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Geschrieben von Gáski am 23.03.2015 um 11:08:

  Hustenproblem - Strohallergie

Unsere eine Stute ist wohl gegen Stroh bzw. gegen den Staub darin oder irgendwelche Partikel (Schimmelpilzallergie?) allergisch, denn sie hustet sofort, wenn man sie zum Putzen in eine Stallgasse stellt, in der auch Stroh in größeren Mengen gelagert wird. Beim Reiten, auf dem Paddock, im Offenstall und auf der Weide ist sie vollkommen ohne jegliche Symptome und der Tierarzt kann auch nichts feststellen. Natürlich müssen wir sie nicht dort putzen, aber wir füttern zusätzlich zum Heu ad libitum ein wenig Stroh dazu, um etwas mehr Struktur ins Futter zu bekommen, da wir im Winter bei sehr feinem Heu Probleme mit Kotwasser bekommen haben. Bei dieser Kombination, d. h. eine Rippe Stroh eines Großpackens verteilt auf zwei Pferde hustet sie ebenfalls. Insofern dürfte es nur helfen, das Stroh wegzulassen. Soweit so gut. Allerdings stellt sich im nächsten Winter die Frage, wie wir mit der Rauhfütterung umgehen. Da ich den Heueinkauf nur mittelbar beeinflussen kann, könnte es durchaus sein, dass wir wieder sehr feine Halme haben werden. Insofern suche ich nach einer strukturreichen Zugabe zum Heu, um nicht wieder ein Kotwasserproblem zu haben. Hat hierzu irgendjemand eine Idee?



Geschrieben von Lexi am 23.03.2015 um 11:24:

  RE: Hustenproblem - Strohallergie

Wie wäre es mit Luzerne, die Du statt des Strohs zufütterst?

Oder kannst Du vielleicht Grassamenheu (also quasi das Stroh, das bei der Produktion von Grassamen anfällt) bekommen?



Geschrieben von Wisy am 23.03.2015 um 12:11:

 

Luzerne bringt zwar annähernd die gleich hohe Rohfasermenge wie Heu ins Pferd, dafür aber annähernd die doppelte Menge an Rohprotein und die 4-fache an Calcium!

Luzerne als Kraftfutterersatz ist prima, aber als Aufwertung der Rohfasermenge nur bedingt geeignet, finde ich.

Gáski, reagiert sie auf Getreide selbst auch mit Husten oder "nur" auf das Stroh?

Staub kann es ja nicht sein, dann hätte sie es ja auch bei Heu allein.



Geschrieben von Gáski am 23.03.2015 um 13:16:

 

Wir füttern eher wenig Kraftfutter, aber mit Hafer hat sie kein Problem und mit Heu auch nicht. Ich persönlich tippe auf eine Schimmelpilzallergie. Bevor das jetzt falsch verstanden wird: Das Stroh ist nach der üblichen Sicht- und Geruchsanalyse von bester Qualität, aber man hat im Stroh oftmals einen gewissen Anteil an Schimmelpilzen, die üblicherweise kein Problem darstellen.

Staub selbst ist übrigens eigentlich fast nie das Problem sondern immer das, was vom Staub "transportiert" wird. Es geht übrigens um keine großen Ersatzmengen, da meine Pferde mit einer Rippe Stroh eines Großpackens durchaus 3-5 Tage auskommen. Sie nutzen es nur ein wenig zum Knabbern, aber das reichte vollkommen aus, um unser Kotwasserproblem zu beseitigen. Insofern dürfte es relativ egal sein, wie viel Rohprotein und Calcium Luzerne enthält.



Geschrieben von judy am 23.03.2015 um 18:00:

 

Luzerne hat meinem Pferd bei Kotwasser sehr gut geholfen, der Eiweißgehalt ist unterschiedlich, gibt es extra reduziert, zB von Multifit bei Equiva. Ich hab nur wenig gefüttert und das reichte schon. Lange Fressdauer gibt es darüber halt nicht.



Geschrieben von Zottel am 23.03.2015 um 19:25:

 

Eine lang Fressdauer ist auch nicht wichtig.
Heu ist ja genug da.

Man könnte denken sie hat Asthma wenn sie neben dem Strohballen geputzt wird.
Das ist aber auch erst seit Anfang des Jahres so.



Geschrieben von Amada am 23.03.2015 um 20:23:

 

Habe eine Heustauballergische Stute, welcher ich Heu und Stroh bedampfe ( Stroh nur etwas zum Knabbern) und Späne (Granulat) als Einstreu.
Da ich eh bedampfe,ist es für mich keine große Arbeitsbelastung mehr.



Geschrieben von Gáski am 23.03.2015 um 20:47:

 

Wir nutzen keine Einstreu im Offenstall und mit Heu hat die Stute keine Probleme. Es liegt wohl nur am Stroh, welches ich sicher nicht bedampfen werde, denn das wäre für unsere geringen Bedarfe wohl etwas übertrieben.



Geschrieben von Funny_Girl am 24.03.2015 um 09:05:

 

Wie wäre es evtl hiermit?
Oder vlt das hier?



Geschrieben von Gáski am 24.03.2015 um 10:52:

 

Das Strohangebot von Agrobs könnte interessant sein, während ich das zweite Angebot nicht weiterverfolgen werde, da ich kein Krippenfutter brauche. Wir füttern bereits ein wenig hier von, um das Mineralfutter in die Pferde zu bekommen. Vielen Dank für die Anregung.



Geschrieben von Pika am 24.03.2015 um 19:04:

 

Wie wäre Heu aus Naturschutzgebieten als Alternative zum Stroh?
Also die Menge, die Du als Stroh verwendest durch später geschnittenes Heu zu ersetzen?

Wiesen im Naturschutzgebiet dürfen erst später, nach einem bestimmten Termin (irgendwas im Juli) geschnitten werden. Da ist der Rohfasergehalt vermutlich einiges höher und schafft vielleicht einen Ausgleich zum "normalen" Heu?!

Gruß Hilke

z.B. hier
http://www.wochenblatt.com/landleben/startklar/startblog/pascal-kuethe/stichtag-15-juli-6673.html



Geschrieben von Velvakandi am 24.03.2015 um 19:07:

 

Für meine Begriffe ist "normales" Heu definiv nicht früher als im Juni geschnitten. Richtiges Pferdeheu schneidet man doch nach der Blüte und abgeblüht haben die Gräser ja früher im Jahr noch nicht.
Ich dachte eher, Gáski hat eventuell Heu vom zweiten Schnitt (was auch kein Pferdeheu ist eigentlich) und deshalb ist es so fein?



Geschrieben von Pika am 24.03.2015 um 19:22:

 

Zeitgleich!

Hatte schon in Juli verbessert.

Gruß Hilke



Geschrieben von Velvakandi am 24.03.2015 um 19:27:

 

Okay, Einspruch zurück gezogen großes Grinsen
Unser Bauern hat allerdings teilweise auch erst im August gemäht, je nachdem wie das Wetter vorher war. Das Heu war deswegen auch nicht unbedingt schlechter.



Geschrieben von Gáski am 25.03.2015 um 08:13:

 

Wie ich im ersten Beitrag dieses Themas geschilderte hatte, habe ich nur bedingt Einfluss auf den Einkauf des Heus, insofern bringt es mir leider gar nichts, wenn ich mich nach Heu aus Naturschutzgebieten umsehen würde, da ich dann vermutlich ein Lagerungsproblem hätte. Ich bin sehr froh darüber, dass ich unseren Pferden überhaupt Heu ad libitum bieten kann, denn Standard ist hier portionierte Silage.



Geschrieben von Helmingur am 25.03.2015 um 08:49:

 

Was für Stroh fütterst du denn?
Weizenstroh?
Gäbe es die Möglichkeit, mal anderes zu versuchen (Hafer-/Gerstenstroh)?

Ansonsten ist das echt schwierig. Kopfkratzen



Geschrieben von Zottel am 25.03.2015 um 09:23:

 

Auch das Stroh ist vorgegeben. Die Stuten stehen in einem Pensionsstall, in dem wir einen zweier Offenstall haben.

Ich denke, wir probieren es mal mit Luzerne anstatt Stroh.



Geschrieben von Gáski am 25.03.2015 um 11:30:

 

Es handelt sich um Gerstenstroh.



Geschrieben von Funny_Girl am 26.03.2015 um 09:39:

 

Zitat:
Original von Pika
Wie wäre Heu aus Naturschutzgebieten als Alternative zum Stroh?
Also die Menge, die Du als Stroh verwendest durch später geschnittenes Heu zu ersetzen?

Wiesen im Naturschutzgebiet dürfen erst später, nach einem bestimmten Termin (irgendwas im Juli) geschnitten werden. Da ist der Rohfasergehalt vermutlich einiges höher und schafft vielleicht einen Ausgleich zum "normalen" Heu?!

Gruß Hilke

z.B. hier
http://www.wochenblatt.com/landleben/startklar/startblog/pascal-kuethe/stichtag-15-juli-6673.html


Gäbe es vlt eine Möglichkeit, Schnitt von Streuwiesen zu bekommen?
Bei uns dürfen diese nur einmal im Jahr gemäht werden und zwar sehr spät, meist erst im September.
"Unsere" Streuwiesen liegen im Moorgebiet, von daher sind viele harte Gräser (z. B. Binsen) enthalten.

Ab und an ergattern wir einen Ballen davon, da lassen meine Samtnasen das normale Heu achtlos links liegen und stürzen sich auf den Streuwiesenschnitt.


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