckeres dabei) Wenn das angematschte mit Heißhunger gefressen wird, an Zähne denken ? Und evtl Heu aus ganz anderer Region versuchen.

Zahnprobleme bei zwei auf einmal unwahrscheinlich, aber oft bestimmt der leitende, was "Pferd" gut fressen kann, was nicht.
Vielleicht beide mal zum fressen trennen, um zu sehen, wie groß die Heuabnahme überhaupt ist.

Gastritis kann bei zweien gleichzeitig auftreten - immer, wenn ein Infekt die Ursache ist.
Lymphknoten okay ?

Wenn noch irgendwelche schwächelnden Momente hinzukommen,TA befragen und Blut abnehmen lassen. Plus Leistungsprofil, wegen der Muskelwerte. Bei betroffener Kiefernmuskulatur macht Heu zerreiben Schmerzen, Möhren hingegen werden geknackt und zur Not in Stücke verschluckt.

lg elke



Geschrieben von Blesa am 08.12.2013 um 18:46:

 

Wasserversorgung ist ein sehr sehr guter Stichpunkt, haben die Pferde genug Wasser und ist es auch nicht eiskalt?

Ansonsten ist es natürlich komisch, dass beide es nicht mehr fressen, das ist eher kein Zeichen für Zähne.
Ich würde mal ein Blutbild machen lassen (um mir mal einen Überblick zu verschaffen, in welche Richtung es geht) und wenn es sich nicht bessert, bzw. das Blutbild nichts ergibt, wenigstens ein Pony nehmen und mal eine Gastroskopie durchführen lassen, auch um evtl. Magenulzera nachweisen zu können.

Auf Möhren und andere "Süßigkeiten" würde ich erstmal verzichten und wirklich auch mal probieren heucobs anzubieten, wichtig ist, dass sie weiterhin genug Raufutter aufnehmen!



Geschrieben von Svipa am 08.12.2013 um 19:43:

 

Erstmal ganz vielen Dank für eure hilfreichen Antworten!
Seit heute wird das gestern besorgte Heu aus der dritten Bezugsquelle (ist Eifelheu) gefressen!
Werde morgen noch Kompaktgras (heute von uso abgeholt) probieren und natürlich den TA befragen.
Blutbild auf jeden Fall.
Drückt 'mal die Daumen dafür,dass alles wieder ins Lot kommt.
Man ist ja total durch den Wind,wenn es den Viechern nicht gut geht.



Geschrieben von vaengskjona am 08.12.2013 um 21:33:

 

Eine Freundin hatte auch so ein zunächst unerklärliches Heuproblem und musste dann feststellen, dass der liefernde Landwirt mit gruseligen Düngern arbeitet; Rückstände aus Biogasanlage u.ä. böse



Geschrieben von Atli am 09.12.2013 um 10:21:

 

Wie geht es uso?

Das mein damals schlecht gefressenes Heu "komisch" gedüngt wurde, war auch mein Verdacht, wurde aber vom Heubauern verneint ...
Hast du noch Heu da? Dann lass das doch analysieren.

Viele Grüße aus der Eifel
Astrid



Geschrieben von Pika am 09.12.2013 um 20:16:

 

Häufiges Gähnen, Flehmen, verändertes Fressverhalten (mit wenig Fresslust ans Heu gehen und nur kurz fressen) und dann natürlich Gewichtsverlust deuten auf Magenschleimhautentzündung oder Geschwüre hin.
(Häufiges Gähnen kann aber auch ein Kolikvorbote sein.)
Wenn es also nicht Zähne, Kiefergelenk oder in Richtung Kolik, Vergiftung geht, würde ich den Magen beobachten.

Wenn die Pferde dann überhaupt nichts mehr fressen wollen, ist sicherlich ein Dauerschmerz da. Zu Beginn ist es schmerzhaft, wenn Nahrung zugeführt wird und dann auf die erkrankten Bereiche im Magen trifft.

Mein Pferd hat noch gefressen, aber anders, als ich es gewohnt war. Viel weniger und nur kurz. Außerdem hat sie häufig gegähnt, war aber top fitt und spitzig unterm Sattel. Heute denke ich, dass der Schmerz auch spritzig / feurig macht; vielleicht sogar "scheufreudiger". Anfangs habe ich aber einen schleichenden Gewichtsverlust festgestellt, bei gleichbleibenden Haltungsbedingungen. Blutbild war unauffällig, aber mein Pferd nahm weiter ab. Als die deutliche Fressunlust dazu kam und ich zum 2 x den Ta da hatte, habe ich Gastrogard gekauft. (Dieser 2 Ta war leider völlig unfähig und wollte mir Ratschläge geben, wie ich mein Pferd dick füttern könnte.)

Da ich keine "Gastro" machen lassen wollte, Pferd fraß ja noch; habe ich einige Tage einen Säureblocker(Omeprazole) gefüttert. Die auffällige Verbesserung hat meinen Verdacht auf Magenproblem bestätigt und ich habe im direkten Anschluss eine 5-6 wöchige Kur mit einem Magenmittel (Magnoguard: ß-Glucan aus Hafer, Aminosäuren, Haferöl) zum Abheilen gemacht.

Gruß Hilke

gerade gefunden
http://www.natural-horse-care.com/pferdekr...eschwuer-Pferd/



Geschrieben von Svipa am 09.12.2013 um 23:03:

 

Danke auch für die neueren Antworten /Anregungen.
Morgen Abend kommt der Doc,dann sehen wir weiter.
Sie fressen das Eifelheu nach wie vor,äppeln sehr viel,trinken wieder mehr.Das Gähnen habe ich heute nicht mehr gesehen.
Meine Vermutung ist ,dass mit dem Heu wirklich etwas nicht stimmte und dadurch schmerzhafte Magenproblematik aufgetreten ist.
Mal schauen.
Dünn sind sie übrigens nicht.
Heuanalyse ist 'ne gute Idee.
Wo kann man das machen lassen?



Geschrieben von Mrs.Mogli am 10.12.2013 um 03:58:

 

Bei der LUFA - am besten über einen Landwirt, der bekommt auch bessere Preise.
Die Untersuchung des Heus ist aber relativ müßig, weil Du ja nicht weißt, wonach Du suchst.

Mir fiele jetzt nichts ein, was unmittelbar so schadhaft ist, dass die Pferde das Fressen des Heus einstellen, ohne krank zu wirken.
???
Außer dass es eben nicht schmeckt - zuviele Bitterstoffe von ? z.B. JKK o.ä.
Müßte man bei der LUFA mal fragen, ob sie in diese Richtung auch untersuchen können.
Ich glaube nicht, dass Pferde bakterielle Toxine herausschmecken können, aber wer weiß.

Viel einfacher ist dann aber 2 Heustellen einzurichten, wird das Eifelheu gut bis zum letzten Halm verputzt und das andere nur zerpflückt, ist es nix.

Bitte bestelle ganz liebe Grüße an Uso !

lg elke



Geschrieben von Yngri am 10.12.2013 um 08:13:

 

Ich drück' Dir weiter die Daumen, dass nix Schlimmes ist smile



Geschrieben von Rouge am 10.12.2013 um 16:00:

 

ich hatte es einmal, das meine Pferde, auch die Shettys, nach dem Anbruch eines neuen Rundballens 2 Tage das Heu verweigert haben. Dann habe ich einen neuen Ballen aufgemacht (selbe Wiese) und sie fraßen ganz normal. Den verweigerten Ballen habe ich auseinandergenommen. Innen drin war das abgeschnittene, mumifizierte Bein eines Rehs!



Geschrieben von fjoerdis am 10.12.2013 um 17:16:

 

Uhhhh, wie gruselig ... unglücklich



Geschrieben von Yngri am 11.12.2013 um 10:25:

 

Und saugefährlich, Stichwort Botulismustoxine.

Das sagt zum Beispiel das CVUA Stuttgart: http://www.cvuas.de/pub/beitrag.asp?subid=1&Thema_ID=8&ID=485&Pdf=No



Geschrieben von vinda78 am 15.12.2013 um 15:07:

 

Totes Tier im Heu ist zwar ekelig, aber nicht lebensgefährlich. Clostridien entwickeln sich nur, wenn kein Sauerstoff da ist, also in Silage, aber auch in Lebensmittelkonserven.
Ich hatte mal eine tote Katze im Heu. Die Pferde haben es vor mir gerochen.


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