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Zum Ende der Seite springen Krabbelgruppe Jungpferdeausbildung
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Sanni Sanni ist weiblich
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Krabbelgruppe Jungpferdeausbildung Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Auf die tolle Idee von Fabulous hin habe ich hier mal einen neuen Thread aufgemacht, in dem es speziell um unsere vierbeinigen Jungspunde geht.

- Welche Besonderheiten gibt es bei jungen Pferden
- Was sollte man beachten
- Medientipps
uvm.

__________________
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18.01.2012 09:22 Sanni ist offline E-Mail an Sanni senden Beiträge von Sanni suchen Nehmen Sie Sanni in Ihre Freundesliste auf
Sanni Sanni ist weiblich
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Themenstarter Thema begonnen von Sanni
RE: Krabbelgruppe Jungpferdeausbildung Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich hätte da auch gleich mal ein Thema:

Da Chief so deutlich schneller lernt, arbeite ich bei ihm mit Leckerlies. Alles im Rahmen eines Klickertrainings, allerdings mit Lobwort statt Klicker. Er bekommt nur dann ein Leckerli, wenn er das Lobwort gehört hat.
Im Sattel klappt das ganz wunderbar, allerdings vom Boden aus wird er ziemlich aufdringlich und nervig.

Hat jemand noch Ideen, wie man das unterbinden kann? Ignorieren hilft leider nicht.
Ebenso gibt es Tipps, wonach man das Wegdrehen des Kopfes extra üben und belohnen kann. Hilft aber ebenso wenig.

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18.01.2012 10:18 Sanni ist offline E-Mail an Sanni senden Beiträge von Sanni suchen Nehmen Sie Sanni in Ihre Freundesliste auf
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Juhuu! Und hier bin ich auch schon großes Grinsen Finde ich super, unsere neue Gruppe!!

Ich habe ja keine Erfahrung mit Leckerli, aber Fabi achtet auch nicht wirklich auf meinen Individualbereich, also knabbert an meiner Jacke rum etc. Was bei ihm hilft ist wenn ich mich in dem Moment aufrichte und den Ellenbogen ruckartig in seine Richtung aufstelle (so als würde ich die Hand in die Hüfte stützen). Das simuliert angeblich ein Pferd, dass kurz davor ist, auszutreten. Ist aber nur so ne Idee und vermutlich auch nicht das non-plus-Ultra. Bei uns funktionierts gut. Ich versuchs in Zukunft mal mit Leckerli und berichte fröhlich
18.01.2012 11:11 Fabulous ist offline E-Mail an Fabulous senden Beiträge von Fabulous suchen Nehmen Sie Fabulous in Ihre Freundesliste auf
Sanni Sanni ist weiblich
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Au, den kannte ich noch nicht! Werde ich direkt nachher ausprobieren!

Danke schon mal!

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18.01.2012 11:17 Sanni ist offline E-Mail an Sanni senden Beiträge von Sanni suchen Nehmen Sie Sanni in Ihre Freundesliste auf
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Gerne fröhlich Nach all den guten Tipps von dir bin ich froh, auch mal was in petto zu haben! Kennt Chief eigentlich das Kommando "nein"?

Habe aber auch gleich noch ne Frage: Fabi kaut wie schon gesagt total gerne auf Sachen rum, z.B. auf dem Führstrick beim Führtraining (macht aber trotzdem währenddessen alle Übungen mit) -> kauen lassen oder verbieten?
18.01.2012 11:34 Fabulous ist offline E-Mail an Fabulous senden Beiträge von Fabulous suchen Nehmen Sie Fabulous in Ihre Freundesliste auf
Sanni Sanni ist weiblich
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Chief kennt das Kommando "nein", aber er ist halt wie alle "Kinder" in dem Alter. Auf dem Ohr ist er des öfteren taub.

Das mit dem Kauen kenne ich gut. Ich habe es ihm immer verboten, zumal das Material echt leidet. Gestern hat er meine schöne Teleskoppeitsche erwischt und die hat jetzt leider ziemliche Macken. Ich konnte einfach nicht schnell genug reagieren.
Hu, war ich sauer! Ich habe in ziemlich ausgeschimpft und beim anschließenden Wellnessprogramm (Massage-Putzhandschuh) war er schmusig wie lange nicht.
So ein Opportunist! Augen rollen

Beim Führtraining habe ich auch gerne mit Kappzaum gearbeitet und in der schlimmsten oralen Phase habe ich ein Gebiss eingeschnallt, obwohl er noch gar nicht angeritten war. Das hat super geholfen. Auch jetzt vermute ich, dass das Thema Leckerlies auch deshalb beim Reiten entspannter ist. Er hat eine Kaugelegenheit.

Insgesamt ist das Ankauen aber im Laufe der Zeit deutlich besser geworten. Auch den Anbindestrick lässt er jetzt in Ruhe. Somit habe ich noch Hoffnung für die nächsten Jahre... großes Grinsen

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18.01.2012 11:48 Sanni ist offline E-Mail an Sanni senden Beiträge von Sanni suchen Nehmen Sie Sanni in Ihre Freundesliste auf
rainer rainer ist männlich
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Hallo zusammen,

ich finde gerade das Thema Klasse, weil genau in dieser Phase bei Pferden gerade die Probleme vermieden werden können, über die wir üblicherweise hier posten.

Da wir regelmäßig und intensiv mit Jungpferden arbeiten - und zwar vom neugeborenen Fohlen bis zum Anreiten - will ich das Thema aus meiner Sicht mal grob strukturieren:

1. Saugfohlen
Sind im Regelfall niedlich und kuschelig, aber durchaus wehrhaft und vor allem sehr gelehrig. Gerade neugeborene Fohlen erkunden ihre Welt durch Dinge belecken, in den Mund stecken und daran knabbern. Sie unterscheiden allerdings nicht, ob Holz, Jacke oder Hand. Wir lernen unseren Fohlen durch einen durchaus herzhaften Klaps auf´s Maul, dass es überall herumknabbern darf, nur nicht an uns! Ich nenne das mal „Ausprägung des Respekts vor dem Herdenchef Mensch”.
Saufohlen sind in der Regel respektloser als Absetzer, da die Mütter in der Regel alles durchgehen lassen und sehr geduldig sind. Ausnahmen sind natürlich immer möglich.
Man kann in diesem Alter schon vom ersten Tag vieles beibringen: Hufe hergeben, aufhalftern, nach einigen Wochen auch anfangen zu führen etc. In diesem Alter sind die jungen Fohlen auch noch nicht so aufs Fressen (also Leckerlis) fixiert, weil sie ausschließlich auf Muttermilch stehen. Sie nehmen allerdings Lob in jeder Form positiv auf.

2. Absetzer
werden nach dem Trennen von der Stute aufmerksamer und skeptischer gegenüber der Umwelt, weil sie nicht mehr auf die Signale der Mutter zurückgreifen können und sich selbst mit Situationen auseinandersetzen müssen. Daher sollte man immer ein erwachsenes Pferd als „Nanny” bei den Fohlen haben, um die Erziehungskette nicht abreissen zu lassen. Eine Nanny ist in der Regel viel strenger mit den Fohlen und lehrt (erfahrene Stute) sie Anstand. Die Fohlen werden jetzt selbständiger und entwickeln ihre „eigene Meinung”. Durch Belohnung (Lob, Bestätigung etc.) kann in dieser Phase unsere Meinung zu ihrer gemacht werden. In dieser Phase kann man ohne Weiteres anfangen, im Roundpen zu arbeiten, am Halfter spazieren zu gehen. Rückwärtsrichten, Richtungswechsel etc. sollten erlernt werden. Durchaus auch kurzzeitiges Anbinden (immer unter Aufsicht) oder auf den Hänger gehen.

3. Jungpferde
sind ca. 1 1/2 Jahre alt und kommen schön langsam ins Flegelalter. Jungstuten beginnen vereinzelt schon mit der Rosse, Junghengste steigen im Spiel Stuten oder Jungstuten an und es dauert nicht mehr lange, bis sie rauskriegen, für was das Teil sonst noch gut ist. In dieser Phase stehen Disziplin und Gehorsam auf dem Stundenplan. Die Pferde müssen lernen, Spiel und Arbeit zu unterscheiden. Wir üben im Roundpen auf unsere Signale die richtigen Reaktionen zu bekommen. Wir longieren die Pferde frei oder an der Longe (nicht überfordern!). Rückwärtsrichten, Seitwärtsrichten, Halten etc. am Knotenhalfter ist obligatorisch. Ein Hindernisparcorus vom Boden aus macht die Pferde Neugierig und bringt etwas Spaß in die Arbeit. Je nach Temperament und Dickkopf sind wir bei der Arbeit mehr oder weniger konsequent.
Mit ca. 21/2 Jahren fangen wir an, erste Übungen für das spätere Anreiten (mindestens ein Jahr später) einzubauen. Wir gewöhnen die Pferde spielerisch an die Wassertrense oder longieren mit Bareback-Pad etc. Die Pferde sind in diesem Alter noch nicht so skeptisch wie Drei- oder Vierjährige und sehen viele Dinge spielerisch. Mit Drei Jahren fahren wir die Pferde vom Boden aus an der Doppellonge oder sogar im Sulky. Mehr muss in diesem Alter noch nicht sein.

Wir belohnen allerdings in der gesamten Zeit NIE mit Leckerlis! So nett und freundlich die Pferde auch sind, man erzieht sie bewußt zu Erpressern und Wegelagerern. Besser gesagt: die Pferde erziehen uns! Was am Anfang noch als Belohnung funktioniert, wird schnell ein Gewohnheitsrecht, welches hartnäckig und teils ruppig eingefordert wird. Die Pferde sehen uns nach kurzer Zeit nur mehr als Futterautomaten und nicht mehr als Herdenchef. Dadurch leidet der Respekt im Umgang und bei der Arbeit.

Beispiel: Wir hatten letztes Jahr eine junge Frau zur Bodenausbildung bei uns. Sie hat ihr Pferde seit jeher mit Leckerlis belohnt und es war für uns urkomisch zuzusehen, wie gut sie von ihrem Pferd erzogen worden war: Das Pferd wurde beim Putzen schon zwei Mal belohnt, danach nochmal, weil es mit der Besitzerin brav in den Reitplatz gegangen war. Beim Longieren bekam es für ein paar Runden auf der linken Hand eine Belohnung. Auf der rechten Hand lief es genau drei Runden, blieb auf dem Zirkel stehen und wartete auf die Belohnung. Es ließ sich nicht in Bewegung setzen, bis es schließlich das Leckerli bekam. Beim Herausgehen aus dem Reitplatz zupfte das Pferd ständig an seiner Besitzerin herum, weil es irgendwo noch Leckerlis vermutete oder roch.

Wir belohnen unsere Pferde bei der Arbeit durch ein Belohnungswort und einem sanften Streicheln am Hals oder auf der Kruppe. Wenn wir belohnt haben, setzen wir nie mit der gleichen Übung fort, sondern machen was ganz anderes. Wiederholungen nur, wenn etwas nicht geklappt hat.
Unsere Pferde bekommen grundsätzlich erst NACH der Arbeit eine Belohnung in Form von Karotten oder Kraftfutter, jedoch ausschließlich in den Futtertrog! So vermeiden wir, dass sie ständig an uns herumfressen oder während der Arbeit herumbetteln.

Ich freu´ mich schon auf einen regen Erfahrungsaustausch

Rainer

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18.01.2012 12:34 rainer ist offline E-Mail an rainer senden Homepage von rainer Beiträge von rainer suchen Nehmen Sie rainer in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Rainer,

toller Beitrag!! Fände ich super, wenn du als Profi uns ein wenig begleitest :-)

Kurz zu unserer Vorgeschichte: Ich habe vor knapp 2 Monaten einen 3,5 jährigen Paso Fino gekauft, der bereits vor einem halben Jahr angeritten wurde und jetzt schon regelmäßig unter dem Sattel geht (bitte nicht den Kopf abreißen, selbiger wurde mir schon in einem anderen Beitrag gewaschen). Bodenarbeit blieb bislang auf der Strecke, was ich jetzt aber unbedingt nachholen will und dafür das reiten etwas einschränken möchte.

Bislang habe ich ohne Leckerli trainiert. Dein Beitrag macht mich jetzt doch ein wenig nachdenklich, ob ich das nicht auch dabei belassen sollte. Hierüber gehen die Meinungen aber offensichtlich sehr stark auseinander.

Deine Theorie: Wenn etwas klappt, dann nicht wiederholen, sondern etwas anderes machen, finde ich klasse! Werde ich beherzigen.

Sanni: ok, dann muss ich das Rumkauen vehementer verbieten. Beim reiten verwende ich ein Gummibit (auf Bosal-Nasendruck reagiert er leider extrem empfindlich), da erübrigt sich das auch ohnehin. Vielleicht sollte ich das bei der Bodenarbeit auch verwenden...

Ich überlege die ganze Zeit, was ich heute nachmittag machen könnte. Vielleicht gehen wir einfach mal ein bisschen spazieren und machen dabei führübungen solange es hell ist.
18.01.2012 12:53 Fabulous ist offline E-Mail an Fabulous senden Beiträge von Fabulous suchen Nehmen Sie Fabulous in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von rainer
Beim Longieren bekam es für ein paar Runden auf der linken Hand eine Belohnung. Auf der rechten Hand lief es genau drei Runden, blieb auf dem Zirkel stehen und wartete auf die Belohnung. Es ließ sich nicht in Bewegung setzen, bis es schließlich das Leckerli bekam.
Rainer


Hallo, Rainer!

Erst mal danke für den ausführlichen Beitrag! Was Du schilderst ist natürlich genau das, was nicht passieren darf. Klickertraining hat ganz viel auch mit der eigenen Disziplin zu tun. Ich kann diese Nummer gut nachvollziehen, denn Chief versucht genau das auch gelegentlich. Er ist aber damit noch NIE durchgekommen. Im Gegenteil! Wenn er ohne Lobwort stehen bleibt, muss er drei Runden extra laufen. Und ich werde in meiner Ansage sehr deutlich!

Wenn man mit Leckerlis arbeiten möchte, muss man tatsächlich gewisse Probleme, die sich daraus ergeben, in Kauf nehmen. Da für mich die Vorteile überwiegen, habe ich mich dafür entschieden.
Das muss ja sowieso jeder für sich wissen.

Aber ganz wichtig ist es, wenn man denn damit arbeitet, absolut konsequent nur die geforderte gute Leistung zu belohnen. Wenn man sich selbst daran nicht halten kann, sollte man das wirklich besser sein lassen.

Allerdings glaube ich nicht, dass man durch Klickertraining zwangsläufig den Chef-Status verliert. Ich denke, es gibt genug Beispiele, wo es gut funktioniert.
Auch auf meinem Video kann man sehen, denke ich, dass mein Pferd sich schon sehr brav mir gegenüber verhält. Augenzwinkern

PS: Ich bitte übrigens auch alle bei uns im Stall, die Chief schon mal ein Leckerli zustecken, das nicht zu tun oder erst etwas einzufordern und dann das Lobwort zu sagen.

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Sanni: 18.01.2012 12:57.

18.01.2012 12:53 Sanni ist offline E-Mail an Sanni senden Beiträge von Sanni suchen Nehmen Sie Sanni in Ihre Freundesliste auf
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Was mir noch eingefallen ist.

Chief wollte beim Aufsitzen nie stehen bleiben. Er ist immer schon losgerannt, sobald nur ein Fuß im Steigbügel war. Es war immer ein ätzender Kampf mit Zug im Maul, Rückwärts gehen, einfach nervig.

Bei Penquitt habe ich gelernt, dieses Problem einfach wegzuklickern. Heute bleibt er felsenfest stehen, bis er sein Lobwort und sein Leckerli bekommen hat.

Samstag waren noch drei andere Reiter galoppschnaubend in der Halle. Als ich gerade aufgestiegen war, ist eine Reiterin mit ihrer Stute in 60cm Abstand an mir vorbei galoppiert, obwohl ich in der Mitte vom Zirkel stand und der Hufschlag frei war. Leider haben wir einige solche gedankenlosen Reiter bei uns.

Chief hat sich aber nicht beirren lassen und ist stehen geblieben!

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18.01.2012 13:07 Sanni ist offline E-Mail an Sanni senden Beiträge von Sanni suchen Nehmen Sie Sanni in Ihre Freundesliste auf
burli burli ist weiblich
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Hallo,

sehr schönes Thema. Wenn ich darf, klinke ich mich sehr gerne ein.

KC ist nun gute 15 Monate. Da er sehr oral ist, bekommt er nix an Futter aus der Hand. Diese Möglichkeit der Nahrungsaufnahme besteht für ihn quasi gar nicht mehr seit er bei mir ist und das hat sehr geholfen.
Als Lob verwende ich also ausschliesslich meine Stimme und Knuddeleinheiten. Wenn er etwas besonders gut gemacht hat, dann wird er also ausgiebig gelobt und genknuddelt und dann ist immer Feierabend.

Können muss er zur Zeit nur, was wir auch brauchen. Anbinden, Hufe geben, ordentlich ohne zu zappen geführt werden, ohne zappen stehen (das ist mir sehr wichtig!), und mir weichen. Das klappt recht gut. Natürlich hat er auch mal schlechte Tage... fünfe auch mal grade sein lassen, hab ich in der Ausbilung meines Fabis gelernt.

Für mich ist es sehr wichtig, ein freundliches, fröhliches und neugieriges Pferd zu haben und das auch zu erhalten.

Gruß

Sandra
18.01.2012 14:14 burli ist offline E-Mail an burli senden Beiträge von burli suchen Nehmen Sie burli in Ihre Freundesliste auf
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Was burli schreibt, finde ich ganz wichtig: Auch mal fünfe gerade sein lassen. Man darf nicht vergessen, dass wir es mit Jungtieren zu tun haben und Kadavergehorsam möchte ich auch nicht haben.

Jungtiere sind mal übereifrig, mal frech und mal unkonzentriert, genau wie Menschenkinder. Die Kunst ist es halt, immer den Mittelweg zu finden, was noch geht und was nicht. Und leider bin ich da auch nicht immer zu 100 Prozent einheitlich, weil ich auch nur ein Mensch bin.

Aber ganz egal, ob man nun mit Leckerlies oder nur mit Lob arbeitet:

Was ich noch in dem Zusammenhang mit Tricks und Zirkuslektionen gelernt habe ist, dass bei jungen Tieren jede einzelne Übung auch einen negativen Gegenaspekt hat und ins Negative verkehrt werden kann.

Spanischer Gruß - Betteln
Kopfnicken - Kopfschlagen
Gerte aufheben - ständig versuchen, die Gerte zu schnappen
u.s.w.

Entsprechend der Klicker-Lehre ignoriere ich das unerwünschte Verhalten (meistens, gestern konnte ich nicht an mich halten, als er meine schöne Peitsche fast zerbissen hat.. )
An Chief sehe ich, wie oft er Gelerntes bei allen (un)möglichen Gelegenheiten versucht anzuwenden. Sei es, weil er etwas neues nicht versteht, oder aus Langeweile. Meistens probiert er alles, was er kann durch, wenn er etwas neues nicht versteht.

Daraus resultiert auch die Erkenntnis, dass es für manche Übungen bei einem Jungpferd einfach noch zu früh ist.
Zum Beispiel würde ich zum jetzigen Zeitpunkt NIEMALS das Steigen üben. Chief könnte das überhaupt noch nicht einsortieren und es würde gefährlich werden.

So habe ich schon manche Übung für die nächsten Jahre ad acta gelegt. Ich habe jetzt gelernt, jede neue Übung erst einmal zu überdenken, was Negatives daraus entstehen kann.
Damit fahren wir beide eigentlich ganz gut.

Und was ich auch noch lerne (ja, bin noch dabei es zu kapieren), dass ich mit meinem Jungspund auch beim Reiten manchmal deutlich geduldiger sein muss und manchmal deutlich eher die Grenzen aufzeigen muss. Der Knackpunkt ist halt, beides voneinander zu unterscheiden.
Ganz entsprechend dem Gelassenheitsgebet, auf Pferdi angepasst:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich (zum jetzigen Zeitpunkt noch) nicht ändern kann,
den Mut und die Durchsetzungskraft, Dinge einzufordern, die ich schon einfordern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

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18.01.2012 15:56 Sanni ist offline E-Mail an Sanni senden Beiträge von Sanni suchen Nehmen Sie Sanni in Ihre Freundesliste auf
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Sanni, der Spruch kommt mir bekannt vor... :-) Man sollte ihn sich bei der Ausbildung junger Pferde immer vor Augen halten.

Es gibt durchaus Situationen, in denen man sich Leckerlis zu Nutzen machen kann: Ich habe zum Beispiel einen Bekannten (begeisterter Freizeitreiter), der sehr gerne Hustenbonbons lutscht. Sein Wallach bekommt natürlich auch jedesmal einen ab. Der Wallach, mit dem unser Bekannter oft im Gelände unterwegs ist, ist sehr zuverlässig und sicher im Gelände - er hält nur seeehr ungerne an und bleibt auch nicht gerne ruhig stehen. Ungünstig, wenn es darum geht, eine befahrene Hauptstraße zu überqueren.
Die Geschichte mit den Hustenbonbons hat allerdings auch den positiven Nutzen, dass ein leichtes Rascheln mit dem Bonbon-Papier aus vollem Lauf reicht, damit das Pferd wie ein Felsen steht...

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Da fälllt mir noch was ein, warum ich eigentlich kein Futterlob geben möchte.
Mein Hafi hat inzwischen eine Engelsruhe. Er wird 20, ich habe ihn nächsten Monat 17 Jahre und er ist genau MEIN Pferd geworden. Wir haben uns beide aufeinander zu entwickelt und wir haben einen Draht zueinander, den ich für etwas ganz besonderes halte.
Wenn er ein Leckerchen sieht und kein Kommando bekommt, dann spult er alles ab was er kann... das geht vom spanischen Tritt oder Schritt (je nachdem was ihm grad eher einfällt), zum Kopfschüttel bis hin zum entlosen rückwärts gehen oder auch gerne mal eine Kombination aus allem. Er hat halt gelernt, dass es ein Leckerchen für diese Dinge gibt (er hat sie damit gelernt) und tut dann alles dafür um das erblickte auch zu bekommen. Das bekomm ich leider nicht mehr wirklich raus.
Er macht die Kunststückchen auch ohne Futterlob.

Ja - Sanni, der Spruch ist so wahr. Ich würd ihn auch für viele Dinge im ganz normalen Alltag sofort unterschreiben. fröhlich
18.01.2012 17:15 burli ist offline E-Mail an burli senden Beiträge von burli suchen Nehmen Sie burli in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von rainer
Saufohlen sind in der Regel respektloser als Absetzer,
Rainer


;-) schöner Versprecher, Rainer... solche haben wir auch!

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Fiffi
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18.01.2012 17:38 fiffi ist offline Homepage von fiffi Beiträge von fiffi suchen Nehmen Sie fiffi in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von fiffi: fiffidu0460
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Themenstarter Thema begonnen von Sanni
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Ja, da ist wohl schon einiges schiefgelaufen. Noch ein wichtiger Punkt für die, die sich FÜR Futterlob entscheiden:
Man darf nie, wirklich nie ein Leckerli geben für Dinge, die ein Pferd unaufgefordert macht. So etwas muss ignoriert werden.

Und Du schreibst ja, dass er in den Fällen ein Leckerli sieht und dann sein Programm abspult. Das kann ihm keiner verdenken. Aus seiner Sicht betrachtet versucht er nur, alles richtig zu machen. Und er versteht vermutlich auch gar nicht, was er noch alles anstellen soll, um an das Leckerli zu kommen.
Er sieht ein Leckerli und bekommt kein Kommando. Man kann aber nicht NICHT kommunizieren. Also versucht er herauszufinden, was denn nun seine Aufgabe ist.

Also, besser gar nicht erst ein Leckerli zeigen.

Ich möchte aber auch eigentlich gar keine Argumente für oder gegen Futterlob sammeln. Das ist an anderer Stelle schon mehr als ausführlich passiert. Wichtig, für die, die mit Jungpferden arbeiten ist aber zu wissen

- Futterlob hat Vorteile
- Futterlob hat Nachteile
- man kann sich dafür oder dagegen entscheiden
- Wenn man damit arbeiten möchte, muss man genau wissen, was man tut und sich besser vorher entsprechendes Wissen aneignen.

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18.01.2012 17:44 Sanni ist offline E-Mail an Sanni senden Beiträge von Sanni suchen Nehmen Sie Sanni in Ihre Freundesliste auf
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Sanni - ich könnte meinem Fabi sowieso nie etwas verdenken. Er ist super, genau so wie er ist.
Genau das ist es... er versucht mir immer alles recht zu machen und ist dann manchmal etwas übereifrig.
Es gibt keine Leckerchen mehr aus der Hand (hat bei ihm aber vorwiegend gesundheitliche Gründe... er muss Diät leben und da ist jedes "extra" zu viel) und somit haben wir auch keine Probleme.

Ich hab auch gar nichts grundsätzliches gegen Futterlob. Es kann sehr, sehr hilfreich sein - muss aber meiner Meinung nach auch nicht immer zur Stelle sein. Pferde können auch ohne Fütterchen lernen. Wie so oft im Leben ist es die gesunde Mischung.

Grüße

Sandra
18.01.2012 19:31 burli ist offline E-Mail an burli senden Beiträge von burli suchen Nehmen Sie burli in Ihre Freundesliste auf
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RE: Krabbelgruppe Jungpferdeausbildung Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

liebe sanni,

tolles thema!

möchte vorwegschicken, dass mir die jungpferdeausbildung unheimlich viel spaß macht - die sind einfach noch sooo jungfräulich Herzaugen und unverdorben ... körpersprache (z.b. bei freiarbeit) wird 1:1 umgesetzt, ohne zu hinterfragen...

.. da hatte ich mit meiner 9jährigen, fertig entwickelten stute (vor allem charakterlich) deutlich mehr "diskussionen" Augenzwinkern

erst heute durfte ich wieder erfahren, wie sehr sie sich ihrem menschen anschließen und vertrauen (vorausgesetzt, sie haben nix negatives erfahren) ...

wie wär's denn mit einem (allgemeinen) ausbildungstagebuch?
also, von geburt an bis zum anreiten?

meine erste frage:
wie lange lässt man bei einer (komplikationslosen) geburt mutter und kind alleine und in ruhe? oder auch nicht?
z.b. stichwort: imprinting (kommt für mich nicht in frage!!!)
18.01.2012 19:32 viertakt_sus ist offline E-Mail an viertakt_sus senden Beiträge von viertakt_sus suchen Nehmen Sie viertakt_sus in Ihre Freundesliste auf
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Dieser Thread spricht mich natürlich auch total an.

Jack wird im Mai 4 Jahre alt. Er gehört mir seit er 15 Monate alt ist und wir sind schon ein gutes Team geworden. In ein paar Wochen wollen wir mit dem reiten beginnen und auch sonst haben wir noch sooooooooooo viel vor uns großes Grinsen

Leckerli bekommt er bei mir überhaupt nicht, ich lobe mit der Stimme (und schimpfe natürlich auch mal) und das kapiert er wirklich gut. Ein scharfes "Jaaack" reicht oft schon aus, das er den Quatsch vergisst den er gerade vor hatte...

Ich bin nicht grundsätzlich gegen Leckerlis, aber bei Jack musste ich feststellen es geht einfach nicht. Er ist dann total darauf fixiert, wird aufdringlich, durchsucht die Taschen das nervt einfach und das möchte ich nicht.

Wenn mal was ganz besonderes gemacht wird, bekommt er mal eines (z.B. als ich mit ihm auf die Pferdewaage bin), aber sonst geht das nicht. Mein 3 jähriges Patenkind ist auch öfter im Stall und ich möchte nicht, dass Jack ihn mal umwirft, weil er ihn nach Leckerli durchsucht...er würde das wohl leider machen.

Im Stall weiß auch jeder, dass Jack keine Leckerli bekommen soll, aber ich merke es sofort, wenn sich jemand mal nicht daran gehalten hat, denn er ist dann 2-3 Tage später immer noch aufdringlich.

Die orale Phase ist bei ihm auch sehr ausgeprägt alles was nicht niet und nagelfest ist wird ins Maul genommen, zerkaut oder weggeworfen. Er kennt das Kommando "nein", aber es hilft nicht immer, wie das eben in der Pubertät so ist.

Aber sein Spieltrieb und seine extreme Neugier hilft uns natürlich auch bei neuen Dingen, denn er ist in der Regel immer interessiert, neugierig und eher nicht schreckhaft was für sein zukünftiges Leben als Wanderreitpferd natürlich von Vorteil ist!
18.01.2012 19:49 walkaloosa ist offline E-Mail an walkaloosa senden Beiträge von walkaloosa suchen Nehmen Sie walkaloosa in Ihre Freundesliste auf
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