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Geschrieben von Jarpur am 19.08.2014 um 09:56:

  schlechte Hufqualität

Mein Pferd hat momentan ziemlich brökkelige Hufe, so dass ich Probleme habe, da er die Hufeisen verliert.
Mir ist klar, dass ich die Hufqualität nicht von jetzt auf gleich verbessern kann und dass das seine Zeit dauert.
Was kann ich tun um das Wachstum anzuregen und langfristig die Qualität des Hufhorn zu verbessern?
Ich schmiere alle 2-3 Tage Lorberöl auf den Kronrand und habe meinem Pferd jetzt ein spezielles Mineralfutter für die Hufe gekauft.
Auf Barhuf + Hufschuhe umstellen würde ich aus verschiedenen Gründen sehr ungern.
Habt ihr noch Ideen?
Wie bekomme ich das Mineralfutter in mein mäkeliges Pony? Hab ihr dazu noch Tipps?



Geschrieben von Helmingur am 19.08.2014 um 10:53:

 

Das Problem hat die Stute meiner Mutter auch, ein Ersatzschmied hat einmal so eine Art "Bandage" um den Huf gemacht und dort genagelt.
Wie genau das funktioniert, weiß ich nicht, hat aber sehr gut gehalten (was ich nicht gedacht hätte).

Was mir noch einfällt wären Klebeschuhe / "-eisen", vielleicht nur eine Beschlagsperiode, damit was nachwachsen kann bzw. bis besseres Horn nachkommt (was aber um einiges länger dauert).

Bewegung regt das Wachstum an!
Stimmt das Grundfutter?
Passt das Mineralfutter dazu?
Ich habe gehört, dass gewisse Aminosäuren bei brüchigen Hufen helfen können - weiß allerdings nicht, welche genau, wieviel und in welchem Verhältnis.

Mineral könntest du unter aufgeweichte Heucobs oder unmelassierte Rübenschnitzel mischen.
Oder eine Handvoll Müsli, wenn Pony es dann frisst (ansonsten bin ich kein Müsli-Fan...).



Geschrieben von Sanni am 19.08.2014 um 10:59:

 

Ich habe allerbeste Erfahrungen mit Keralit Huffestiger gamacht. Das wird regelmäßig äußerlich angewendet.

Daneben habe ich dann noch Biotin ins Futter gegeben.

Beides zusammen hat so richtig super geholfen!



Geschrieben von Svalin am 19.08.2014 um 11:03:

 

Alle Zusatzmittelchen helfen nur, wenn ein Mangel besteht.
Ob der besteht, sagt dir ggf. eine Blutuntersuchung oder Haarmineralanalyse (je nach Überzeugung).
Besteht der nicht, kannst du all die teuren Mittelchen sparen...

Wenn es gar nicht ohne Hufschutz geht, musst du kleben lassen (hießen die Dinger "Dallmer-Clogs"?) - dein Pferd sieht dann aus, als hätte es Birkenstocksandalen an großes Grinsen
Sauteuer, sehr aufwändig und Schmeide mögen sie nicht, weil es eben nicht "ruckzuck" geht und manchmal fallen sie auch wieder ab... - wenn, dann mach's jetzt. Im Winter wird das Kleben noch schwieriger, weil der Kleber zum Abbinden eine gewisse Temperatur braucht.

Das Einzige, was bei uns einen endgültigen Erfolg gebracht hat, war die Umstellung auf barhuf - dauert lange, kostet Nerven (weil immer wieder was ausbricht, bis die Nagellöcher rausgewachsen sind), aber dann war's super:
wesentlich besseres Hufwachstum, stabile Wand, alles wie es sein sollte.



Geschrieben von Wisy am 19.08.2014 um 11:09:

 

So einen Kandidaten habe/hatte ich auch. Meine Erfahrung damit ist, dass langfristig nur das Weglassen der Hufeisen für ein gesamtes Durchwachsen der Hufe (ca. 1 Jahr) bei optimaler Fütterung und Bewegung hilft. Ich weiß, du wirst jetzt sagen : das geht nicht! Habe ich auch lange gesagt, bis irgendwann gar nichts mehr ging (nachdem wir alles, aber auch wirklich alles, was der Markt so hergibt (zum Füttern und Schmieren), probiert haben bis hin zu Klebeschuhen). Es blieb uns nichts anderes mehr übrig. Nach diesem Jahr sind die Hufe jetzt um Welten besser!

Unser Pony hat super schwierige Hufe, weil sie eigentlich insgesamt viel zu klein für sein Gewicht (Größe) sind, dadurch hat er ungünstige Hebelverhältnisse, die das Wachstum durch falschen Druck verhindern. Eventuell kommen bei deinem auch solche ungünstigen Dinge dazu?

Was sagt denn dein Schmied dazu?

Übrigens : lass dir nicht einreden, du müsstest dauernd irgendwas von außen schmieren / Wässern whatever, außer, dass dein (und das des Pferdes) Nervengerüst dadurch leidet, passiert gar nichts Augenzwinkern

Die Fütterung muss über das Grundfutter optimiert werden, das macht unglaublich viel aus. Mineralfutter bringen da nur bedingt was.

Wenn dein Pferd keine Stoffwechselprobleme hat, könntest du es auch mit geraspelten Möhren, Apfelmus und co. probieren, ihm das gewünschte Futter unterzujubeln oder so lange wechseln, bis du ein Mineralfutter gefunden hast, was er nimmt...



Geschrieben von Jarpur am 19.08.2014 um 11:16:

 

Danke für eure Antworten!

Jarpur wird 4-5 mal die woche für ca. eine Stunde geritten, Tagsüber Offenstall mit Heu und Stroh und einem kleinen Stück Wiese (gras ist da abgefressen), nachts kommt er auf die Wiese (zumindest im Sommer). Mineralfutter bekommt er jetzt HufVital von Atcom (wenn er es dann frisst). Wenn ich das Mineralfutter mit Müsli oder Heucobs oder Kwik Beets gebe rührt er je nach Laune das ganze gar nicht an oder sortiert es schön aus.

Über eine Umstellung auf Barhuf habe ich auch nachgedacht. Das Problem ist wir haben keine weichen sondern fehr feste und teilweise steinige Wege :-(. Also blieben dazu nur Hufschuhe. Dazu kommt, dass mein kleiner recht passig veranlagt ist.
ich habe vor einigen Jahren schonmal eine Zeitlang auf Barhuf mit Hufschuhen umgestellt, bin dann aber wieder zu den Hufeisen zurückgekehrt.

Ich denke ich werde mal eine Harrmineralanylse machen. Hat da jemand eine Empfehlung für mich wo ich das am besten machen lassen kann?



Geschrieben von Jarpur am 19.08.2014 um 11:23:

 

Ich habe recht lange gebraucht um ein normales Mineralfuter zu finden was er nimmt. das einzige was er frisst ist St. Hippolyth Semper Min oder von Marstall Weideriegel. Ja, ich weiss nicht optimal, aber ich habe mir gedacht besser ein nicht optimales Mineralfutter als gar keins.

Apfelmus nimmer er auch nicht, geraspelte Möhren hab ich noch nicht versucht.



Geschrieben von Wisy am 19.08.2014 um 11:25:

 

Ja, bei einem Pferd mit einem solchen Hufzustand musst du bei Umstellung sogar damit rechnen, die erste Zeit gar nicht reiten zu können. Und : es geht meist nicht im Winter die Umstellung zu beginnen, weil sie da oft vermehrt auf Beton stehen und der Abrieb am Anfang zu groß ist. Besser ist eine Jahreszeit mit Weidegang dazu geeignet.

Übrigens : das passige hat nicht zwingend mit den Hufen zu tun Augenzwinkern .

Ich drücke dir die Daumen, dass ihr die Hufe in den Griff bekommt fröhlich



Geschrieben von Jarpur am 19.08.2014 um 11:35:

 

Danke!

Ich weiss, dass die Passtendenz nicht an den Hufen liegt. Das ganze lag wahrscheinlich eher an meiner Unwissenheit und seiner Neigung dazu (schlechte Kombination). Nunja, wir arbeiten daran und sind da auch auf einem recht guten Weg denke ich. Es ist halt nicht so einfach ein sich so eingeschlichenes Muster zu durchbrechen. Heute bin ich schlauer und würde von Anfang an vieles anders machen.



Geschrieben von Wisy am 19.08.2014 um 13:12:

 

Da sagst du was, Jarpur, ich glaube, das geht uns allen so Ja winken



Geschrieben von Ástrida am 31.08.2014 um 09:02:

 

Wenn das Huf Vital noch immer so riecht wie vor ein paar Jahren kann ich dein Pferd verstehen ;-) der Oldie meiner Freundin sollte das wegen seiner Hufe auch fressen und es war regelmäßig ein Kampf überhaupt etwas davon in ihn rein zu bekommen Augen rollen
Ich mochte den Geruch auch nicht...dachte immer an Brühe Würfel oder sowas mit noch irgendwas dabei...nicht lecker...


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