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--- peruanisches vs. kolumbianisches Bosal ??? (http://www.dasgangpferdeforum.de/thread.php?threadid=1306)
Geschrieben von FraukeF am 06.01.2009 um 08:53:
Soweit ich weiß, ist das die korrekte Verschnallung und ich habe es bisher immer so tief gesehen.
Persönlich halte ich das für eine Gefahrenquelle. Durch den tiefen Sitz und die relativ enge Verschnallung kann man zwar sehr präzise einwirken und es verrutscht auch nichts, aber die Gefahr der Behinderung der Atmung oder Verletzung des Pferdes ist höher als beim lockerer verschnallten KB.
Geschrieben von FraukeF am 06.01.2009 um 10:54:
Noch etwas:
Wer darüber natürlich Bescheid weiß, ob die Verschnallung korrekt ist, ist Richard. Ich bin mir nicht sicher, ob er schon aus Peru zurück ist. Auf einem der Fotos aus seiner Weihnachtsmail sind übrigens beide Zämungsarten auf Kandare zu sehen, Halfter plus einfaches Bithänger und Halfter plus Bithänger mit Nasenriemen. Kann ja mal anfragen, ob ich das Foto einstellen darf.
Geschrieben von Velvakandi am 06.01.2009 um 12:17:
Ich habe gerade mal meine IDMG Bilder von 2007 durchgeschaut. Aber interessanterweise laufen alle Pferde, die vom Ausbildungsstand her noch im Bosal sind, mit kolumbianischem Bosal statt mit peruanischem.
Bei der Verschnallung der Jaquima variiert die Höhe auch erheblich. Aber Richard und alle "Richard-Leute" verschnallen eher hoch, wie ein englisches Reithalfter. Sieht auch viel schöner aus *g
Frauke,
in der Weihnachtsmail seh ich nur ein Bild mit 4 Jaquimas, aber kein peruanisches Bosal?
Geschrieben von pasocali am 06.01.2009 um 12:29:
Auf dem Foto, um das es ursprünglich ging trägt das Pferd kein Bozal, sondern die peruanische Zäumung auf Kandare. Das Metallteil über der Nase ist optional einschnallbar und wird in die dafür vorgesehenen Ösen seitlich am Gebiss eingeschnallt. Wird der Zügel angenommen wird über dieses Metallnasenteil noch zusätzlich zum Gebiss Druck auf den Nasenrücken ausgeübt. Das Ding nennt man "Gamarilla", wird meistens bei Hengsten verwendet. Auf dem Foto trägt das Pferd traditionell noch die Tapas Ojos und die Jaquima (das Halfter). Die Jaquima ist übrigens KEIN Bozal, sondern "nur" das Halfter mit Anbindestrick. Es wird beim Reiten KEINE Einwirkung auf die Jaquima gegeben und sie hängt auch locker ohne Druck auf die Nase !
Ein weiterer Ausrüstungsgegenstand des traditionellen Jatos (so heißt die Zäumung mit Kandare richtig) wäre das Bozalillo, das ist ein Sperriemen, der dann auch eng verschnallt wird.
Im Regelwerk des PPE ist genau festgelegt wie das Bozal (und auch das Bozalillo) verschnallt wird:
"...Das Bozal muss mindestens 3-4 Finger über dem Nüsternrand verschnallt
sein und so fest, dass es einerseits nicht verrutschen kann, andererseits die
Atmung keinesfalls behindert."
Sandra
Geschrieben von FraukeF am 06.01.2009 um 13:07:
@ Velvakandi: Nein, ein Bozal-Foto ist nicht dabei, wenn ich das richtig erkenne, dann sind alle Pferde auf Kandare gezäumt oder vergucke ich mich da?
Prinzipiell sind wir uns ja einig, dass es sich bei dem was sabrina als W-Bosal bezeichnet in Wirklichkeit um die Jaquima, also das Halfter mit Führstrick handelt, welches auch nur zum Führen benutzt wird, nicht beim Reiten.
OT: Generell finde ich traditionell gezäumte Pasos wunderschön anzusehen, aber für den täglichen Gebrauch wäre mir das viel zuviel Hantier bei der Zäumung, mal ganz davon abgesehen, dass ich ja nur einen "halben" Paso habe mit einem zudem recht dicken Kopf
Geschrieben von Velvakandi am 06.01.2009 um 13:15:
Reitet man denn einen "echten" Peruaner jeden Tag mit dem ganzen Gesims? Wobei man wahrscheinlich auch nicht länger braucht zum Zäumen, wenn man das täglich macht und jeder Handgriff sitzt. Aber ich würde die Jaquima wahrscheinlich einfach weglassen und nur die Kandare mit Bithanger aufs Pony schieben. Beim Fino läßt man die Jaquima im Training ja eigentlich auch weg, wenn man blank auf Kandare reitet, oder? Ich kenne zumindest keinen der freiwillig täglich Pisadore auffädelt und am Sattel verknotet
Ich hab mein KB immer drunter, aber das ist auch nur ein Handgriff mehr.
Geschrieben von pasocali am 06.01.2009 um 14:07:
Hier in Europa reiten wir die PPs auch nicht ständig mit dem ganzen Zeugs. Ist zu viel "Gewurschtel" und auch alles zusammen recht schwer und bei unserem oft nassen Wetterauch zu schade. Wir machen komplett alles nur zum Showreiten oder auf Turnieren dran.
Allerdings habe ich mir letztes mal aus Peru eine nette Alternative mitgebracht. Das Ding heißt Marimacho, gehört traditionell eigentlich zum Damensattel und ist eine Kombination aus Jaquima und "Trense" ohne die Tapas Ojos, fast wie ein Wanderreithalfter, denn das Gebiss kann man leicht ausschnallen, dann hätte man noch das Halfter "übrig". Das Marimacho hat zT auch Lederteile, also nicht alles komplett aus geflochtener Rohhaut. (siehe Foto)
Sandra
... bin grad schon wieder zu blöd das Foto hier reinzuladen... gestern hat es doch auch funktioniert...
Noch ein Versuch:

Geschrieben von FraukeF am 06.01.2009 um 14:54:
Hi Sandra,
so etwas ähnliches habe ich auch. Komplett aus dunklem Leder mit Verzierungen aus Metall. Wunderhübsch und super praktisch, im Grunde ein Wanderreithalfter mit ansnapbaren Bithängern. Habe ich mir mal bei Peruviantacks gekauft.
@ velvakandi:
Klar reitet kaum jemand einen "echten" PP täglich so. Aber ich käme mir halt zusätzlich etwas komisch vor, quasi leicht hochstaplerisch

, wenn ich mit meinem halben derart aufgetakelt daherkäme

, mal ganz davon abgesehen, dass die Dinger für seinen Schädel zu klein sind. Obwohl es mich ja immer wieder "sticht", ist halt zu schön das Zeug
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