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--- import von reitsachen nach island? (http://www.dasgangpferdeforum.de/thread.php?threadid=6886)
Geschrieben von Skyggnir am 12.11.2013 um 15:40:
| Zitat: |
Original von Svalin
jetzt mal abgesehen von Reitklamotten - das habe ich kapiert - aber wie ist es als normaler Tourist mit Lederwanderschuhen, mit Lederjacken und Gürteln?
Darf man die auch nicht mitnehmen? |
Doch, darfst Du.
Klar gibt es da eine gewisse Grauzone (jetzt hatte ich Grauszone geschrieben

). Mama holt ihre Tochter immer vom Reiten ab, streichelt die Pferde schon mal, fliegt dann mit den Schuhen an den Füßen/der ungewaschenen Jacke nach Island und gerät, wie so mancher unbedarfte Tourist, doch zufällig auf's Pferd u.ä.
Aber 100% Sicherheit gibt es sowieso nicht, trotzdem sollte man halt sehen, größtmögliche Vorsicht walten zu lassen.
Geschrieben von Funny_Girl am 12.11.2013 um 18:53:
Also, als ich vor 13 Jahren nach Irland (Republik, nicht Nordirl/GB) geflogen bin, habe ich mich im Vorfeld auch schlau gemacht, was ich an Reitsachen mitnehmen darf bzw unter welchen Umständen - eben weil ich von den rigiden Bestimmungen auf Island wusste und vor vielen, vielen Jahren über Irland was ähnliches gehört hatte.
In Irland reichte es, die Reitkleidung gewaschen mitzubringen (was ich so oder so getan hätte), die haben die strengen Quarantänebedingungen auch ziemlich aufgeweicht, seit sie in der EU sind.
Irland kennt wie Island z. B. keine Tollwut und auch andere Seuchen konnten sich anhand des Inselstatus nicht dorthin ausbreiten.
Dass man in Island nun peinlich drauf achtet, dass dies auch so bleibt, finde ich völlig in Ordnung.
Ich bin jetzt auch kein Impfpapst (impfe meine Pferde z. B. nicht gegen Influenza und Herpes), aber dass man auf Island keine Tetanusimpfung durchführt, finde ich persönlich traurig.
Denn das Bakterium Clostridium tetani kommt ÜBERALL vor und die Verbreitung erfolgt u. a. durch Tierausscheidungen; der Erreger dringt dann gerne in kleine (unscheinbare) Verletzungen ein und beginnt sein Werk des Grauens.
Und auch wenn es angeblich nur ein Fall pro Jahr sein soll, das ist für mich ein Fall zu viel, denn die Tiere verrecken armselig.
Geschrieben von Atli am 12.11.2013 um 19:32:
Gibt es für die zweibeinigen Isländer auch keine Tetanusimpfung?
Dabei fällt mir ein, müsste mal nachschauen, wie es bei mir ausschaut
Wahrscheinlich überfällig
Viele Grüße aus der Eifel
Astrid
Geschrieben von Akino am 12.11.2013 um 19:43:
OT: Meine Tetanusimpfung ist dank der glorreichen Idee einen Teppich an den Traktor zu spannen und damit über den verschneiten Acker zu heizen, von Februar

(bevor jemand schimpft, NEIN es war nicht meine Idee und JA, wir hatten Spaß)
Ich war freiwilliger Helfer im Security-bereich bei der Islandpferde-WM und während die "normalen" Securitys ihre Posten jeden Tag neu bekommen haben, waren die Stallzelt-Securitys festgelegt. Und es gab einen Islandpferde-zelt-Security mit der Auflage keine Pferde anzufassen. Die stehen also auch auf so einer Großveranstaltung wegen Infektionsgefahr in Quarantäne (wobei ich mich schon frage, wie gut das auf so einer Veranstaltung funktioniert).
Geschrieben von Skyggnir am 23.11.2013 um 17:41:
Aus aktuellem Anlass:
Icelandreview
Geschrieben von Klerkur am 23.11.2013 um 20:11:
da bin ich jetzt gerade etwas sprachlos...
Geschrieben von tinpauly am 01.12.2013 um 18:56:
Da fehlen mir die Worte. Er hätte das Wissen müssen.
Im nächsten Jahr fliege ich zum Pferdeabtrieb nach Island und mache mir viele Gedanken über das Desinfinzieren der Kleidung und was ich neu kaufen muss. Ich lese mich überall durch, um nichts falsch zu machen.
Geschrieben von Velvakandi am 01.12.2013 um 20:04:
Kontrolliert wurde bei uns auch noch nie - nicht dass wir was zu verbergen gehabt hätten. Aber dafür interessiert hat sich noch keiner bei der Einreise...
Geschrieben von Hoan am 05.12.2013 um 16:18:
Im Prinzip müssten alle mit Pferden in Kontakt gekommenen Gegenstände von autorisierten und zertifizierten Stellen professionell desinfiziert und dann versiegelt verpackt werden. Nur in dieser Form und mit einem fälschungssicheren detaillierten Begleitschreiben dürften sie überhaupt eingeführt werden. Verstöße müssten empfindlich bestraft werden. Problematisch ist natürlich die Abgrenzung Reitsachen - normale Touristenoutdoorkleidung. Denn man kann nur schwer vom Ottonormaltouri verlangen, dass er einen solchen Aufwand treibt. Ganz wird man die Infektionsgefahr sowieso nie bannen können, dafür sind die Menschen (und das sind die Hauptüberträger) heute einfach global zu mobil.
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