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Geschrieben von Joya am 16.07.2009 um 23:47:

 

Hallo Fiffi,

ich kenne dieses Phänomen nur zu gut - so wie es klingt, liegt es nicht an mangelndem Vermögen. So eine Problematik osteopathisch durchchecken zu lassen ist mittlerweile mein 1. Ansatz - wenn da alles ok, kann man den Rest (Ausrüstung - Gebiss, Sattel, REITER, reiterliche Einwirkung etc.) checken. Für mich persönlich ist die Grundlage allen Tuns, das Fundament auf dem aufgebaut werden kann, dass das Pferdchen körperlich fit und in der Lage dazu ist. Dann fange ich an, mir einen Kopf über alles andere zu machen (s. o. - will mich ja nicht wiederholen *gg*)

Ich finde es auf jeden Fall toll, dass du dir solche Gedanken machst. Dann wirst du mit Sicherheit auch belohnt werden fröhlich Ich weiß ja nicht, wie es euch geht - ich persönlich ziehe ein Pferd vor, das nicht perfekt trainiert ist, perfekt konditioniert etc., sondern das seine Unzulänglichkeiten hat und mit dem ich zusammen lernen kann.

Also auf gut Deutsch ein Pferd, das ich nicht versauen kann, weil es das bereits ist Zunge raus (Achtung: Scherz mit bitterem Beigeschmack Augenzwinkern )



Geschrieben von fiffi am 17.07.2009 um 15:10:

 

Zitat:
Original von Gateada
Ich empfehle dir Frau Kirstin Becker (darf man hier Namen nennen, natürlich nur im positivsten Zusammenhang?), Chiropraktikerin mit breitem Blick über den Tellerrand, die holt auch schonmal die Nadeln raus wenns sein muss und für alle Geschichten die nur entfernt an Rücken oder Beine denken lassen kommt bei mir gar kein TA mehr, nur noch Frau Becker.


So, der Termin ist gemacht ! Die Chiropraktische Tierärztin kommt nächsten Dienstag zu uns (oder ich mit Pferd in das Reha-Zentrum) - dann sehen wir weiter, was der Aussengalopp so macht...
Gespannt bin ich auch, was sie zum Sattel so sagt, denn der ist auf Maß für diese Stute gemacht, müsste also eigentlich optimal passen.

Vielen Dank nochmal, Gateada.



Geschrieben von MosaFina am 17.07.2009 um 15:34:

 

Bei mir kommt Monatg die Osteopathin Augenzwinkern Sie hatte diese Woche leider Urlaub aber die paar Tage werden wir schon rumkriegen...



Geschrieben von fjoerdis am 17.07.2009 um 23:04:

 

Na dann berichtet mal nach euren Terminen. Ist schon immer interessant was die Fachleute dann so finden und richten können.



Geschrieben von passmonster am 18.07.2009 um 14:43:

 

Wie wärs denn mal mit nach außen stellen beim Angaloppieren (natürlich nur wenn ostheopatisch alles ok ist), um die innere Schulter freizugeben? Was haltet ihr davon?



Geschrieben von fiffi am 18.07.2009 um 17:54:

 

Zitat:
Original von passmonster
Wie wärs denn mal mit nach außen stellen beim Angaloppieren (natürlich nur wenn ostheopatisch alles ok ist), um die innere Schulter freizugeben? Was haltet ihr davon?


Hi Passmonster - gute Idee, die ich aber ebenfalls schon versuche, aus eben jenem Grund (Schulterfreiheit für die führende Hand).

Aber, ich habe es heute geschafft !!! Roxxy war 1 Stunde mit unserer RB im Gelände und ist dort bereits eine längere Strecke galoppiert worden, also anscheinend richtig gut enspannt und relaxed gewesen. Ich habe die RB dann erstmals auf unserer Jungstute reiten lassen und währenddessen Roxxy von ihm übernommen. Ich wollt´s ja unbedingt nochmal probieren und - siehe da - es hat mehrfach funktioniert - sie ist richtig angesprungen. Ich habe sie allerdings nicht aus dem Schritt oder Flatwalk angaloppieren lassen, sondern habe sie erstmal über das Tempo geschickt, bis sie irgendwann ansprang (aber eben richtig). Nun, nichts desto trotz bleibt zunächst die Untersuchung auf körperliche Beeinträchtigungen (die wohl aber jedes Pferd und jeder Reiter irgendwie hat - ich bin sicher es finden sich blockierte Wirbel etc...). und danach weiteres reiterliches Training (ein tolles Trainingsangebot habe ich schon erhalten ;-).
Ein weiteres Erfolgserlebnis hatte ich dann heute aber noch: ich konnte meine kleine (164cm große) Jungstute auf beiden Händen galoppieren ! Das war das erste mal Galopp für sie unter´m Sattel...



Geschrieben von passmonster am 18.07.2009 um 21:17:

 

Hört sich doch gut an - Glückwunsch Augenzwinkern
In 'nem anderen Forum, in dem ich bin, sind alle gegen Außernstellung beim Angaloppieren, weil das angeblich von schlechter Ausbildung zeugt und nur bei Isländern angewendet wird. Und es wird peinlich gefunden, wenn man das beim Turnier macht...Ich finde das allerdings nicht. Was sagt ihr dazu?



Geschrieben von MosaFina am 18.07.2009 um 21:50:

 

Ehrlich gesagt galloppiere ich lieber in Außenstellung an als Kreuz- oder Außengallopp zu haben. Es ist vielleicht etwas anderes, wenn das Pferd auch anders richtig anspringt aber ansonsten... Ich will ja mit meiner nicht auf Dressurturniere gehen großes Grinsen



Geschrieben von MosaFina am 20.07.2009 um 11:33:

 

Also bei uns war jetzt heute morgen der Termin. Sie hat jetzt erstmal die Zähne gemacht bekommen, weil sie da wohl ziemliche schmerzen hatte. Bei ihr kamen die verspannung warscheinlich daher und wir warten jetzt ein paar Wochen, ob es besser wird. Ansonsten wird sie dann noch eingerenkt...
Ich hoffe wir haben es dann endlich überstanden...



Geschrieben von fiffi am 21.07.2009 um 17:35:

  Aussengalopp auf der rechten Hand, jetzt: Chiropraktik

Hallöle,
die Chriopraktikerin war gerade da. Die genaue und gründliche Untersuchung meines einseitig steifen Mädels hat ca. 90 Minuten gedauert. Nach dem "Vortraben" bzw. "Vor-Gang-zeigen"-lassen wurde jeder einzelne Wirbel auf seine Lage und Beweglichkeit zu den anderen Wirbeln hin gecheckt. Blockaden, die manuell mobilisiert wurden, bestanden im Kreuz-Darmbein-Bereich und in der Lendenwirbelsäule. Erstaunt hat die TA, dass auch die rechte Schulter in der Beweglichkeit eingeschränkt war. Das passte wohl weder so richtig in das Gangbild, noch in die sonstigen Befunde (z.B. die ungleiche Belastungssituation der Vorderbeine, ein steiler Huf und weniger Durchtritt im Fesselgelenk auf einem Bein). Die Stute hat wirklich die ganze Zeit total relaxed gestanden und das Ganze anscheinend genossen. Das Vorgehen am Ende zeigte selbst für mich als Laien einen ganz anders raumgreifenden Gang (insbesondere Vorhand). Roxxy wird sicher Muskelkater haben nach dem Verschieben der Wirbel. Um sie an die neuen, jetzt möglichen Bewegungsmuster zu gewöhnen und sie Körpergefühl entwickeln zu lassen, soll ich die nächsten 10 Tage jeden 2. Tag Bodenarbeit mit ihr machen. Danach kann ich sie auch wieder reiten. Veränderungen muss ich natürlich gut beobachten und dann wird sicherlich in 3 Wochen eine erneute Behandlung erforderlich sein...Ach und eine Akupunkturnadel hat sie noch erhalten und Traumeel Globuli sollen ein paar Tage gegeben werden.



Geschrieben von viertakt_sus am 21.07.2009 um 20:55:

  RE: Aussengalopp auf der rechten Hand, jetzt: Chiropraktik

hallo fiffi,

das hört sich interessant an und freut mich, wenn roxxy nun besser laufen kann... da muss wirklich was dran sein, wenn man als besitzer direkt eine veränderung erkennen kann....
hatte auch schon diverse chiro's bzw. ostheo's da - aber leider hatten die (außer auf meinen geldbeutel) keinen einfluss böse
vielleicht kann mir jemand an dieser stelle einen wirklich empfehlenswerten menschen in meinem raum empfehlen???

wir kämpfen auch schon seit einiger zeit mit dem galopp - der, zumindest zu beginn, kaum vorhanden war Augenzwinkern
nach einem jahr ausdauernder bodenarbeit und gymnastizierung kann meine stute nun immerhin im roundpen ohne reiter auf der linken hand schon sehr schön cantern - rechts üben wir noch...
aus gegebenem anlass haben wir unser training in bergiges gelände verlegt, da ist es mir dann auch egal, auf welcher hand sie galoppiert - hauptsache korrekt durchgesprungen....

... aber ich gebe die hoffnung nicht auf---- Augenzwinkern


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