DasGangPferdeForum (http://www.dasgangpferdeforum.de/index.php)
- Rund ums Gangpferd (http://www.dasgangpferdeforum.de/board.php?boardid=2)
-- Gesundheit und Krankheiten (http://www.dasgangpferdeforum.de/board.php?boardid=5)
--- Stellungsfehler??? Hinterbeine drehen sich beim Schritt nach außen (http://www.dasgangpferdeforum.de/thread.php?threadid=9830)
Geschrieben von Mysla am 01.07.2015 um 13:00:
Stellungsfehler??? Hinterbeine drehen sich beim Schritt nach außen
Meine junge Stute läuft seit einiger Zeit etwas merkwürdig: Sie dreht im Schritt die Hinterbeine mit Sprunggelenkt nach außen. Mal etwas mehr, mal etwas weniger und auch nur im Schritt, dann läuft sie ziemlich eierig.
Habe dies auch schon einem Tierarzt gezeigt und einem Osteopathen, aber die meinten da wäre nichts bzw. haben es dann "eingerenkt" (Osteopath), dann war es auch ne zeitlang fast weg, aber gestern in der Reitstunde war es dann wieder da. Manchmal sieht man es gar nicht, manchmal ist es schon extrem. Die Reitlehrerin meinte, es wäre ein Stellungsfehler und man müsste es beobachten bzw. es würde an mangelnder Muskulatur liegen. Das Pferd ist 5 Jahre alt und befindet sich gerade in der Ausbildung.
Ich bin immer so hin und hergerissen, nochmal jemand kommen zu lassen. Habe auch schon im Netz recheriert und da wurde auf einigen Seiten beschrieben, dass es durchaus Pferde gibt, die ihre Hinterbeine so drehen und dass das "normal" sein bzw. das diese Pferde damit ganz normal "alt" werden können bzw. bis ins hohe Alter damit geritten werden können. Was würdet ihr tun, nochmal einen Tierarzt drauf schauen lassen oder ignorieren???
Geschrieben von Baron am 01.07.2015 um 13:41:
Wenns nach der Ostepatischen behandlung weg oder zumindest besser war, würde ich sagen das du das nochmal wiederholen musst. Manchmal braucht es mehre behandlungen plus Muskelaufbau dazwischen bis sich das entsprechende Gelenk stabilisiert.
Geschrieben von Flair am 01.07.2015 um 14:52:
Bei jungen Pferden in der Ausbildung kommt es schon mal vor, dass sie ihren Körper und ihre Beine "neu sortieren". Wichtig ist, dass Du aufschreibst wann es auftritt und wie heftig. Damit Du einen besseren Überblick hast, ob es vielleicht einen Auslöser gibt.
Wenn es nichts medizinisches ist, hilft es oft die Füße bewusster zu benutzten und setzten zu lassen, also Stangenarbeit bei der die Abstände und die Höhe variiert und die Füße ganz gezielt antippen und setzten lassen auch mal einen Schritt zurück über die Stange wagen dem Pferd viel Zeit lassen dabei, oft die Hinterbeine abstreifen, das hilft dem jungen Pferd sich aller Beine bewusster zu werden. Auch spazieren in unwegbarem Gelände hilft.
Muskelkater kann auch mal so ein Drehen auslösen, das Pferd versucht sich dann durch den "Kater" zu mogeln. Mein Jungpferd ist als Naturtölter manchmal auch etwas huddelig mit seinen Beinen und gerade wenn er wächst läuft er im Training und dannach mit der Hinterhand immer wiedermal eirig oder starksig. Er ist auch 5! Ihm hilft dann eine gezielte Massage der Hinterhand am inneren "Oberschenkel". Dabei streife ich mit der flachen Hand von vorne (nähe Knie) nach hinten mehr mit dem Ballen der Hand dann ziehe ich meine Finger ein und gleite mit der Oberseite der Fingernägel von hinten nach vorn und lasse die Finger leicht auseinander gleiten. Das mache ich zunächst sehr vorsichtig aber dann drückt er oft von selber stärker gegen meine Hand. Ich kratze ihn dabei nicht sondern benutze nur die glatte Oberseite meiner Fingernägel und Fingerkuppen und bleibe nur auf dem Muskel. Diese Wechselmassage habe ich von meiner Physiotherapeutin und der Kerl liebt es. Das es gut tut merkst Du an der Reaktion. Weich und sanft starten, dann langsam etwas fester werden. Er bleibt dannach oft noch eine Weile entspannt stehen und läuft dannach eindeutig besser.
Da das Drehen kein ständiger Zustand ist denke ich nicht das es an den Sehnen oder Bändern liegt sondern eher an der Muskulatur. Ein Stellungsfehler zeigt sich oft auch an einer unterschiedlichen Abnutztung der Hufe, frag den oder die HufbearbeiterIn vielleicht mal dannach. Solltest Du Dein ungutes Gefühl behalten, nimm Dir das Recht auch eine zweite Meinung von einem anderen Tierarzt einholen zu können. Ich habe noch keinen Tierarzt erlebt der beleidigt gewesen wäre, die kennen uns "Pferdemütter" halt zu gut.
Ich wünsch Euch alles Gute1
Geschrieben von Mysla am 01.07.2015 um 14:59:
Danke Flair für die ausführliche Beschreibung!!! Ich werde das auch mal ausprobieren bzw. vielleicht nochmal den Osteopathen gucken lassen.
Geschrieben von Rezo am 01.07.2015 um 17:15:
ganz viele pferde drehen so aus, weil sie im schub und nicht in der tragkraft arbeiten. das heisst, sie schieben sich über die vorhand hinweg nach vorne, anstatt hinten last aufzunehmen und den körper so vorwärts zu tragen. das schieben geht dann natürlich sehr viel besser, wenn sie die hufe noch so ausdrehen und seitlich kräftig abdrücken (wenn wir menschen was schieben müssen, drehen wir die füsse ja auch oft so seitwärts, sodass man mit der ganzen inneren kante abstossen kann

)
anyways, kurz gesagt heisst das eigentlich nur: arbeite an lastaufnahme auf der hinterhand (sofern es wirklich das ist) in kombi mit korrekter stellung und biegung natürlich. ich glaube nicht, dass das ausdrehen ein fehler der stellung an sich ist, sondern dass dus eher mit korrekter stellung (bzw. gymnastizierung) wegkriegst. ist irgendwie dasselbe und trotzdem wieder nicht
meine RL hat so ein wahnsinniges schub exemplar. wenn sie ihn einfach laufen lässt, dreht er brutal aus. sobald sie ihn korrekt arbeitet, ist da praktisch nix mehr. sie hofft, dass er irgendwann so weit ist, dass er gar nicht mehr so stark im schub arbeitet von natur aus, sondern sich das "korrekte" gehen soweit aneignet, dass er es selber von sich aus macht. er ist aber auch noch sehr jung (4).
Geschrieben von Funny_Girl am 01.07.2015 um 23:51:
@Rezo: Deiner Logik folgend, müsste das Pferd dann eigentlich in allen Gangarten so laufen, m. E. müsste sie das auch im Trab zeigen, wenn sie, anstatt sich auf die HH "zu setzen", hinten schiebt und vorderhandlastig läuft.
Lt. Mysla macht sie das aber nur im Schritt und nach einer Osteopathiebehandlung war es fast weg.
Von daher glaub ich eher weniger, dass es mit dem Schub über die Vorhand hinweg zu tun hat.
Ich bin da eher bei Baron, zumal es sich um ein junges Tier in der Ausbildung handelt.
M. M. nach kann durchaus ein (kleiner) Stellungsfehler vorliegen - Mysla hast du Fotos, die du einstellen kannst? - der sich durch (noch) fehlende Muskulatur verstärkt.
Es kann auch durchaus so sein, wie Flair vermutet, dass die Stute versucht, über einen Muskelkater hinweg zu laufen, das würde auch das Eiern erklären.
Allerdings sollte es in der Ausbildung nicht zu Muskelkatern kommen (dass es mal vorkommt ja, aber hier scheint es regelmäßig der Fall zu sein), das ist ein Zeichen von Überlastung.
Gerade bei der Ausbildung von Jungpferden sollte man drauf achten, dass in kurzen Reprisen gearbeitet wird.
Ich weiß ja jetzt nicht genau, wie lange die Stute bereits unterm Sattel ist, aber Mysla, du sprichst von einer Reitstunde - wie lange dauert die? Wenn wir von einer "normalen" Reitstunde ausgehen, sind das 45 bis 60 min, die für dein Pferd zu viel sein könnten.
Die Ursache für den "Eierlauf" kann durchaus im Rücken sein, wenn das Pferd noch nicht genügend Tragemuskulatur aufgebaut hat bzw (noch) nicht korrekt über den Rücken geht und dazu noch zu lange gearbeitet wird, dann ist sowas vorprogrammiert.
Daraus kann sich dann schnell ein Teufelskreis entwickeln: Pferd kann noch nicht korrekt über den Rücken gehen -----> Muskulatur fehlt -----> Überlastung ---> Pferd hat Muskelkater ---->verspannt im Rücken ---------> Tragkraft entwickeln und Rücken aufwölben wird immer schwieriger....
Das sind natürlich alles nur "Schüsse ins Blaue", hast du schon mal überlegt, einen Physiotherapeuten draufsehen zu lassen? Ein Osteopath ist super (find ich toll, dass du einen geholt hast), aber manchmal braucht es ein anderes Fachgebiet, um rauszufinden, was Sache ist. Was Tierarzt betrifft...meiner Erfahrung nach erkennt leider auch ein Fachtierarzt für Pferde die Ursachen für Rittigkeitsprobleme oder dgl nicht immer.
Mysla, berichte doch bitte, wie es mit der Stute weitergeht und ob ihr doch noch fündig werdet, was ihr Problem anbelangt. Viel Glück!
Geschrieben von Rezo am 02.07.2015 um 11:31:
Funny_Girl: Stimmt, das habe ich überlesen. Aber vielleicht trägt sich das Pferd im Schritt anders als in den anderen Gangarten. Es gibt ja nichts, was es nicht gibt bei Pferden
Geschrieben von Topsy am 05.07.2015 um 09:57:
Das ist lustig, habe erst gestern abend mit einem Hufschmied (der nach 17 Jahren wegen Rückenproblemen jetzt aufgehört hat), genau über diese Problematik gesprochen. Und zwar kamen wir darauf, weil ich ihm erzählte, dass die vorderen Duplos sehr schnell abgelaufen sind (bei vielem Ausreiten nach 4 Wochen), während die Duplos an den Hinterhufen praktisch nie richtig abgelaufen sind.
Er hat mir das dann mit 2 Punkten erklärt:
1. Vorderbeine bekommen mehr Gewicht drauf und damit alleine sind die vorderen Duplos stärker belastet.
Aber es gibt auch noch einen 2. wichtigen Punkt:
2. Wenn sich die Hinterbeine beim Gehen nach aussen drehen, was manche Pferde einfach tun (ohne, dass das krankhaft sein muss), das tun viele Pferde einfach in unterschiedlichen Graden, dann nutzen sich natürlich auch die Eisen hinten stärker ab.
So gesehen wäre es ein super Zeichen, wenn sich die hinteren Hufeisen kaum abnützen würden, denn das bedeutet, dass das Pferd "sauber" geht.
Aber es heisst jetzt nicht, dass es krankhaft ist, wenn sie hinten "unsauber" laufen. Das wäre bei vielen Pferden einfach so.
Also, wenn Dein Pferd dadurch keine Beschwerden dadurch entwickelt, brauchst Du es nicht weiter zu beachten (ich fand aber die Erklärung von Rezo sehr gut und generell ist es immer gut, einen Blick auf das "Problem" zu haben...). Aber vielleicht kannst Du es ja mit "wenig rutschendem Hufschutz" oder Barfuss ausprobieren, denn dann kann sich der Huf weniger drehen... hm.
Geschrieben von Funny_Girl am 06.07.2015 um 12:36:
Ähm Topsy - die Vorderhand eines Pferdes trägt von Natur aus mehr Gewicht als die Hinterhand....
Aus dem Grund soll das Pferd unterm Reiter ja vermehrt Last auf die Hinterhand bringen.
| Zitat: |
| So gesehen wäre es ein super Zeichen, wenn sich die hinteren Hufeisen kaum abnützen würden, denn das bedeutet, dass das Pferd "sauber" geht. |
Was ist das für ein Bullshit????
Ein super Zeichen? Wenn der noch mehr solch Weisheiten drauf hat, dann ist es wohl wirklich besser, dass der aufhört.
Dass die vorderen Duplos abgewetzt sind, die hinteren dagegen kaum, ja, das ist ein Zeichen - und zwar, dass dein Pferd fröhlich auf der Vorhand durch die Gegend latscht!!!
Geschrieben von Atli am 06.07.2015 um 12:56:
@ Funny Girl - ich dachte schon, ich wäre die einzige, die diese Aussage merkwürdig findet
Viele Grüße aus der Eifel
Astrid
Geschrieben von Wisy am 06.07.2015 um 13:33:
Ich wollte nicht schon wieder den Buhmann...äh, die Buhfrau machen
Geschrieben von Funny_Girl am 06.07.2015 um 14:51:
Mir platzt bei sowas einfach der Kragen... die Äußerungen des Schmiedes sind absoluter Bullshit.
Mir egal, ob ich dann Buhfrau bin oder nicht..
Die Sache mit der Gewichtsverteilung des Pferdes auf Vor- und Hinterhand sollte eigentlich zum Grundwissen eines jeden gehören, der mit Pferden zu tun hat.
Traurig, dass dem nicht so ist.
Geschrieben von Zambezi am 06.07.2015 um 16:40:
Na ja, der Abrieb der Eisen ist aber auch nicht nur von der Gewichtsverteilung abhängig, das ist genauso B*****t (ich mag das Wort nicht wiederholen)
Nach dieser Logik müssten die Eisen von Kaltblütern doppelt so schnell abgelaufen sein wie die von Arabern. Es spielt eine ganz entscheidende Rolle, wie der Huf auffußt, ob er dreht oder nicht. Eine viel größere Rolle als die Verteilung des vergleichsweise niedrigen Reitergewichts dürfte das Verhältnis der Hufgröße zum Körpergewicht des Pferdes spielen. Ich könnte mir vorstellen, dass kalibrige Pferde mit relativ kleinen Hufen einen höheren Abrieb haben. Vielleicht kann FraukeF mehr dazu sagen?
Geschrieben von Topsy am 06.07.2015 um 19:32:
Wenn ich den Hufschmied nochmals treffe, kann ich ja Eure Meinung weitergeben. Ich habe ja nur weitergegeben, was er gesagt hat.
Topsy hat übrigens vorne 2 Hufschuhgrössen grössere Hufe als hinten. Die hinteren Hufe sind also im Verhältnis zu vorne relativ klein.
Übrigens hat mein Hufschmied (also nicht der, der mir das hier erzählt hat) beim letzten Beschlag vorne die orangenen und hinten die härteren grünen Duplos draufgetan. So gesehen erwarte ich schon deshalb, dass die sich dieses Mal aus DIESEM Grund u.a. vorne schneller abnutzen.
Ich glaube nicht, dass er ein schlechter Hufschmied war (da er aus der Gegend von Funny_Girl kommt, kann es sogar sein, dass sie ihn kennt). Er hat sich super mit Pferden ausgekannt, kannte auch sofort die TWHs und ich habe mich klasse mit ihm unterhalten.
Im Moment ist er tieftraurig, dass er es nicht mehr machen kann, mit seinem Rücken. Er hätte es immer und immer wieder probiert, war bei x Ostheopathen, Ärzten, etc. aber nichts hat auf Dauer geholfen. Hufschmied hat er aus Passion gemacht, und das hat man gemerkt. Er hat mir sehr leid getan.
Geschrieben von Topsy am 06.07.2015 um 19:51:
Funny_Girl:
was also Punkt 1 betrifft, sind wir uns ja einer Meinung:
Genau das, dass die von sich aus mehr Gewicht tragen, siehe auch hier:
Irrtum 2: Jeder Huf trägt ein Viertel Pferd.
http://www.barnboox.de/wissensdatenbank/fachartikel/pferdehufe-20-irrt%C3%BCmer-%C3%BCber-wei%C3%9Fe-hufe-lange-eisen-und-die-bedeutung
Also, regst Du Dich jetzt "nur" über Punkt 2 auf:
wenn Pferde "sauber" laufen, also die Hinterhufe nicht nach links und rechts drehen, gibt es hinten weniger Abrieb.
Richtig oder Falsch jetzt?!
Apropos gibt es bei den TWHs natürlich noch einen eigenen Punkt 3:
beim Walk wird vorne getrabt, hinten Schritt gegangen (d.h. mit der Hinterhand "geschoben"). Und die trabenden Hufe setzen ihren Hufen und damit Hufeisen eine stärkere Belastung aus, als die Schritt gehenden Hufe.
Geschrieben von Wisy am 06.07.2015 um 22:21:
Diese Beschreibung des Walk habe ich noch nie gehört? Ist das nicht ein verschnellerter Schritt, bei dem immer 3 Beine am Boden sind?

Wie sollte sich denn diagonaler Zweitakt (Trab) mit einem Viertakt (Schritt) bei Teilung in Vor- und Hinterhand mischen? Topsy, könntest du mal die Fußfolge des Walk angeben bitte?
Geschrieben von Zambezi am 06.07.2015 um 22:41:
Beides ist richtig.
Im Prinzip ist der Walk ein schneller Schritt. Wenn das Pferd aber einen korrekten Running Walk geht, "setzt" es sich hinten, die Hinterbeine treten flach und weit unter den Schwerpunkt, während das Pferd sich vorne aufrichtet, die Vorhand leicht wird und "ins Laufen kommt". Das sieht dann so aus, als ob das Pferd hinten Schritt gehen und vorne traben würde. Dabei kann es dann auch zu hinteren Einbeinstützen kommen anstelle der vorderen Dreibeinstützen.
Für den Abrieb spielt das meines Erachtens keine Rolle, obwohl ich mir vorstellen kann, dass der Abrieb höher ist, wenn das Pferd mit der Hinterhand mehr schiebt als trägt. Aber beim Abrieb spielen so viele andere Faktoren mit rein ... ich denke, dass man es sich zu einfach macht, wenn man das auf einen einzigen Faktor reduzieren will.
Geschrieben von Smartie am 07.07.2015 um 18:08:
Wisy, beim Walk wechseln sich lt. Definition immer 2- und 3- Beinstützen ab. Das mit der Einbeinstütze wird immer noch (mehr oder weniger kontrovers) diskutiert, also ob das dann noch "reiner" Walk sei ....
Zweibeinstütze:

Geschrieben von Mysla am 07.07.2015 um 18:29:
Um nochmal auf meine Problematik zurückzukommen:
Mir erscheint es so, als ob dieses Drehen dann besonders extrem auftritt, wenn sie Schenkelweichen und Schulterherein auf unserem echt winzig kleinen Viereck machen soll. Als meine Reitlehrerin sie neulich geritten ist, ist es mir so extrem aufgefallen. Auf dem Paddock macht sie es bspw. nicht.
Sie hat weiterhin Probleme sich aufzurichten und weit unterzutreten. Sie tritt schon unter, also über den Hufabdruck der Vorderbeine, aber es war schon mal mehr als jetzt.
Ich hatte mich übrigens vertan. Der der mein Pferd vor ca. 4 Wochen eingerenkt hat, war der Physiotherapeut, der ist jetzt im Urlaub, daher wollte ich einen Osteopathen rufen (den Herrn Dörre), der mir bei dieser Problematik angeblich auch weiterhelfen kann.
Mir kommt es vor, als ob sie ständigen Muskelkater hätte, dabei reite ich sie schon sehr schonend. Sie wird 4-5x geritten, davon 2x Gelände, 2x Platz und 1x Longe. Leider ist unser Gelände, sowie unser Platz absolut untauglich für die Ausbildung eines jungen Pferdes. Um einen Meter zu Tölten muss man eine halbe Stunde steil bergauf und bergab reiten. Das ist echt nervig. Oft ist sie dann schon gut geschwitzt, dass ich am liebsten wieder umkehren möchte. Um eine kleine Strecke zu tölten ist man insgesamt 1,5 Stunden unterwegs und auch nur dann, wenn das Pferd einen ordentlichen Schritt geht.
Unser Platz ist sowas von eng, dass wenn sie trabt schwupp die Kurve kommt und dann haben wir Gangsalat :-) Der Tölt geht ganz gut auf dem engen Platz, aber mir kommt es eben so vor, als ob Platz und Gelände ihr nicht gerade gut tun :-(.
Meine RL meint auch, die anderen "kleineren" Problemchen würden daran liegen, dass meine Stute von einem sehr guten Bereiter ausgebildet worden ist und ich eben nicht so gut reite, wie dieser Bereiter (dazu muss man sagen, der Bereiter hat bereits an 4 Weltmeisterschaften teilgenommen, ich arbeite auf mein erstes Turnier hin :-). Hm... das ist sehr gut möglich, aber ich habe meine Stute fast wöchentlich 1x bereiten lassen und 1x Unterricht genommen und es haben sich trotzdem diese Fehlerchen eingeschlichen. Eigentlich hatte ich den Beritt mit dem Ziel finanziert, dass sich eben keine Fehler einschleichen, aber egal ...
Die spannende Frage ist jetzt, wie ich meine Stute aus diesem Teufelskreislauf wieder rauskriege und auf den richtigen Weg bringe.
Geschrieben von Yuki am 07.07.2015 um 18:59:
Kannst auch mal ptobieren reines lysin zu füttern das hilft sehr gut bei nicht arthrose geschuldeten gelenk hüft bzw muskelproblemem.
Und noch was:
Achtung: Bitte hier keine panik auslösen bei meiner frage! Hast du schon mal einen ta mit spez. Auf tcm akkupunktur etc. Da gehabt und die frage nach im isg festsitzenden herpesviren gefragt? Anmerkung: das ist nicht ansteckend oder lebensbedrohlich oder gegährlich! Mein ta hat es mir damals so etklärt: sehr sehr viele pferde kamen schon in kontakt mit den nicht hochgefährlichen herpesviren und da gibt es wohl welche die sich gerne z.b. im isg festsetzen. Massagen bzw physio oder osteo helfen da sehr gut dagegen und eben auch lysin. Tcm ärzte können da auch speziellere mischungen aufs pferd zuschneiden.
Im schlimmsten fall ist das pferd morgens klar und um 14uhr fest im rücken und hat schmerzen. Eventuell kommt bei uns auch die überempfindlichkeit bei nässe und wind davon. So einen anfall hatte meiner in 3 jahren jetzt 1x ist aber jetzt schon 18 und seit wir regelmäßig behandeln und ich auch bei kleineren verschlechtetungen lysin gebe läuft und läuft er wie ein uhrwerk.
Wurde etwas viel sorry. Lg
Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH