DasGangPferdeForum (http://www.dasgangpferdeforum.de/index.php)
- Rund ums Gangpferd (http://www.dasgangpferdeforum.de/board.php?boardid=2)
-- Reiten & Ausbildung (http://www.dasgangpferdeforum.de/board.php?boardid=8)
--- Einreiten mit 3 Jahren (http://www.dasgangpferdeforum.de/thread.php?threadid=1194)
Geschrieben von rainer am 15.01.2009 um 08:27:
Hallo Oska,
das ist genau der wunde Punkt. Gerade Leute, die zum ersten Mal ein eigenes Pferd kaufen, fallen oft darauf rein. Die sind beeindruckt, wenn ein 3-Jähriger schon stoppt, Spins dreht oder andere Sachen drauf hat. Das Pferd ist dann auch noch vom Preis attraktiver, als ein sorgsam gezogener und ausgebildeter 4 oder 5-ähriger. So ein Pferd frisst, (schei...) will vom Tierarzt, Hufschmied etc. versorgt werden, und kostet jedes Jahr zwischen 1.200 und 1.500 EUR an Unterhalt. Auch das ist ein Teil der Überlegungen bei professionellen Züchtern und Verkäufern, die davon leben müssen. Gerade aus der Westernszene hörte man in den vergangenen Jahren oft: „der ist platt!”. Und das teilweise schon bei 4 und 5-Jährigen. Damit ist gemeint, daß durch das zu frühe (und zu inensive) Training die Sehnen, Bänder und Gelenke (insbesondere das Spatgelenk) in Mitleidenschaft gezogen wurden. Arthrose ist eine der häufigen Folgen. Der neue Die Investition in das junge Pferd ist dann ein Totalverlust. Menschen mit Herz versorgen dann oft über Jahre ein Tier, welches sie nicht mehr nutzen können - mit enormem finanziellen Aufwand. Andere erlösen das tier schließlich. Beides ist unbefriedigend.
Geschrieben von bine am 15.01.2009 um 20:54:
da haste recht...
Geschrieben von Fjödur am 16.01.2009 um 13:59:
tierquälerei!
mit den sehenschäden usw. sind ja am meisten quaterhorses betroffen.
Geschrieben von rainer am 16.01.2009 um 14:46:
Leider nein! Um das Thema nochmals aufzugreifen: In der neuen Tierschutzrichtlinie - Pferdesport - , die in einigen Wochen erscheinen wird, ist speziell der Punkt: "Veränderung der natürlichen Hufstellung" aufgenommen worden. Als Begründung wurde (wird) aufgeführt: Es hat sich herausgestellt, dass besonders bei Gangpferden durch eine Veränderung der physiologischen Hufstellung die Amimation (des Ganges hervorgerufen werden soll. Das geschieht bei Tennessee Walkern in den USA (und leider vereinzelt auch in Europa) durch einen besonderen Beschlag, bei dem die Hufstellung um 2-3 cm an den Trachten erhöht wird, Die Hufstellung verändert sich dabei (ähnlich wie bei einem Rehebeschlag mit Hufbeinspitze kurz vor dem Durchbruch). Folge ist: die tiefe Beugesehne wird beim jungen Pferd zunächst entlastet und verkürzt sich. Wird ein so trainiertes Pferd z.B. verkauft und fortan normal (flach) beschlagen, übt die verkürzte Beugesehne eine erhöhte Spannung auf die Hufrolle aus. Beim Belasten entstehen dann schnell Arthrosen im Fesselgelenk oder Probleme an der Hufrolle. Der Käufer merkt´s leider erst ein paar Jahre später...
Geschrieben von Fjödur am 16.01.2009 um 20:11:
@ rainer
@ roupman
natürlich verstehen wir dich!
Geschrieben von Skjona am 17.01.2009 um 13:48:
Warum die Eignungsprüfungen immer mit 3 gelaufen werden müssen, weiß ich nicht. Interessieren würds mich aber auch
Geschrieben von bine am 17.01.2009 um 20:12:
das mit den beschlag ist echt eine schweinerei!
Geschrieben von bine am 17.01.2009 um 20:26:
NEIN dann ist es keine schweinerei! aber schon erst so einen beschag "zu erfinden" ist es.
Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH