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Geschrieben von Felischa am 25.06.2015 um 12:27:
Wichtig ist das der Schirm weiss und der Ball schwarz ist !!
Ansonsten fliegen die Bremsen da nicht so stark drauf.
Ja diese von dieser Firma kann ich empfehlen eine Freundin hatte sie noch wesentlich teurer gekauft, hat sich aber trotzdem bezahlt gemacht.
Ich habe eine Eigenkreation, trotz falschem Standort gingen viele Viecher auch da rein.
2te Punkt... verspielte Pferden sollte man den Zugang verwehren evl durch E-Zaun, denn meine wurde komplett geschrottet von Felischas Tochter
Geschrieben von Atli am 25.06.2015 um 12:47:
Wo war demn der falsche Standort?
Mein Reitplatz liegt ca. 1,5-2 m höher als der Paddock. Dazischen ist die Böschung, zu der die Pferde keine Zugang haben. Wo plaziere ich dann die Falle, also in welcher Höhe?
Viele Grüße aus der Eifel
Astrid
Wo finde ich eine Bauanleitung? Wie teuer sind die Bestandteile für den Eigenbau? Muss sich ja schon lohnen ...
Geschrieben von Skyggnir am 25.06.2015 um 13:26:
Hatte Lexi das nicht neulich samt Anleitung im Uhrzeitenthread gepostet? Ich erinnere mich an den Reifrock

. Da wir selber (toitoitoi) kein Bremsenproblem haben, habe ich das aber nicht so genau gelesen.
Geschrieben von Lexi am 25.06.2015 um 13:29:
Der Ball soll auf Pferdepopohöhe hängen. Die Falle an sich sollte möglichst frei aufgestellt werden, also nicht an einem Gebäude befestigt sein.
Material:
-Reifrock (eBay, <10€)
-Wespenfalle (dto., 2er-Pack, Preis weiß ich nicht mehr)
-kleine Springform (Supermarkt, 3 - 5€)
-Kugelfender (Segelsportbedarf, Amazon, ca. 20€)
-Eimerhenkel
-Kordel
-event. Klebeband
Werkzeug:
-Metallbohrer
-Lochstanze (wird verwendet, um Löcher in Küchenspülen zu machen, durch die die Armatur geht)
Sieht hinterher ungefähr so aus:
Vorgehen:
In den Boden der Springform mittig ein Loch bohren, um mit der Lochstanze das große Loch für den Insektenauslaß zu machen.
Rund um das große Loch vier gleichmäßig voneinander entfernte Löcher mit dem Metallbohrer bohren,
hier werden zwei Kordeln durchgefädelt, um den Kugelfender aufzuhängen (Kordelende vernoten, damit es nicht durch das Loch rutscht, von oben nach unten durchfädeln, Kugelfender auffädeln, durch das gegenüberliegende Loch wieder nach außen fädeln, ebenfalls verknoten; mit der zweiten, gleich langen Kordel wiederholen).
Oben in den Rand der Springform müssen noch zwei Löcher, in die der Eimerhenkel zum Aufhängen des Ganzen eingehakt wird.
Die Springform wird aufgemacht, der obere Rand des Reifrocks wird so zwischen Boden und Rand eingeklemmt, daß der Kugelfender unten noch ein Stück rausschaut (geht am besten zu zweit!). Ich habe den oberen Saum dann jeweils um den Rand der Springform gekrempelt und mit Klebeband rundum fixiert, man kann ihn aber auch abschneiden.
Eimerhenkel einhängen, Wespenfalle über das gestanzte Loch stellen (ich hab die kleinen Kunststoffstandfüßchen abgebrochen), aufhängen, Bremsen fangen
Geschrieben von Wisy am 25.06.2015 um 13:42:
Oha...vor...5 Jahren? (da waren die "echten" noch so richtig teuer)...wollte ich auch solche Dinger bauen. Gesagt, getan und alles an Zubehör gekauft, ewig nach schwarzen Hüpfbällen gesucht, Kuchenformen gekauft usw.
Und dann haben wir zu dritt versucht, die Dinger zu bauen...und sind kläglich gescheitert...die hängen bis heute nicht, eine einzige hatten wir so leidlich fertig gestellt, aber die hat nie mehr den Weg auf die Weide gefunden, weil es an der Aufhängung mangelte.
Lexi, für dich sicherlich ein Klacks, für jemanden mit zwei linken Händen (wie mich und die SB) ein Abenteuer

.
Atli, bist du begabte Bastlerin? Falls nicht, kauf lieber die Fertige für 90,--€, das schont deine Nerven

.
Geschrieben von Atli am 25.06.2015 um 16:42:
Hinkriegen würde ich das schon, aber sowas bleibt dann immer ewig liegen, bzw. es dauert, bis ich das ganze Zeug besorgt habe
Wann und ob ich dann anfange zu basteln ist wieder ein neues Kapitel
Wieso ist der Kontrast bei der 90 €-Falle nicht schwarz-weiß
Also dann doch die teure
Eben als ich draußen war, herrschte totale Gewitterluft und die Bremsen waren ständig am nerven, auch so riesige

Ich war versucht, diese Falle SOFORT zu bestellen, lese jetzt erstmal hier nach
Hat keiner die 90 €-Falle und kann berichten?
Viele Grüße aus der Eifel
Astrid
Geschrieben von snappy am 25.06.2015 um 19:36:
Ich habe zwei Bremsenfallen: einmal die TAON-X und einmal die von Kerbl mit dem hellgrünen Schirm.
An der Südgrenze meiner Weiden geht ein Bach vorbei. Früher war das ein typischer Bach, wie sie in den 60ern und 70er in der Flurbereinigung angelegt wurden: Gerade, keine Uferzone, keine Bepflanzung. => fast keine Bremsen.
2009 wurde der Bach renaturiert, wodurch größere Flächen mit Matsch und stehenden Wasserflächen entstanden sind. =>Die Bremsenpopulation explodierte förmlich. Ein Aufenthalt auf meiner Terrasse war unmöglich, von der Weide ganz zu schweigen.
Deshalb habe ich 2010 und dann noch 2012 jeweils eine Bremsenfalle gekauft, die nun auf halbem Weg zwischen Bach und Haus bzw. Stall stehen. Beide Fallen fangen ungefähr gleichviel und sie fangen jedes Jahr weniger Bremsen, weil die Population stark zurückgegangen ist. Ich verbuche das als Erfolg
Die Fallen stehen übrigens ganzjährig draussen, ich entferne nur den Fangbehälter in den Wintermonaten. Die Fallen sind aus sehr widerstandsfähigem Material und sehr haltbar. IN meine selbstgebauten Fallen wollten keine Bremsen reingehen oder das MAterial zerbröselte nach ein paar Wochen durch die UV-Strahlung. Ich habs dann aufgegeben und eine Falle gekauft - und das nicht bereut, auch wenn die Taon-X damals als Sonderangebot auch schon 160 Euro gekostet hat.
Geschrieben von Pika am 25.06.2015 um 19:53:
Ich habe auch 2 Fallen selbstgebastelt.
Sie fangen beide Bremsen und andere dumme Viecher, die glauben, hier gäbe es was zu holen.

Aber das im Umkreis von xxxx metern die Pferde ihre Ruhe haben, ist bei mir nicht so. Vielleicht liegt es an den Fallen???
Da ich nichts neues kaufen wollte, habe ich meinen grünen Gymnstikball und einen Wasserball mit Silofolie umklebt. Zum Kuchenbacken fehlt mir seit "Pferde in Eigenregie" die Zeit

somit waren die Springformen über. Aus alten weißen Gardienen entstand das Netz. Ein ins Netz geklebter Hulahupp-Reifen dient zur Formgebung unten. Als Bremsenfalle habe ich so eine 1000gr Weingummibox mit eingeklebtem Plastikflaschenkopf.
Ich habe die Fallen am Stall nähe Wasserbottich und am Unterstand hängen. Auf der Weide hat's im Stum meine Holzlatte zerbrochen .... ist noch nicht repariert worden, deswegen sind derzeit beide Fallen am Stall.
Die Fallen sollte nicht im Wind hängen. Angeblich gibt's für Bremsen bestimmte Einflugsschneisen. Wenn man dort seine Falle plaziert, wäre es am Besten.
Gruß Pika
Geschrieben von Atli am 26.06.2015 um 09:55:
Wie orte ich die Einflugschneise
@ snappy - siehst du einen Unterschied zwischen dem grünen und dem weißen Schirm?
Der billigere von Taon X ist ja auch nicht weiß ???
Wie groß ist der Fangbehälter und wie oft entleert ihr den?
Ich bestellen eine Falle, aber welche?
Viele Grüsse aus der Eifel
Astrid
Geschrieben von Atli am 26.06.2015 um 11:38:
Noch eine Frage:
Wie tief muss der Stab in den Boden?
Lässt die Falle sich leicht versetzen?
Kann die bei Koppelwechsel "mitgenommen" werden?
Viele Grüße aus der Eifel
Astrid
Geschrieben von snappy am 26.06.2015 um 22:58:
Der hellgrüne Schirm ist halt hellgrün

Der Hersteller wirbt damit, dass man als Mensch davon nicht geblendet wird. Naja, kann ich nicht nachvollziehen und den Bremsen scheint es egal zu sein.
Die Taon-X muss in den Boden "geschraubt" werden, die von Kerbl in den Boden geklopft. JEweils bis Anschlag. Mir wäre das AUf- und Abbauen zu aufwändig. Ich würde die Falle nicht umziehen lassen, da die Momentan-Belastung der Bremsen durch die Falle nicht so sehr gemindert wird, aber durch das Wegfangen der ersten Generation wird die Population immer kleiner. Du musst da langfristig denken.
Im ersten Jahr musste ich den Behälter im Juni wöchentlich leeren, inzwischen einmal pro Monat, wobei mir die Spinnen, die ihre Netze im Trichter bauen, die meiste Arbeit abnehmen
Die Einflugschneise wäre z. B. von einem Rückzugs- oder Brutort zu den Opfern.
Also etwa von Getreidefeldern, Feuchtgebieten oder Knicks zur Weide oder Stall.
Geschrieben von judy am 27.06.2015 um 10:46:
Könnt Ihr so ungefähr abschätzen welche Flächengröße eine Falle abdeckt? Also quasi Reichweite der Falle...
Möchte das Thema mal bei uns am Stall ansprechen, hoffe drauf, dass die anderen mitmachen und man sich die Anschaffungskosten teilen kann.
Bin selbst etwas skeptisch, weil der Bach ja nicht nur an den Weiden, sondern das ganze Tal entlang läuft, ob die Bremsen dann nicht einfach von etwas weiter weg angeflogen kommen
Geschrieben von Atli am 27.06.2015 um 12:29:
Danke @ Snappy - erstmal ging es mir um die Bremsen hier am Haus, also Paddock und Reitplatz.
Wenn ich dich richtig verstehe, macht es mehr Sinn, die Falle am Rand des Grundstücks aufzustellen, also in Bachrichtung (fließt unten im Tal, Paddock und Reitplatz ist weiter oben) als mitten im Grundstück zwischen Paddock und Reitplatz?
Blöd, ich hatte schon die Vorstellung, dass die momentane Bremsenbelastung deutlich geringer wird. Hatte mich aber schon gefragt, wieso die Bremsen an den Ball statt an die Pferde gehen???
Vor ca. 6? Jahren gab es hier schonmal viele Bremsen, so dass ich Fliegenausreitdecken gekauft habe. Habe ich aber nur das eine Jahr benutzt. Jetzt bin ich wieder knapp davor ...
Wenn die Falle die Bremsenplage wieder eindämmt, soll es mir auch recht sein!
Das Umziehen der Falle hatte ich mir für die Jungpferde und Zuchtstuten überlegt. Die Armen werden ja auch ganz schön belästigt
Weiß jemand ob Wellcar mit der Langzeitwirkung gegen Bremsen wirkt?
Viele Grüße aus der Eifel
Astrid
Geschrieben von Velvakandi am 27.06.2015 um 15:36:
| Zitat: |
Original von Atli
Hatte mich aber schon gefragt, wieso die Bremsen an den Ball statt an die Pferde gehen??? |
Die Idee dahinter ist glaub ich, dass man die Falle in die Einflugschneise stellt, weil die Bremsen dann gefangen werden bevor sie bei den Pferde sind. Die Bremsen reagieren ja auf große (dunkle oder zumindest gleichmäßig gefärbte) Körper - daher der Ball, der ein Pferd simuliert. Wenn die Bremse also früh aus dem Haus geht und sich auf den Weg macht zum Frühstück, ist das erste "Tier" was sie trifft, die Bremsenfalle. Dort wird sie dann gefangen und belästigt kein Pferd. Und sie kehrt auch abends nicht nach Hause zurück und pflanzt sich damit nicht fort.
Geschrieben von Svartur17 am 01.07.2015 um 14:18:
Ich hab ebenfalls zwei der original TAON-X Fallen von Kerbl, mittlerweile im vierten Jahr. Tja, leider schwächeln die Teile mittlerweile etwas...
Wie Wisy schon schrieb, waren die vor Jahren ja noch so teuer, daß man für so etwas nicht so viel Geld ausgeben wollte/konnte, weshalb ich auf die Idee kam, sie selbst nachzubauen. Hab dann hochmotiviert zwei schwarze Kugelfender im Bootszubehör bestellt, die heute noch unaufgeblasen in der Scheune vor sich herdümpeln, einen Auffangbehälter gebastelt, dabei blieb es dann... äh
Hatte damals nämlich die sehr günstige Gelegenheit, zwei Fallen zum Preis von nur einer zu bekommen, wenn wir ne Mindestanzahl abnehmen. Da das halbe Dorf aus Pferden besteht, war das kein Problem und deshalb hängen hier nun 3 Fallen in nächster Nachbarschaft. Lt. Hersteller deckt die große Falle eine Fläche von ca. 10.000 qm ab.
Ich hab schon das Gefühl, daß es mit den Bremsen weniger wird, auch anderes Viehzeugs wird ja damit weggefangen, nicht nur Bremsen. In diesem Jahr haben wir gerade mal seit einer guten Woche überhaupt Bremsen, während ich mich erinnern kann, daß wir die sonst schon immer Anfang Juni begrüßen durften. Ist natürlich wetterabhängig, klar. Bei uns ist das Bremsenvorkommen leider sehr, sehr hoch und ohne Zebradecke reitet hier keiner aus, weil die Pferde und Menschen bereits am Anbinder aufgefressen werden. Sehr nervig!
Dummerweise sind aktuell beide meine Auffangbehälter der TAON-X kaputt, weshalb ich da mit Plastiktüte als Abdeckung für den Topf arbeite, was ne günstige Übergangslösung ist, denn ein neuer Behälter kostet ca. 23 €. Bei der einen Falle ist leider aber auch der weiße Stoffkegel durch das UV-Licht so zerstört, daß er sich oben am Aufhänger komplett abgelöst hat und auch nicht mehr mit Textilband zu kitten war. Ich bastele deshalb gerade einen Ersatz aus günstigem Wachstischtuch, das gerade mal 4 € für den lfd. Meter gekostet hat. Der Bedarf liegt bei ca. 2,15 m. Es ist zwar etwas knifflig, den Stoff rund zu bekommen, damit man ihn um den Ring "biegen" kann, aber ich bastel gerne ;-).
Geschrieben von Atli am 01.07.2015 um 15:44:
Diese Bremsenfalle habe ich am Montag für 122,63 inkl. Versand bestellt und sehe gerade, dass sie heute 150,-- € kostet
https://www.hitmeister.de/product/154453221/
Jetzt hoffe ich nur, dass ich diese problemlos aufstellen kann ...
Viele Grüße aus der Eifel
Astrid
Geschrieben von Encanto am 02.07.2015 um 20:46:
Wirklich interessant dieses Thema. Wir haben nämlich gerade eine Bremsenplage. Ich hätte nicht gedacht, daß diese Fallen wirklich funktionieren. Es wird ja oft so vieles angepriesen was super gegen die Plagegeister helfen soll und hinterher stellt man dann oft fest, daß man das Geld für nichts ausgegeben hat. Deshalb hätte ich mich irgendwie nicht getraut eine so teure Falle zu kaufen. Aber wenn´s wirklich funktioniert ist sie ja ihr Geld wert.
Geschrieben von Atli am 06.07.2015 um 15:00:
Meine Männer haben am Samstag die Bremsenfalle zwischen Weide und Paddock (noch darüber ist der Reitplatz) direkt an der Wasserstelle aufgestellt
Unten im Tal läuft der Bach, so dass die Falle in der Einflugschneise stehen sollte.
Das Teil stand gerade, da waren schon die ersten drin, obwohl offensichtlich keine Bremse gesichtet wurde. Man wurde also nicht umschwärmt oder so ...
Die Plage war zwar in der Hitze nicht mehr ganz so schlimm, aber es sind bereits einige gefangen. Geleert werden muss die Falle noch nicht, aber wenn Snappy nur 1x die Woche geleert hat und später 1x im Monat, so ist das schon okay.
Eine Bremse konnte gestern wieder entkommen. Ball und Schirm bewegten sich im Wind teils gegenseitig, so dass diese Bremse nach oben wegfliegen konnte, weil der Schirm gerade auf der anderen Seite war ...
Ich werde weiter berichten.
Viele Grüße aus der Eifel
Astrid
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