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Geschrieben von Bylgia am 06.08.2014 um 11:12:

  Husten

Hier die Situation:
Ein Pferd, das ich kenne, hustet seit mehreren Monaten und atmet auch schlecht.
Teilweise hat er richtige "Hustenanfälle". Teilweise kommt gelblicher Schleim raus - aber oftmals hustet er "trocken".
Anfangs eher in der Nacht... momentan mehr am Tag. Anfangs hat das husten auch "tiefer" getönt als nun.
Geritten kann er nicht mehr werden, wegen dem Atmen ...mitnehmen als Handpferd geht zwischendurch. Zwischendurch atmet er aber schlecht genug, dass auch Bodenarbeit (die schneller als Schritt ist) nicht mehr geht.
Er hustet übrigens auch, wenn er nur da steht.
Ob es regnet oder nicht hat keinen Einfluss, Temperatur auch nicht.

Natürlich wurde der TA geholt (jehnste Male).
Es wurde mit Homeopathie, Kräutern, 2 Monaten Cortison (wurde zuerst besser, dann wieder schlechter während der 2 Monate) u.s.w. recht alles durchprobiert.

Jetzt wird es mit neuen Kräutern probiert.

Wir sind alle etwas ratlos... hat jemand von euch einen Tip, was man noch ausprobieren könnte?



Geschrieben von Svalin am 06.08.2014 um 11:25:

 

wie sieht das Futter aus?
wie die Einstreu?

Heustauballergie?

Sofort das Futter umstellen und für eine staubarme Umgebung sorgen...
Es gibt Bronchienerweiterer und Schleimlöser - aber wenn der TA da nicht selber drauf gekommen ist...
Cortison wäre jetzt nicht meine Wahl gewesen - klar, dass es erstmal hilft.
War denn eine Entzündung vorhanden - man haut doch nicht einfach so einen Entzündungshemmer ins Pferd. Oder?

Blut untersuchen, auf Allergene testen, wenn da nichts ist, mit "Ventiplus" behandeln und während der Behandlung mäßig bewegen, damit der Schleim rauskommt.

Mit jeder Woche, die ihr abwartet, werden die Schäden größer und - vor allem - nicht mehr reversibel:
Pferd richtig krank, Rentner oder einschläfern....

Ps: Kräuter: das Geld kann sie sparen.... so viele Kräuter bekommt man gar nicht ins Pferd, wie es bräuchte, damit eine Wirkung zu erzielen.
In so einem Fall braucht ihr Kanonen, keine Kräutertees...

und hört auf rum zu probieren böse



Geschrieben von Bylgia am 06.08.2014 um 11:36:

 

@Svalin:
Es wurde Nichts am Einstreu/Futter geändert. Das Pferd steht schon seit Jahren dort, wo es steht.

Recht staubfrei ist es auch - plus es wird nun auch teils das Heu bedampft.

Einstreu ist Stroh oder so "Kügeli" die man reintun kann und wenn das Pferd drauftritt "verfallen" sie und saugen sehr gut Flüssigkeit auf.
Das Pferd steht aber meistens draussen.

Es wurde auch noch mit Hustensaft und diesem weissen Pulver versucht u.s.w. (also Schleimlösende Sachen.. hat auch nix gebracht).

....Alles nix genützt.



Geschrieben von Svalin am 06.08.2014 um 11:53:

 

dann: Tierklinik
Das volle Programm:
Bronchien untersuchen, Sauerstoffsättigung - alles, was geht.

Oder wirklich aufgeben -
unglücklich



Geschrieben von Bylgia am 06.08.2014 um 12:19:

 

@Svalin: Das mit der Tierklink wurde bis jetzt nicht gemacht, weil das Pferd eher von der nervösen Sorte ist, schon älter plus halb blind und nach Möglichkeit möchten die Besitzter dem Pferd den Stress ersparen.

Wir kamen noch auf die Idee, dass - weil der Schleim leicht gelblich ist - evt. immer noch eine Entzündung vorliegt?

Weiss jemand von euch, ob man wie beim Menschen aktiv das Blut auf Antigene/Immunantwort auf Viren/Bakterien/Krankheitserreger nachweisen kann?

Eine sonstige Allergie von etwas rund herum würde ich ausschliessen, das das Pferd seit 10 Jahren oder mehr dort ist und Nichts verändert wurde.

Auf die Kräuter ist Besitzter gekommen, weil es anscheinend ein paar "austherapierten" Pferden noch geholfen hat.



Geschrieben von Yuki am 06.08.2014 um 12:24:

 

Inhalieren wirkt sehr gut wenn das pferd den annimmt und nicht nur flach atmet. Heu bedampfen... hmm ich glaube davon geht aber der staub nicht raus oder? Wir waschen für meinen copdler das heu durch und lose kriegt er es auch nicht mehr dadurch kann er nicht drinnen rumwühlen. Seit das stroh komplett weg ist geht es ihm um vieles besser und husten ist selten. Fange jetzt an inhalator langsam auf reines nacl und dann ganz runter zu setzen.
Klinik würde ich auch versuchen.

Toi toi toi für das Pferd!

Bylgia meiner hat auch plotzlich angefangen! Das kann tlw. Durch dauerhafte Belastung dann plötzlcih auftreten und vorher hat man nichts gemerkt.



Geschrieben von Plüschpony am 06.08.2014 um 12:36:

 

Das hört sich leider gar nicht gut an. Wir hatten das Thema letztes Jahr auch massiv und haben seither zwei Huster im Stall. Vom TA hatten wir wirklich alles verordnet bekommen, was machbar war (zuerst hat man mit "leichteren" Mitteln angefangen, bis wir am Ende dann bei Cortison waren).
Wir hatten schulmedizinisch alles durch, über Sputolysin, Bisolvon, Antibiotika (das nach zwei Bronchoskopien spezifisch auf die akuten Erreger gegeben wurde) und Cortison. Alles hat immer nur kurze Linderung, aber nie langfristige Erfolge gebracht.

Unseren "Durchbruch" hatten wir durch das Inhalieren. Das hat unsere Huster wirklich gerettet. Zudem wurden sie noch ein wenig homöopathisch eingestellt, was auch ganz toll gewirkt hat.

Wichtig ist, dass man das auf jeden Fall abchecken lässt. Eine Bronchoskopie kann auch vor Ort gemacht werden, womit man dann vielleicht Erreger herausfinden kann und spezifisch behandeln könnte. Da es sich aber schon so lange zieht, befürchte ich fast, dass da was zurückbleiben wird unglücklich

Wenn möglich tut auch angepasste und leichte Bewegung gut, also beispielsweise Schrittspaziergänge. Somit bleibt Kreislauf und Lunge noch in Bewegung. Aber da muss man sehr vorsichtig sein und auf das Pferd achten, damit es nicht überfordert wird!

Ich wünsche euch alles gute und drücke dem Pferd die Daumen! Lungengeschichten sind gar nicht schön unglücklich



Geschrieben von hochelfe am 06.08.2014 um 12:37:

 

also ich würde auch die Lunge checken lassen (in der Klinik).
bei der Stute meiner Freundin waren die Blutgaswerte Top, aber die Lunge sah schlimm aus. gottseidank haben sie vor der OP (hat ein Auge entfernt bekommen) nochmal reingeschaut, sonst wäre sie wohl nicht mehr aufgewacht.
bei ihr hilft auch nichts. der Husten kam einfach so, genau wie bei euch wurde nichts verändert. Es wurden schon viele Tests auf Allergien etc (kann ja auch später einfach so kommen; beim Menschen ja auch) gemacht, und Schleimproben genommen, es wird das Heu bedampft (durch das Bedampfen gehen ja die Sporen weg, weile Auslöser des Hustens sind), es gibt keine Einstreu usw. aber selbst im Sommer hat sie ein Atemgeräusch.



Geschrieben von Skuggi99 am 06.08.2014 um 12:50:

 

Recht staubarm ist noch nicht staubfrei... Da würde ich eher ansetzten als ersten Punkt.

Gelber Schleim spricht eher für ein bakterielles Geschehn.

Ich würde auch in die Klinik oder zumindest eine Bronchioskopie machen lassen, bei der man eine Schleimprobe zieht und die untersuchen lässt.


und das ganze recht schnell... das hört sich ja schon sehr! dramatisch an.

Inhalieren würde ich auch anfangen, das hilft bei meinem Hustenpony noch am Besten. Wenn er ganz schlimme Phasen hat, gibt es auch mal Bronchienerweiterer.



Geschrieben von Bylgia am 07.08.2014 um 13:02:

 

Ich habe gestern mal erzählt, was ich hier so gelesen habe.

Aktuell wird mit den Kräutern weiters gemacht, da er anscheinend gar nicht schlecht darauf anspricht (...ich komme das etwas wenige rmit über, da ich weder pflege noch mit dem Pferd arbeite).
Bevor nochmals mit Cortizon o.ä. dahintergegangen wird, wird aber evt. das mit der Bronchioskopie und dem Blutbild ausprobiert.

Solange das Hüh noch gut und mit Freude frisst, wird sonst einfach auch Bodenarbeit/Spazieren umgestellt.



Geschrieben von Runa05 am 08.08.2014 um 19:44:

 

mein wallach (10) hat letztes jahr ab mitte april monatelang gehustet. TA hat bronchitis diagnostiziert und darauf behandelt; immer wieder gespritzt, hustenpulver gegeben. es wurde aber nicht wirklich besser. im winter hörte es wieder auf.
dieses jahr fing er bereits ende februar an. letztes jahr hatten wir ein spätes frühjahr+pollenflug, dies jahr ein frühes. ich vermutete eine pollenallergie - wie heuschnupfen beim menschen - und hab ihm auf tipp einer freundin lexa sabol ( schwarzkümmel-, borretsch- , nachtkerzenöl) gegeben, bzw er kriegt es seitdem täglich und hustet nicht mehr.
vielleicht wäre das auch einen versuch wert, je nach diagnose in der klinik.



Geschrieben von Gosa am 09.08.2014 um 13:55:

 

Ich habe ein Pony zu Hause, das chronisch Probleme mit der Atmung hat. Vor
vier Jahren war die Meinung des TA nicht gut. Er war selbst nicht überzeugt, ob
er es schafft, oder nicht.
Er schaffte es, ist zeitweise ruhig reitbar und bekommt von mir in seinen
schlimmeren Phasen Thymiankrauttee, Kräuter für die Atemwege und er steht
im Offenstall.
Als unser Stromgerät den Geist aufgab und unser neues noch nicht da war,
brach er aus seinem Paddock aus. Bis das Stromgerät da war, musste er
zwangsläufig in den Stall gesperrt werden. Dort verschlechterte sich die
Situation wieder. Er hustete viel mehr als draussen.



Geschrieben von Bylgia am 09.08.2014 um 23:12:

 

Danke für eure Beiträge!
Ich leite immer die Zusammenfassungen davon weiters Augenzwinkern

Seit ein paar Tagen wird mit dem Wallach inhaliert... es löst sich zwar Schleim, aber bildet sich auch wieder nach.

... aktuell atmet er zeitweise "recht" gut, zeitweise so, dass man ihm fast nicht zuschauen kann.



Geschrieben von Bylgia am 23.08.2014 um 18:33:

 

Update:

(für alle die, die mir so lieb geantwortet haben auf die Frage).

Es wurde nun wieder mit Cortison angefangen und es wurde ein professoineller Inhalier-Apparat gekauft.

Dem Hüh geht es soweit wieder deutlich besser, so dass er morgen mal wieder als "Handpferd" bei der Kutsche mitgenommen wird.


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