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Geschrieben von stechmuecke am 20.01.2016 um 08:21:

 

Zitat:
Original von sigga


Zitat:
Original von stechmuecke
Das alles geht aber nur mit Goldleinsamen, der andere hat für diese Methode zu viel Blausäure.


Stimmt so leider nicht ganz. Der Blausäuregehalt ist annähernd gleich. Man sagt, bis ca. 100 g Leinsamen kann man auch gefahrlos ohne Kochen füttern (dann egal welcher).


wo steht das, wer sagt das? Ich kenne bisher eben nur, dass der goldene weniger haben soll. Aber ich bin natürlich offen für neue Erkenntnisst Augenzwinkern (wenn sie belegt sind)



Geschrieben von Wisy am 20.01.2016 um 10:19:

 

Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis


stechmuecke, wer sagt denn, wo steht denn, dass der gelbe Leinsamen weniger Gehalt an cyanogene Glycosiden als der braune hat? Dafür konnte ich bisher noch keine wissenschaftlichen Beweise im Netz finden, hast du nen Link?

Diese Firma hat offensichtlich sogar das Gegenteil in einem Versuch festgestellt? Kopfkratzen



Geschrieben von isparo am 20.01.2016 um 10:20:

 

Ich kaufe meinen Leinsamen immer hier:

http://www.kellers-leinsamen.de/

Er braucht nicht (mehr) gekocht zu werden. Als Magenkur schütte ich schon mal etwas warmes Wasser drüber, für den Fellwechsel gebe ich ihn pur. Er riecht angenehm nussig und ich gebe ihn sogar in mein eigenes Müsli mit rein. Die Pferde fressen ihn gern, auch direkt aus der Hand.

ooops Wisy, hab Deinen post erst hinterher gelesen großes Grinsen



Geschrieben von Lexi am 20.01.2016 um 10:43:

 

Wenn ich mir diesen Beitrag anschaue, dann scheint der goldfarbene Leinsamen lediglich besser zu schmecken und mehr zu quellen.
Hier wird für den menschlichen Verzehr übrigens geraten, nicht vorquellen zu lassen. Ich weiß nicht, ob man das 1:1 übertragen kann?

Der Artikel bestätigt aber meine Info, daß der Blausäuregehalt in den Mengen, in denen man mit den Leinsamen arbeitet, vernachlässigen kann.



Geschrieben von Wisy am 20.01.2016 um 12:29:

 

Lexi, klar, wenn es um die abführende Wirkung geht (darum geht es in deinem Artikel), dann brauchst du die Quellung erst im Darm, weil dadurch der Darm quasi "ausgefüllt" wird und damit der träge Darminhalt vorwärts geschoben wird.

Wenn du aber Wirkung durch Schleim im Magen haben willst, musst du vorquellen lassen!

isparo, die sind schon vorgekocht, die habe ich auch schon verfüttert smile .



Geschrieben von Lexi am 20.01.2016 um 12:48:

 

Aaah, Wisy! Da hast Du sowas von Recht!



Geschrieben von sigga am 20.01.2016 um 18:46:

 

Zitat:
Original von stechmuecke
Zitat:
Original von sigga


Zitat:
Original von stechmuecke
Das alles geht aber nur mit Goldleinsamen, der andere hat für diese Methode zu viel Blausäure.


Stimmt so leider nicht ganz. Der Blausäuregehalt ist annähernd gleich. Man sagt, bis ca. 100 g Leinsamen kann man auch gefahrlos ohne Kochen füttern (dann egal welcher).


wo steht das, wer sagt das? Ich kenne bisher eben nur, dass der goldene weniger haben soll. Aber ich bin natürlich offen für neue Erkenntnisst Augenzwinkern (wenn sie belegt sind)


Wie Wisy schon schreibt, finden sich für die Behauptung zum Goldleinsamen und geringerem Blausäuregehalt keine Belege, ich hab dazu mal relativ intensiv recherchiert.
Ich finde übrigens interessant, dass man immer alles belegen muss, wenn man mal sagt, die (im Internet kursierende Behauptung) stimmt nicht, die Behauptung selbst wird meist kommentarlos als richtig hingenommen großes Grinsen



Geschrieben von Yuki am 20.01.2016 um 20:26:

 

Sagt eine Frage noch: die Flohsamen kann man genaus anmachen wie Leinsamen? Ganze Samen oder besser nur die Schalen?



Geschrieben von Pika am 20.01.2016 um 20:36:

 

Nimmst Du die Schalen, die soll man quellen lassen. Die Samen müssen nicht quellen, ich feuchte das Futter aber ein wenig an.

Ich nutze immer Samen zum Entsanden; für andere Zwecke haben ich Schalen oder Samen noch nicht angewendet.

Gruß Pika



Geschrieben von sigga am 20.01.2016 um 21:10:

 

Zitat:
Original von Yuki
Sagt eine Frage noch: die Flohsamen kann man genaus anmachen wie Leinsamen? Ganze Samen oder besser nur die Schalen?


Das kommt drauf an, was man bezwecken will. Flohsamenschalen haben außer der Schleimbildung nicht wirklich einen "Nutzen" und quellen im Verhältnis einfach deutlich mehr. Flohsamen werden auch im Zusammenhang mit Insulinresistenz angewandt, da dann aber als ganze Samen.



Geschrieben von Pika am 20.01.2016 um 21:16:

 

@sigga

Meinst Du, man könnte die Samen dann überhaupt nicht zum Entsanden nutzen?

verwirrt



Geschrieben von stechmuecke am 20.01.2016 um 21:53:

 

Zitat:
Original von sigga

Ich finde übrigens interessant, dass man immer alles belegen muss, wenn man mal sagt, die (im Internet kursierende Behauptung) stimmt nicht, die Behauptung selbst wird meist kommentarlos als richtig hingenommen großes Grinsen


ach nööö, sigga, das finde ich jetzt wirklich eine unterstellung. Ich bin dabei, mein Wissen immer zu hinterfragen, es auf den neusten Stand zu bringen und da es leider nicht klappt, ALLES, was man mal gehört hat, nach wissenschaftlichen Studien zu durchstöbern, finde ich sowas wie hier dann immer ganz gut als Anlass, nachzufragen. Außerdem soll das neue Wissen ja nur wissenschaftlich belegt ins Gehirn wandern Zunge raus Und Belege hast du mir doch jetzt auch nicht liefern können verwirrt

Ich habe meine Infos von TAs und von "Erzählungen aus dem Stall", das ist alles schon etliche Jahre her.
http://www.pferdefutter-beratung.de/pferdefutter/leinsamen --> "Beleg" (nein, wissenschaftlich ausreichend ist es natürlich nicht.)



Geschrieben von sigga am 21.01.2016 um 16:45:

 

Zitat:
Original von Pika
@sigga

Meinst Du, man könnte die Samen dann überhaupt nicht zum Entsanden nutzen?

verwirrt


Kann man natürlich auch, die Schalen sind aber günstiger und geben für gleiche Schleimmenge einfach mehr aus. Allerdings fressen manche Pferde die ganze Flohsamen auch lieber als die Schalen, muss man einfach ausprobieren. Wollte nur den grundsätzlichen Anwendungsbereich angeben.



Geschrieben von sigga am 21.01.2016 um 16:58:

 

Zitat:
Original von stechmuecke
Zitat:
Original von sigga

Ich finde übrigens interessant, dass man immer alles belegen muss, wenn man mal sagt, die (im Internet kursierende Behauptung) stimmt nicht, die Behauptung selbst wird meist kommentarlos als richtig hingenommen großes Grinsen


ach nööö, sigga, das finde ich jetzt wirklich eine unterstellung. Ich bin dabei, mein Wissen immer zu hinterfragen, es auf den neusten Stand zu bringen und da es leider nicht klappt, ALLES, was man mal gehört hat, nach wissenschaftlichen Studien zu durchstöbern, finde ich sowas wie hier dann immer ganz gut als Anlass, nachzufragen. Außerdem soll das neue Wissen ja nur wissenschaftlich belegt ins Gehirn wandern Zunge raus Und Belege hast du mir doch jetzt auch nicht liefern können verwirrt

Ich habe meine Infos von TAs und von "Erzählungen aus dem Stall", das ist alles schon etliche Jahre her.
http://www.pferdefutter-beratung.de/pferdefutter/leinsamen --> "Beleg" (nein, wissenschaftlich ausreichend ist es natürlich nicht.)


Hätte meine "Behauptung" Dich zufrieden gestellt, wenn sie auf meiner HP zu lesen wäre? Dann stünde die von Dir gepostete ungefähr gleichwertig meiner gegenüber, beides ohne Quellenangaben Augenzwinkern

Das war übrigens eine allgemeine Feststellung und nicht auf Dich direkt bezogen. Kommt ja relativ oft vor.
Ich werde aber, sobald ich Zeit dafür habe noch mal meine Literatur und sonstigen Unterlagen durchschauen, ob ich Quellen für meine "Behauptung" finde. Ich hab's damals nur zur Kenntnis genommen, mir aber nicht die Quellen notiert.

EDIT: Bin schneller fündig geworden, als gedacht: http://www.kellers-leinsamen.ch/images/passion_s263.pdf - oh, grad gesehen, das hat eh schon wer gepostet.



Geschrieben von Pika am 21.01.2016 um 17:03:

 

Danke Sigga.

Ich habe nämlich bislang immer mit Samen entsandet; zur Vorbeugung.
Das wäre es ja nun gewese, wenn das alles für nix .... Freude

Gruß Pika



Geschrieben von Funny_Girl am 21.01.2016 um 17:10:

 

Wir hatten letztes Jahr bei unsrer Stute festgelegt, dass sie total harte Äpfel hinterließ. Und beim Äppeln stöhnte und ächzte - die arme Maus litt deutlich.
Um das zu beenden und einer Kolik vorzubeugen, füttere ich ihr seitdem täglich 50 g Leinkuchenpellets und seitdem flutscht es wieder. Augenzwinkern
An Leinsamen direkt hab ich mich nicht rangetraut, die Pellets sind in unsrem Fall aber eine sehr gute Alternative, die brauchen nicht eingeweicht werden.



Geschrieben von sigga am 21.01.2016 um 19:18:

 

Zitat:
Original von Funny_Girl
Wir hatten letztes Jahr bei unsrer Stute festgelegt, dass sie total harte Äpfel hinterließ. Und beim Äppeln stöhnte und ächzte - die arme Maus litt deutlich.
Um das zu beenden und einer Kolik vorzubeugen, füttere ich ihr seitdem täglich 50 g Leinkuchenpellets und seitdem flutscht es wieder. Augenzwinkern
An Leinsamen direkt hab ich mich nicht rangetraut, die Pellets sind in unsrem Fall aber eine sehr gute Alternative, die brauchen nicht eingeweicht werden.


Das ist kurzfristig sicherlich eine gute Möglichkeit, einer Verstopfungskolik vorzubeugen, aber langfristig würde ich hier doch mal versuchen, die Ursachen finden (zu wenig Wasseraufnahme, Rauhfasergehalt im Futter passt nicht, Zähne, Darmträgheit - kann z.B. auch aufgrund von Durchblutungsstörung z.B. wegen Herzproblemen vorkommen, ...).



Geschrieben von Funny_Girl am 22.01.2016 um 09:08:

 

Also Kolik hatte die Stute in jungen Jahren drei, alles Krampfkoliken, die GsD glimpflich abliefen. Nachdem wir auf Heu ad lib umstellten, gab es keine mehr *3 x auf Holz Klopf*
Ihr Trinkverhalten ist normal, sie uriniert schön regelmäßig "Fanta", also keine braunen Verfärbungen o. ä.
Heu steht ständig zur Verfügung, auch Stroh gibts zum Knabbern und abends gibt es Heucobs übers Trogfutter (MinFu, Ingwer, etwas Kräutermüsli und eben die Leinkuchenpellets; kurweise Teufelskralle und Bierhefe).
Sie ist in einem ausgezeichneten Futterzustand, die Dame wird im Mai immerhin 31 Jahre alt.
TA besah sie sich (was immer sehr stressig ist, denn sie hasst Tierärzte, selbst Impfen ist chaotisch; wenn die TA-Helferin das macht, gehts halbwegs).
Blutwerte etc sind im grünen Bereich, Funny ist fit, sie rennt immer noch für ihr Leben gern, sie bekam schon den Spitznamen " Duracellhäschen" verpasst, weil sie läuft und läuft und läuft. Augenzwinkern

Auf Grund dessen meinte der Vet, dass es wohl mit dem Alter zusammenhängt, wir sollen das weiter beobachten und weiter die Pellets füttern.



Geschrieben von sigga am 22.01.2016 um 16:52:

 

Schön zu hören, dass die alte Dame noch so fit ist!
Ich bin jetzt von einem deutlich jüngeren Pferd ausgegangen, bei Senioren schaut die Welt sowieso immer etwas anders aus und da wär ich an Deiner Stelle auch froh, wenn man ihr mit so einfachen Mitteln helfen kann. Ich würd da auch auf Alter (bzw. eben ev. schwächeres Herz, schlechtere Durchblutung, träger Darm) tippen.


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