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Geschrieben von Lind am 22.03.2014 um 10:23:
Vorbeugen gegen Sandkolik
Hallo ihr,
seit einiger Zeit müssen wir eine unserer Stuten (natürlich mit Gesellschaftspferd) aus gesundheitlichen Gründen (Lahmheit) von der Herde getrennt halten. Damit die Stute auf ebenem, weichen Boden steht, steht sie tagsüber auf dem Reitplatz. Das Mittagsheu frissen die beiden Stuten auch dort. die letzte Zeit ging das gut, jetzt fangen sie aber an, dass sie einerseits das Heu wirklich sauber "aufsaugen" und andererseits auch nachwachsendes Gras auszupfen. Das ist nicht viel, aber ich hab die Befürchtung, dass sie nach und nach doch Sand ansammelt.
Macht hier mal eine Kur mit Flohsamen Sinn? Wie viel gibt man da? Wie oft? Wie kann ich noch möglichen Sandkolik vorbeugen? (Anders unterbringen geht im Moment leider nicht und Gras haben wir auch schon weitgehend aus dem Reitplatz entfernt.)
Danke!
Geschrieben von Lexi am 22.03.2014 um 14:57:
RE: Vorbeugen gegen Sandkolik
Kannst Du nicht vielleicht an der Futterstelle Gummimatten unterlegen, damit beim "Aufsaugen" kein Sand mit aufgenommen wird? Die kann man zum Reiten dann beiseite räumen.
Zu Flohsamen kann ich jetzt leider wenig sagen.
Geschrieben von Velvakandi am 22.03.2014 um 15:48:
Genau, Gummimatten auf die Futterstelle war auch mein erster Gedanke. Man kann die ja auch irgenwo mittig hinlegen, nicht auf den Hufschlag. Dann stören sie beim Reiten nicht so sehr und können vielleicht sogar liegen bleiben.
Ansonsten kann man einen "Sandtest" machen. In einem großen Gurkenglas (oder ähnlichem) mit Wasser 5-6 Äpfelchen auflösen und stehen lassen. Wenn nach einer Stunde mehr als 1 Teelöffel Sand am Boden des Glases liegt, dann sollte man mit Flohsamenschalen "entsanden". Da ihr ja nur zwei Pferde separat stehen habt, läßt es sich vielleicht sogar individuell testen, also für jedes Pferd einen Test. Man muß sie halt einmal beim Äpfeln erwischen, das sollte nicht so schwer sein wie aus einem Paddock voller Äpfel den richtigen Haufen rauszufinden
Geschrieben von Lexi am 22.03.2014 um 16:12:
Ja, gute Idee! Dan kannst Du ganz gezielt arbeiten und mußt Dir auch nicht unnötig Sorgen machen, Lind.
Geschrieben von fjoerdis am 22.03.2014 um 20:06:
Mit Flohsamenschalen kann man wirklich den Sand rauskriegen, den die Pferde aufnehmen? Wir haben nämlich auch das Problem, dass die Pferde am Reitplatzrand Gras zupfen und damit Sand aufnehmen können..
Geschrieben von Velvakandi am 22.03.2014 um 20:22:
Angeblich schon...ich gestehe ich habe nie einen Vorher-Nachher-ÄppelimWasserglas-Test gemacht *g
Geschrieben von fjoerdis am 22.03.2014 um 20:29:
Wär ja mal einen Versuch wert.
Aber auch das mit dem Sandtest find ich eine gute Idee, das kannte ich auch noch nicht.
Werd ich dann mal versuchen um etwas Sicherheit zu haben.
Geschrieben von Felischa am 22.03.2014 um 20:59:
Flohsamenschalen quellen im Magen auf und bilden eine schützende Schleimschicht dadurch flutscht der Sand besser mit raus.
Aber grosse Mengen werden gefährlich weil sie durch das Gewicht den Darm verlagern können und es zu Verstopfungen kommt die nur noch operatiev entfernt werden können.
Gegen Grasauszupfen gibt es nur selber jäten oder totspritzen ( vorher abzäunen) oder Maulkorb...
Heu nicht auf dem Boden füttern oder ein festen Untergrund, der Sandfrei ist.
Knabberstöcke reinlegen, dann sind sie auch beschäftigt.
Geschrieben von Zambezi am 22.03.2014 um 21:16:
Ich würde das Gras weitgehend entfernen und mal versuchen, das Heu aus Bottichen zu füttern. Bei manchen Pferden klappt das ganz gut, die fressen tatsächlich aus dem Bottich. Andere werfen die Bottiche um und fressen trotzdem vom Boden, dann macht das natürlich wenig Sinn
Evtl. kann man auch versuchen, die Bottiche mit einem Spanngurt oder -gummi an einem Pfosten zu befestigen, damit sie nicht umgeworfen werden.
Geschrieben von Intiwasi am 22.03.2014 um 22:52:
Ich sehe das nicht ganz so schlimm, will zwar nicht abstreitetn das es Sandkliken geben mag aber..... da der Sand im Kot nachzuweisen ist, scheint ein großer Teil ja auf natürlichem Wege immer wieder mit ausgeschieden zu werden. Bei uns (Wüste) ist es sehr Sandig und unsere Pferde bekommen ihr Luzerneheu immer direkt vom Boden. Man kann gut beobachten wie fein sie jeden Halm aufsuchen, wenn sie die Reste zusammen kratzen. Da kommt eigentlich kein Sand mit ins Maul und wenn Grass mit Wurzeln gefressen wird schütteln sie den Sand immer kräftig runter oder spucken die Wurzel wieder aus.
Geschrieben von feeh am 23.03.2014 um 07:29:
Ein Fruchtzwergebecher,die größeren, voll über eine Woche übers Futter.du kannst den flohsamen vorher etwas quellen lassen, nur fressen viele Pferde die pampe dann nichtflohsamen kleiden nicht nur die wand aus, sondern der Sand bleibt auch in der pampe hängen und wird ausgeschieden. Schaden tut es auf keinen Fall. Zusätzlich dann eben noch aus bottichen füttern.
LG feeh
Geschrieben von walkaloosa am 23.03.2014 um 08:21:
Da unsere Pferde auch auf einem Sandpaddock stehen habe ich letzten Herbst auch eine Flohleinsamenkur gemacht. Gefüttert werden sie zwar nicht auf Sand, an dieser Stelle haben wir bewußt Gummimatten verlegt, aber sicher ist sicher. Es wurde gut angenommen, schaden tut es sicherlich nicht und all zu teuer ist es auch nicht. Eine Bekannte hat schon ein Pferd durch Sandkolik verloren, daher würde ich das nicht unterschätzen.
Geschrieben von Lind am 23.03.2014 um 08:52:
Gummimatten haben wir noch nicht probiert, füttern aus Bottichen schon. Die Damen werfen da scHau aber raus und verteilen es weiträumig. Ist also schwierig. Wir haben auch schon Gras ausgestopft und ein in Teil des Vierecks abgesperrt, aber sie finden immer wieder was. Ich mach heute auf jeden Fall den Sandtest mit dem Gurkenglas.
Aber ich mach vielleicht trotzdem mal eine Flohsamenkur. Ich muss nicht zum einen Problem noch ein zweites haben.
Danke für euere Hilfe.
Geschrieben von Lind am 23.03.2014 um 08:57:
Noch eine Frage. Nimmt man ganzen Flohsamen oder Schalen?
Geschrieben von Waldpferd am 23.03.2014 um 10:01:
Ich nutze Flohsamenschalen.
Bitte aber unbedingt nass machen und quellen lassen, auch wenn bei manchen Produkten drauftsteht, dass man sie trocken verfüttern kann!
Geschrieben von FriggyFrigg am 23.03.2014 um 11:06:
Seit Herr Gagga seine Kolik op dank des Sandes in seinem Darm hatte, machen wir regelmäßig Flohsamenkuren.
Wir nehmen allerdings die ganzen und weichen sie nicht ein. So wurde uns das vom Doc in Hochmoor empfohlen.
Herr Gagga frisst seitdem sein Heu auf dem Winterpaddock nur noch aus Heunetzen, die Reste die auf den Boden fallen entfernen wir täglich.
Geschrieben von Skyggnir am 23.03.2014 um 11:43:
| Zitat: |
Original von Lind
Wir haben auch schon Gras ausgestopft |
Geschrieben von Velvakandi am 23.03.2014 um 12:24:
Ist sicher hübsch - so ein ausgestopftes Gras auf dem Kaminsims
Wir haben im Herbst eine Kur gemacht mit FlohsamenSCHALEN, weil man das überall so liest und teilweise echt explizit in den Artikeln steht, dass die Flohsamen nicht viel bringen, nur die Schalen...da Tierärzte oft keine Ernährungswissenschaftler sind, würd ich das jetzt mal so glauben ohne die Fachkompetenz von Hochmoor als Ganzes in Frage stellen zu wollen.
Die Flohsamenschalen wurde eingeweicht, 1 Liter Wasser pro Poortion und Pony. Die quellen recht fix, nach 20 min kann man die gut verfüttern, sieht dann aus wie Tapetenkleister. Mit Hafer untergemischt wurde die Pampe gut gefressen.
Geschrieben von uso am 23.03.2014 um 14:00:
Sand im Darm kann zu üblen Koliken führen, das habe ich auch schon erlebt.
Gerade jetzt um diese Jahreszeit sind die Ponys ja auch ganz scharf auf frisches Gras und versuchen irgendwie da ran zu kommen.
Die am Paddockrand oder im Reitplatz sprießenden Gräser sind meist nicht wirklich fest verwurzelt und werden dann mit der Wurzel ausgerissen. Manche Pferde lassen sie dann fallen, aber es gibt auch Kandidaten die sie mit Stumpf und Sand vertilgen.
Da hilft nur schuffeln, also die Grasplacken rausmachen, was je nach Paddockgröße eine Heidenarbeit ist.
Eine flohsamenkur ist sicherlich im Verdachtsfall angebracht und ist ja auch nicht so aufwändig.
uso
Geschrieben von Lind am 23.03.2014 um 14:57:
Ja, ich dekoriere halt wirklich gerne mit Naturmaterialien.
Wie gesagt, wir haben schon versucht die Sandaufnahme zu verhindern, aber ich bin mir nicht sicher ob das reicht. Hinzukommt halt auch, dass Lukka nur abgewogenes Heu bekommt und dementsprechend gerne über des Sandplatz “staubsaugert“. Vom Aufwand her macht mit die Flohsamenkur nichts aus. Wie haben gerade eine Zeit hinter uns, in der wir stündlich, mindestens zehn mal täglich, Medikamente verabreicht haben. Da ist Flohsamen einweichen kein Thema. Lukka frisst eh alles und bei Brunka kommt's mit in die Heucobs. Ich mach jetzt sicherheitshalber mal eine Kur. Wenns nichts schadet sind wir so auf der etwas sichereren Seite.
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