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Geschrieben von Helmingur am 06.05.2014 um 19:46:

traurig Arthrose (?) & seltsame Beinstellung



Kann mir jemand erklären, wieso ein Pferd die Hinterhufe übereinander stellt wie auf dem Bild?

Und was ist mit dem linken Vorderbein - Karpalgelenk?
Können arthrotische Veränderungen solche Ausmaße annehmen?!

Sagt bitte mal was dazu, außer mir interessiert das mal wieder keinen, der das Pferd so sieht.



Geschrieben von stechmuecke am 06.05.2014 um 20:14:

 

Auf Bildern ist sowas ja immer sehr schwer zu erkennen. Am karpalgelenk, ist da nur dieser eine Hubbel an der Innenseite? Oder ist das überall etwas verdickt? Ist der Hubbel am Karpalgelenk denn hart? Lässt sich das Karpalgelenk noch normal beugen? Wie lange ist das schon da?
Beinstellung hinten: gibt doch mehr Pferde, sie so dran stehen. Läuft es sonst normal? Kann sein, dass das Pferd die inneren Stukturen schonen möchte. Ich denke, wenn du es unbedingt wissen willst, ob es Arthrose ist, dann kommst du um ein Röntgenbild nicht drum herum.



Geschrieben von Helmingur am 06.05.2014 um 20:27:

 

Achso, vergessen: das ist nicht mein Pferd, sondern unser neuer "Nachbar".
Ist ein älteres Semester, fast 30.
Den Knubbel, finde ich, sieht man ganz gut auf dem Bild - so extrem ist es nur links, fühlt sich hart an (wie Knochen).
Viel laufen tut der Kerl nicht.


Und ich hab noch nie ein Pferd mit auf diese Weise übereinander gestellten Hinterhufen gesehen - daher meine Frage, wozu das gut ist bzw. welche Strukturen dadurch evtl. geschont werden?
Die Hufe stehen nicht voreinander, sondern wirklich der eine teilweise auf dem anderen.



Geschrieben von stechmuecke am 06.05.2014 um 20:42:

 

weißt du, es ist ja immer so, dass man irgendwann einfach auch mit ein paar "handicaps" leben muss. Wenn das Pferd schon so alt ist, hm, wieviel soll man da noch machen? Wenn er nicht viel läuft, dann ist halt die Frage, ob er Schmerzen hat. Das sollte er halt nicht haben.
Der Knubbel kann schon eine Knochenzubildung sein, woher die auch immer kommen kann (das sollten dann lieber die TAs beantworten Augenzwinkern ) Muss ja aber trotzdem nicht schlimm sein, immerhin dürfte er die Beweglichkeit des Gelenks an der Stelle ja nicht maßgeblich beeinflussen.

Mit den Hinterbeinen: wie gesagt, habe das so schon gesehen. Gelenke können schon einseitig geschont werden,( die Muskulatur, Sehnen/Bänder auch).



Geschrieben von chocolate am 06.05.2014 um 21:14:

 

Mein erstes eigenes Pferd, ein Vollblut, der von 2 bis 12 (satte 10 Jahre!) auf der Rennbahn lief und völlig durchgeknallt war, hatte an einigen Gelenken heftige verknöcherte Knubbel. Ich bekam ihn geschenkt als er 14 war.
Ähm ja, man kann auch in völlig geistiger Umnachtung gute Entscheidungen treffen...
ich war relativer Reitanfänger mit Ü30...
Wir haben im Galopp das Gelände erobert und ich habe die heimische Flora des öfteren aus nächster Nähe beobachten können. Er wurde supertoll, nach ca. 3 Jahren konnte ich sogar bremsen und mit 26 kam er bei einem Weideunfall ums Leben.
Bis dahin sind wir fast täglich geritten inklusive Wanderritte und die Knubbel haben ihn nie gestört. Er war never ever einen Tag lahm.
Bei einem Pferd mit 30 würde ich mir da keine Gedanken machen, es sei denn er hat sichtlich Schmerzen, dann muß man was tun und zwar schnell.



Geschrieben von Wisy am 06.05.2014 um 21:15:

 

Wir haben ein Pony am Stall, dass extreme Arthrose im Hüftgelenk hat, der steht auch so mit den Hinterbeinen, oft wird das Hinterbein der schlimmeren Seite auch nicht auf den anderen Hinterhuf gestellt, sondern sogar kreuzweise daneben. Der hat erhebliche Schmerzen und humpelt übelst durch die Gegend, die Besitzerin kann sich nicht zum Erlösen durchringen. Zeitweise kriegt der wochenlang Schmerzmittel geschockt

Unser Opi mit verknöchertem Spat steht auch öfter so, manchmal glaube ich, das entspannt ihn irgendwie oder so, der hat keine Schmerzen dabei, dafür kennen wir ihn zu gut, das würden wir merken. Als der Spaz akut war (vor Jahren) hat er nie so gestanden, erst, als alles schmerzlos und verknöchert war.

Das, was "deiner" da macht, sieht seeeehr ähnlich aus und das Karpalgelenk könnten Knochenzubildungen sein, kann man aber auf nem Foto nicht gut erkennen.

Fazit : könnte extrem schmerzhaft sein, könnte aber auch einfach altersmäßig abgenutzt und verknöchert sein, kann man so von außen nicht sagen. Was sagen denn die Besitzer? Vorderbeschlag scheint ja zum Abrollen gestaltet zu sein.



Geschrieben von Helmingur am 06.05.2014 um 21:58:

 

Habe mit der Besitzerin noch nicht viel reden können, sie wohnt ein Stück weit weg und hat ein gebrochenes Bein.
Ich weiß nur noch, dass er Cushing hat (außerdem Blickdiagnose) und Hufrehe hatte (wahrscheinlich deshalb der Beschlag - scheinen Duplos oder etwas ähnliches zu sein).

Arthrose soll er auch haben, nur wo weiß ich eben nicht - und auch nicht, ob der Knubbel dazu gehört oder nicht.
Wollte nur mal horchen, ob jemand sowas schon mal gesehen hat, ich nämlich nicht.
Das andere Arthrose/Spat-Omilein am Stall hat keine sichtbaren Deformationen und steht auch mit den Hinterbeinen ganz anders da.
(Einige Arthrose-Menschen, die ich gesehen habe, hatten durchaus auch recht deformierte Gelenke...)


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